Lüner SV muss auf zwei Spieler verzichten: Das plant Christian Hampel

dzFußball-Westfalenliga

Mit Nikolas Friedberg und Jörg Lemke brechen dem Lüner SV zwei Spieler weg - aus unterschiedlichen Gründen. Unterschiedlich sind auch die Reaktionen von Trainer und Sportlichem Leiter Christian Hampel.

Lünen

, 18.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die vergangenen Tage waren beim Lüner SV nicht gerade von guten Nachrichten geprägt. Nikolas Friedberg verlässt den Fußball-Westfalenligisten nach einem halben Jahr schon wieder. Torwart Jörg Lemke hat sich die Achillessehne gerissen, ehe er überhaupt beim LSV antreten konnte. Zumindest für einen Akteur muss Ersatz her.

Schlussmann Lemke sollte sich eigentlich ab Vorbereitungsbeginn mit Michel Josch um den Stammplatz im Lüner Tor streiten. Der Neuzugang vom Bezirksligisten BV Brambauer verletzte sich aber im privaten Training so schwer (Achillessehnenriss), dass er rund vier bis sechs Monate ausfallen wird.

Jetzt lesen

„Corona spielt uns da ein bisschen in die Karten, so dass wir Zeit gewinnen, Ich denke, dass er gar nicht so lange ausfallen wird für uns“, sagt Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter des Lüner SV.

Christian Hampel lässt sich von Lemke-Ausfall nicht aus der Ruhe bringen

Da die neue Westfalenliga-Saison aufgrund der Pandemie frühstens im Oktober beginnt, verkürzt sich die Netto-Ausfallzeit des 29-Jährigen deutlich. Hampel wollte zwar nicht ausschließen, dass der LSV nochmal auf dem Transfermarkt aktiv wird.

Jetzt lesen

Zunächst wolle man allerdings abwarten. Sollte sich während des Genesungsprozesses Lemkes keine neue, längere Ausfallzeit ergeben, vertraut Hampel wohl dem aktuellen Personal.

Nikolas Friedberg steht dem Lüner SV gar nicht mehr zur Verfügung.

Nikolas Friedberg steht dem Lüner SV gar nicht mehr zur Verfügung. © Timo Janisch

Etwas anders sieht es im Falle Nikolas Friedbergs aus. Im Gegensatz zur Verletzung Lemkes, mit der man freilich schwer rechnen kann, kam dessen Abgang für Christian Hampel nicht überraschend. Friedberg läuft in der kommenden Saison für Borussia Dröschede auf, nachdem er erst im Januar zum LSV gestoßen war.

Jetzt lesen

Durch den Weggang des Offensivspielers mangelt es dem LSV allerdings allmählich an Flügelspielern. Auch Emre Yildiz, in der vergangenen Saison immerhin noch in der Vorbereitung auf dem Radar der ersten Mannschaft, verlässt den Verein.

Jetzt lesen

Klassische offensive Flügelspieler werden so zur Seltenheit im LSV-Kader. Milan Sekulic oder Talha Temur seien hier genannt. Konkret wollte Hampel in diesem Fall nicht werden, sagte allerdings: „Zu hundert Prozent sind unsere Kaderplanungen noch nicht abgeschlossen. Von daher wird sich da sicherlich noch was tun.“ Bei den Verletzungssorgen der Lüner in den vergangenen Jahren täten Verstärkungen für die Breite sehr gut.

Lesen Sie jetzt