Lüner SV verliert das Neun-Tore-Spektakel bei Concordia Wiemelhausen

dzFußball-Westfalenliga

Westfalenligist Lüner SV bleibt im Abstiegssog. Nach der 4:5-Niederlage bei Concordia Wiemelshausen war LSV-Trainer Christian Hampel sauer und boykottierte die übliche Pressekonferenz.

Lünen

, 08.12.2019, 20:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Sonntagnachmittag begann eigentlich gut für die Rot-Weißen bei Concordia Wiemelhausen, dem Tabellensechsten in Bochum. Doch die Westfalenliga-Fußballer des Lüner SV unterlagen nach zeitweise turbulenten 90 Minuten mit 4:5.

Einen einstudierten Spielzug über Mehmet Kara und Fabian Pfennigstorf legte Letzterer von der Torauslinie zurück auf den Elfmeterpunkt. Ali Bozlar rückte aus dem Rückraum nach und verwandelte den ersten Angriff zur schnellen Führung (5.).

Christian Hampel: „Abseits war eine Fehleinschätzung, wie der erste Strafstoß“

Die Antwort kam prompt. Sascha Ernst lief mit dem Ball quer zum eigenen Sechszehner, anstatt einfach zu klären und brachte irgendwie Henning Wartala zu Fall. Der Schiedsrichter gab zur Verwunderung vieler Strafstoß. Xhino Kadiu verwandelte zum Ausgleich – 1:1 (9.). Der LSV offenbarte nachfolgend Schwächen auf beiden Außenbahnen. Ernst konnte einen Vorstoß von Kadiu nicht unterbinden. Die Hereingabe schob Hupka zur 2:1-Führung (16.) für Concordia ein. Auf der Gegenseite unterband der Linienrichter Pfennigstorfs Lauf wegen angeblichen Abseits (18.). „Eine Fehleinschätzung, wie der erste Strafstoß“, so Hampel. Aber auch die Lüner bekamen einen Elfmeter. Nkam agierte zu ungestüm gegen Pfennigstorf – Elfmeter. Johannes Zottl traf zum 2:2 (23.).

Christian Hampel erbost über Wiemelhauser Unfairness beim Tor zum 3:4

Der muntere Torreigen ging weiter. Einen erneuten Angriff der Gastgeber über rechts vollendete Tom Franke zum 3:2 (27.). Als Zottl einen Freistoß, nach Foul von Nkam an Kara, aus gut und gerne 28 Meter ins Tor zum 3:3 hämmerte, glätteten sich die Wogen vorübergehend. Der nächste Aufreger folgte. Zottl lag nach einem ungeahndeten Foulspiel verletzt am Boden, Concordia spielte trotz Intervention des Trainers und eigener Spieler weiter und landete den erneuten Führungstreffer durch Tom Franke (31.). Hampel war erbost ob der offensichtlichen Unfairness und kassierte die Gelbe Karte. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der nächste Nackenschlag. Hupka traf nach einer Ballstafette und Uneinigkeit auf der linken Seite von Dominik Deppe zum 5:3 (45.+1).

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Halbzeit zwei begann wie die erste. Der LSV traf mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff zum 4:5. Zottl erzielte seinen dritten Treffer der Partie (52.). Danach wurde es hektisch auf beiden Seiten. Daniel Dreesen hielt sein Team durch eine Glanztat gegen Wartala im Spiel. Als Ernst, der seine Schwächen hinten vorne wettmachte, flankte, bekam Nkam den Ball im Strafraum an die Hand. Der Pfiff blieb jedoch aus. Die letzten Chancen des Spiels hatte Concordia. Dreesen parierte aber gegen Kardiu (81.), der kurz vor Schluss noch einen Kopfball neben den Pfosten setzte. Der LSV kam zu keiner Ausgleichschance mehr. „Wir haben viel zu viele Gegentore bekommen. Jeder Schuss war ein Treffer. Trotzdem hat die Mannschaft wieder Moral gezeigt“, sieht Hampel aber in der Winterpause Arbeit vor sich.

Westfalienliga 2 Concordia Wiemelhausen Lüner SV 5:4 (5:3) Concordia Wiemelhausen: Schmidt - Nkam, Kern, Strohmann, Hupka (86. Stahmer), Scherff, Wartala, Franke (67. Schwindt), Simsek (83. Friedberg), Kadiu (86. Yeboah), Leone - Lüner SV: Dreesen - Reis, Rudolf, Drees (57. Mikuljanac), Ernst, Pfennigstorf, Zottl, Bozlar (85. Ayaz), Deppe (85. Lahr), Göke, Kara - Tore: 0:1 Bozlar (5.), 1:1 Kadiu, FE (9.), 2:1 Hupka (16.), 2:2 Zottl, FE (23.), 3:2 Franke (27.), 3:3 Zottl (29.), 4:3 Franke (31.), 5:3 Hupka (45.+ 1), 5:4 Zottl (52.)
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