Maissa Triqui aus Lünen ist Deutschlands beste Kickboxerin

dzKampfsport

Im letzten Jahr wurde sie noch Weltmeisterin im Kickboxen, nun ist sie zu Deutschlands bester Kickboxerin gewählt worden: Die Lünerin Maissa Triqui ist nicht zu stoppen.

Lünen

, 12.02.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum zu glauben, dass sie erst 14 Jahre alt ist. Maissa Triqui hat mit ihren jungen Jahren schon Dinge erreicht, von denen andere nur träumen. Sie dominiert die Jugend-Weltspitze, hat 2018 in Italien die Goldmedaille im Leichtkontakt geholt. Unter 2400 Kickboxern aus 67 Nationen hat sich Maissa Triqui in der Jugend A (13 bis 15 Jahre) gegen vier Kontrahententinnen durchgesetzt.

Nun, ein paar Monate später, steht ihr eine neue Auszeichnung bevor: Sie ist zur besten Kickboxerin in Deutschland in der Jugend A gewählt worden. Die Wahl treffen unter anderem alle Bundestrainer der verschiedenen Altersklassen und Bundestrainer der verschiedenen Disziplinen.

Auszeichnung bei der DM

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft, die im Juni stattfindet, erhält sie dann ihre Auszeichnung. „Wir sind sehr stolz auf Maissa. Sie arbeitet hart, ist sehr zielstrebig und gibt nicht so schnell auf. Das ist ein Erfolgsrezept von ihr“, sagt Vater und Bundestrainer Brahim Triqui.

Maissa Triqui hat nicht nur mit zigfachen Titeln bei der Deutschen Meisterschaft auf sich aufmerksam gemacht – auch international ist sie sehr erfolgreich. So sicherte sie sich vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft Bronze. Ebenfalls Bronze gab es vor drei Jahren beim World Cup in Österreich. Die German Open Meisterschaften hat sie ebenfalls schon gewonnen. „Ihr Ziel ist es, auch noch Europameisterin zu werden“, sagt Brahim Triqui.

Dafür trainiert die 14-Jährige sehr hart. Drei bis viermal die Woche finden Trainingseinheiten statt. Neben dem Kickboxen im Leichtkontakt tritt sie auch im Taekwondo an. Auch hier hat sie sich für die Weltmeisterschaft, die am 27. April in Bayern startet, qualifiziert. „Jeder Titel ist für sie wunderbar. Sie ist nun mal die Gejagte. International ist die Konkurrenz groß. Da ist das Niveau sehr hoch“, sagt Brahim Triqui.

Maissa Triqui bringt Schule und Sport unter einen Hut

Maissas Stärken liegen in der Beinarbeit. Auch konditionell ist sie auf der Höhe und physisch sehr stark. „Sonst kann man solche Wettbewerbe auch nicht gewinnen“, sagt Brahim Triqui. Jeder Kämpfer müsse im Vorfeld seine Hausaufgaben erledigen.

„Maissa ist vom Kopf her schon weiter als manch andere in ihrem Alter.“
Brahim Triqui

Apropos Hausaufgaben: Maissa Triqui besucht das Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Lünen. „Die Kooperation mit der Schule funktioniert hervorragend. Sie unterstützt Maissa. Das ist nicht selbstverständlich“, so Brahim Triqui. Vor allem wenn internationale Wettkämpfe bevorstehen, stellt die Schule sie dafür frei. „In anderen Nationen wird noch härter trainiert. Russland zum Beispiel besucht noch vorher ein sechswöchiges Trainingslager. Daran ist hier aber gar nicht zu denken. Denn die Kinder sind nun mal schulpflichtig“, sagt Brahim Triqui.

Der Vater kennt sich im Kampfsport bestens aus und will für seine Kinder nur das Beste. Dennoch betont er, dass der Kampfsport nur eine Sportart ist: „Das soll auch so bleiben. Es ist wichtig, dass die Kinder ihren Schulweg gehen und vernünftig für die Zukunft lernen. Der Sport bringt sie aber auf ein gutes Level. Dadurch werden sie belastbarer.“

Der Europameistertitel ist das Ziel

Und weiter: „Auch Maissa ist sehr belastbar, ist vom Kopf her schon weiter als manch andere in ihrem Alter. Sie kann die Gegner schnell lesen, nimmt Techniken gut und schnell auf. Wir sind auf sie sehr stolz.“

Bei so viel Unterstützung und eigener Disziplin wird es sicher nicht der letzte Titel für Maissa Triqui sein. Ihr Ziel, Europameisterin zu werden, hat sie fest vor Augen. Und dafür trainiert sie härter denn je.

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