Marcel Biebers schwere Verletzung vergrößert die Offensivprobleme des BV Brambauer

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Kein Tor hat der BV Brambauer in den vergangenen drei Bezirksliga-Partien geschossen. Jetzt verletzte sich ein wichtiger Angreifer auch noch schwer. Kehrt nun ein Routinier dauerhaft zurück?

Brambauer

, 11.03.2019, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bezirksliga-Mannschaft des BV Brambauer kehrte nach der Halbzeitansprache von Trainer Jascha Keller auf den windigen Kunstrasen von Kirchderne zurück. Alle außer, einer. Für Marcel Bieber ging es statt auf den Platz im Rollstuhl in den bereits alarmierten Krankenwagen.

Was war passiert? Rund zehn Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit knickte Bieber unglücklich um. ,,Ich habe nur etwas knacken gehört und wusste, dass irgendwas im Arsch ist“, sagte Bieber am Montag. Da hatte er bereits eine Nacht über die bittere Diagnose schlafen können. Die gab es nämlich noch am Sonntag. ,,Ich hatte vermutet, dass es wieder ein Bänderriss ist, aber es kam anders“, so der variabel einsetzbare Offensivspieler. Stattdessen: Bruch des Innen- und Außenknöchels. Saisonaus.

Bieber holt sich eine zweite Meinung

„Der Arzt meinte, es wäre besser, wenn es operiert werde“, so Bieber, nach dessen Verletzung seine Mitspieler in Kirchderne kurzzeitig den Faden im Spiel gegen den Ball verloren. Bevor er eine Entscheidung fällt, will er sich am Dienstag aber noch eine zweite Meinung einholen.

So oder so: Die Saison ist für ihn beendet. Und die Probleme des BV Brambauer werden größer. Das 0:0 in Kirchderne war die dritte Partie in Serie ohne eigenen Treffer. Stürmer Marvin Schuster ist weg, Enrico Christal und Arkadi Daunhauer verletzt, nun bricht mit Bieber die nächste Konstante weg.

Schon am Sonntag spielte BVB-Identifikationsfigur Dennis Stolzenhoff 90 Minuten lang im Sturmzentrum. Stolzenhoff, dessen Knochen ihm immer wieder Probleme bereiten, könnte nun zu einer festen Alternative für den Rest der Saison werden „Es ist auf jeden Fall denkbar, dass Dennis - sofern die Knochen mitmachen - uns unterstützt“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller. Hoffnungen setzt er auch in Flügelspieler Daunhauer und den variablen Christal, die beide in dieser Woche zurückkehren könnten. „Das wäre goldwert“, so Keller.

Eine Menge Stückwerk

Scheiterten die Brambaueraner beim Jahresauftakt gegen Dorstfeld (0:1) noch an der eigenen Chancenverwertung, waren die Partien gegen Nordkirchen (0:1) und Kirchderne zwar gegen den Ball sehr diszipliniert, offensiv aber eine Menge Stückwerk. „Das hört sich erstmal böse an. Ich sehe da aber kein grundsätzliches Problem“, meinte Keller. Das Tempo von Daunhauer oder Christal kann helfen, eine sehr karge Rückrunde zu vermeiden. Schließlich steht schon am Sonntag das wichtige Derby gegen Westfalia Wethmar an.

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