Lüner SV holt sich ein Juwel - Ex-Klub: „Der größte Verlust der Vereinsgeschichte“

dzFußball

Der Lüner SV noch mal zugeschlagen und einen weiteren Spieler verpflichtet. Es handelt sich dabei um einen ganz besonderen Spieler, wenn es nach seinem Ex-Klub geht.

von David Nicolas Döring, Bernd Janning

Lünen

, 07.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV hatte nur noch zwei fitte Torhüter. Zum einen Michel Josch, zum anderen Dogus Can Acar. Jörg Lemke, der vom BV Brambauer zum Lüner SV gewechsel ist, hatte sich die Achillessehne gerissen und ist immer noch auf Krücken unterwegs.

Deshalb hat der Westfalenligist auf der Torwartposition noch mal nachgelegt und Ende Juli Egzon Jusufi verpflichtet. Der 20-Jährige kommt vom A-Ligisten K.F. Sharri aus Dortmund.

Der größte Verlust der Vereinsgeschichte

Sein Ex-Klub kam bei der Verkündung des Transfers in den sozialen Medien regelrecht ins Schwärmen. „Leider müssen wir den größten Verlust der Vereinsgeschichte melden“, schrieb der Klub aus Dortmund auf Facebook und Instagram zum Abgang Jusufis und bezeichnete den Keeper als „Vereinsjuwel“.

Auf Facebook legte der A-Ligist nach, schrieb in die Kommentare unter dem Post in Richtung Lünen: „Ihr habt den besten Amateurtorwart aus Dortmund verpflichtet.“ Große Worte für einen 20-Jährigen.

Egzon Jusufi (l.) ist neu beim Lüner SV. Hier steht er zusammen mit Torwarttrainer Manfred Tapken (M.) und Konkurrent Michel Josch.

Egzon Jusufi (l.) ist neu beim Lüner SV. Hier steht er zusammen mit Torwarttrainer Manfred Tapken (M.) und Konkurrent Michel Josch. © Janning

Und obwohl Jusufi wohl noch wenige Wochen zuvor seinen Verbleib für die kommende Spielzeit bei Sharri zusagte, freut sich sein Ex-Klub über den Wechsel zum Westfalenligisten. „Sharri begrüßt diesen Wechsel“, kommentierte der Klub den Wechsel.

„Da wollten wir ein bisschen vorsorgen“, erklärt Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter der Lüner, den Wechsel. „Der Heilungsprozess bei Jörg ist zwar gut, aber wann er wieder komplett belastbar ist, müssen wir mal schauen.“

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Jusufi hat deshalb beim LSV vorbeigeschaut und überzeugt. „Egzon hatte bei uns mittrainiert, hat da einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Deshalb macht das grundsätzlich Sinn“, sagt Hampel zur Verpflichtung. „Ich freue mich, dass der Junge auch dabei ist.“

Jusufi selbst sagt, ihn habe „die Lust nach höherklassigem Fußball gepackt“. „Zudem hat mir das familiäre Verhältnis zwischen Zuschauern, Spielern und Vorstand beim LSV sehr imponiert. Sowas sieht man heutzutage kaum noch bei einer Mannschaft.“

„So viele Einsätze wie möglich“

Er selbst traut sich trotz seines jungen Alters zu, den Schritt beim Westfalenligisten zu gehen. „Wie jeder Neuzugang ist es mein Ziel, so viele Einsätze wie möglich zu kriegen. Trotz meiner erst 20 Jahre traue ich es mir zu, auf dem Niveau zu spielen.“

Eine klare Ansage von Jusufi. Wer aber letztendlich in etwas weniger als einem Monat beim ersten Saisonspiel zwischen den Pfosten steht, wollte Hampel noch nicht verraten.

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„Da gibt es definitiv keine Geschichten. Das gilt für alle. Für die Feldspieler und für die Torhüter. Da hat sich jeder zu beweisen“, läutet Hampel den offenen Konkurrenzkampf um die Nummer eins im Tor ein.

Bei Sharri dürften sich die Verantwortlichen sicher sein, dass Jusufi sich behaupten wird.

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