Lüner Bezirksliga-Mannschaften drohen unerwünschte Umgruppierungen

dzFußball-Bezirksliga

Mehr Aufsteiger, keine Absteiger, mehr Staffeln: In den Bezirksligen wird es in der Saison 2020/21 voll. Auf mögliche Umgruppierungen haben die Lüner Vereine mal gar keine Lust.

Lünen, Brambauer, Wethmar, Alstedde

, 19.05.2020, 13:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele offene Fragen hat die Corona-Pandemie und der damit verbundene Saisonabbruch im Amateurfußball des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) aufgeworfen. Viele sind inzwischen durch den Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) beantwortet, manche drängen sich allmählich auf die Agenden der Verantwortlichen. Zumindest vorsichtig beschäftigen sich die Lüner Vereine mit möglichen Bezirksliga-Staffeleinteilungen der kommenden Saison. Dort droht nämlich ein Problem.

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16 Mannschaften zählt derzeit die Bezirksliga 8, in der auch die Lüner Vereine spielen. Zur kommenden Saison steigt aus dieser Liga nur Türkspor Dortmund auf. Mit den vier Aufsteigern aus den Dortmunder Kreisliga-A-Staffeln (Westfalia Huckarde, BW Huckarde, ASC Dortmund II, BW Alstedde) wären es 19 Mannschaften - zu viele für eine Liga. Deshalb soll 2020/2021 14 statt bisher 12 Bezirksliga-Staffeln geben.

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Droht den Lüner Vereinen also eine Umgruppierung in einer der angrenzenden Staffeln? Oder trifft es die Vereine aus dem Kreis Unna-Hamm? Wird die bisherige Bezirksliga 8 sogar komplett geteilt? Wir haben mit den betroffenen Vereinen Westfalia Wethmar (seit 2012 in der Bezirskliga 8), BV Brambauer (seit 2016), Lüner SV II (seit 2019) und BW Alstedde (Aufsteiger) gesprochen.

Dennis Köse, spielender Co-Trainer des BV Brambauer: „Wir würden es natürlich bevorzugen, wenn wir mit den Lüner und Dortmunder Mannschaften zusammenbleiben, da einfach die Nähe auch die letzten Zuschauer noch beisammen hält. Die Zuschauerzahl ist sowieso stark rückläufig, von daher wäre das schon sehr, sehr schlecht. Da wäre für uns auch mit deutlich mehr Kosten verbunden. Wir sind kein Verein, der super hohe Gehälter zahlt. Die Spieler fahren mit eigenen PKWs zu den Spielen. Selbst wenn man da Fahrgemeinschaften bildet, ist das eine erhöhte Kostengeschichte. Es wäre schon schön, wenn das alles im Lüner und Dortmunder Raum bleibt. Das ist das attraktive an der Bezirksliga 8. Wir wollen die Konstellation so beibehalten, wie sie ist.“

Dennis Köse befürchtet, dass bei einer Umgruppierung noch weniger Zuschauer den Weg in die Glückauf-Arena finden würden. Die triste Szenerie im Hintergrund bekräftigt seine Sorge.

Dennis Köse befürchtet, dass bei einer Umgruppierung noch weniger Zuschauer den Weg in die Glückauf-Arena finden würden. Die triste Szenerie im Hintergrund bekräftigt seine Sorge. © Timo Janisch

Rolf Nehling, Sportlicher Leiter des TuS Westfalia Wethmar: „Es wäre wichtig, in der Staffel zu bleiben. Ich denke, wir werden drin und auch mit Alstedde und dem Lüner SV zusammen bleiben. Wir stellen jedes Jahr den Antrag, es wäre wichtig, dass es klappt. Wir sind mit einer fast komplett anderen Mannschaft in die Rückrunde gegangen. Von der Leistung her sind wir in der Lage, die Bezirksliga in der kommenden Saison zu halten.“

Manuel Lorenz, Trainer des Lüner SV II: „Erstmal wollen wir natürlich Derbys haben. Wir haben auch den Antrag gestellt, die Heimspiele um 17 Uhr nach unserer ersten Mannschaft spielen zu könnnen. Wir gehen davon aus, dass die westlichen Unna-Hamm-Vereine gemeinsam mit den östlichen Dortmunder Vereinen die Bezirksliga 8 bilden. Aber man muss abwarten.“

Benedikt Kuhne, Sportlicher Leiter von BW Alstedde: „Wir wären auf jeden Fall froh, wenn wir gegen die Lüner Vereine spielen würden und die kurzen Wege nach Dortmund hätten. Das wäre schon wichtig. Gegen die Dortmunder Vereine zu spielen wäre nicht verkehrt, man kennt noch die Mannschaften, die aus unserer Liga aufgestiegen sind.“

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