Lüner SV bleibt ohne Erfolgserlebnis - und rutscht auf den Abstiegsrelegationsplatz

dzFußball-Westfalenliga

Viele Chancen, aber keine Tore: Der Lüner SV bleibt in der Negativspirale gefangen. Seit Sonntagabend steht der Westfalenligist nicht mal mehr über dem Strich.

Lünen

, 13.10.2019, 19:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV findet nicht in die Erfolgsspur. Gegen den SV Hohenlimburg zeigte der LSV in schlechter personeller Besetzung erneut keine schlechte Leistung – belohnte sich aber abermals nicht mit einem Sieg. Stattdessen traf in der Schlussphase der Gast. Nach dem 0:1 am Sonntag schmilzt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze in der Fußball-Westfalenliga.

Westfalenliga 2

Lüner SV – SV Hohenlimburg 0:1 (0:0)

Gut hatte der Lüner SV nicht begonnen. Hohenlimburg führte die Zweikämpfe entschlossener und strahlte durch Antonio Porrellos Lattenschuss Torgefahr aus. Doch zur Pause hätten sich die Gäste nicht über einen Rückstand beschweren dürfen.

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In einer Partie, die von vielen Zweikämpfen und teilweise harten Fouls geprägt war, nahm Christian Hampel eine Umstellung vor, die dem LSV richtig guttat. Marcel Ramsey, Johannes Zottl und Daniel Mikuljanac tauschten untereinander ihre offensiven Positionen. Durch Mehmet Kara, Zottl und Meris Memic hatten die Gastgeber in den ersten 45 Minuten einige Gelegenheiten, die man gut und gerne zur Führung hätten nutzen können – oder sogar müssen. Am aussichtsreichsten scheiterte Johannes Zottl aus zwei Metern am Gäste-Keeper. Dessen Vorderleute waren offensiv allerdings auch nicht gänzlich ungefährlich.

Lüner SV bleibt ohne Erfolgserlebnis - und rutscht auf den Abstiegsrelegationsplatz

Daniel Mikuljanac (l.) war an einigen guten Szenen des Lüner SV beteiligt, wurde aber nach gut einer Stunde ausgewechselt. © Günther Goldstein

,,Wir haben so dicke Möglichkeiten“, sagte Lünens Trainer Christian Hampel. Seine Mannschaft hätte den erst 20-jährigen Jonas Schilling im Hohenlimburger Tor warmgeschossen. ,,Dann wird es irgendwann schwierig“, so Hampel. Ähnlich sah es sein Gegenüber, Hohenlimburgs Trainer Michael Erzen: ,,Nach 20 Minuten haben wir den Faden verloren. Sie hätten zur Halbzeit führen müssen.“

Fabian Pfennigstorf vergibt

Nach der Pause musste erstmal Felix Rudolf den Lüner Rückstand verhindern. Er warf sich in einen Schuss, nachdem der LSV in der Umschaltbewegung seine rechte Abwehrseite außer Acht gelassen hatte. Die Partie blieb anschließend ausgeglichen, beide Mannschaften investierten offensiv viel. Der Lüner SV agierte jetzt noch offensiver, spielte mit Ramsey, Zottl, Kara und dem eingewechselten Fabian Pfennigstorf gleich mit vier Angreifern. Pfennigstorf hatte auch gleich die bis dato beste LSV-Chance im zweiten Durchgang. Nach Zottl-Hereingabe traf er den Ball allerdings nicht richtig, das Spielgerät flog am rechten Pfosten vorbei.

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Noch immer schlichen sich zahlreiche Unterbrechungen ein, die Aufschreie nach Foulspielen blieben nicht aus. Ganz still aufseiten des LSV wurde es allerdings in der 82. Minute. Joel Schikora erhält ein tiefes Anspiel, plötzlich steht nur noch Sascha Ernst zwischen ihm und dem Tor. Gegen Außenverteidiger Sascha Ernst erarbeitete Schikora sich eine Schussposition und ließ LSV-Torwart Daniel Dreesen mit einem überlegten Abschluss keine Abwehrchance. Dabei blieb es. Dem Lüner SV gelang keine erfolgreiche Schlussoffensive mehr. Der Verein steht auf dem 14. Platz – der Abstiegsrelegationsrang.

Lüner SV: Dreesen – Ernst, Reis (83. Ayaz), Rudolf, Lahr (90. Sonna) – Ramsey, Drees, Memic, Mikuljanac (65. Pfennigstorf) – Kara, Zottl

Tor: 0:1 Schikora (82.)

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