LSV-Vorsitzender Dieter Wiefelspütz: "Die böse Luft muss endlich raus"

RN-Interview

Statt gemeinsame Sache zu machen, streiten sich die Fußballer der Stadt über die Vergabe öffentlicher Zuschüsse. Über diese Neiddiskussion sprachen wir mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz, seit einem Dutzend Jahren Vorsitzender der Fußballer des Lüner SV.

LÜNEN

von Von Bernd Janning

, 30.11.2010, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieter Wiefelspütz, Vorsitzender des Lüner SV, trifft sich nächste Woche mit BVB-Chef Michael Ristovitch zu einem Essen unter vier Augen.

Dieter Wiefelspütz, Vorsitzender des Lüner SV, trifft sich nächste Woche mit BVB-Chef Michael Ristovitch zu einem Essen unter vier Augen.

Ja. Und es war unglücklich, genau den Verein, den Lüner SV, nicht einzuladen, über den geredet wurde. Das weckte negative Emotionen. Ich denke mir, dass war vom BV Brambauer auch nicht so beabsichtigt.

Alle Fußballer der Stadt haben ein Recht auf Klarheit. Transparenz ist für Brambauer und die anderen Vereine legitim. Habe ich jedoch als Verein Informationsbedarf, wende ich mich an den Sportdezernenten, den Vorsitzenden des Sportausschusses im Stadtrat oder den Stadtsportverband.

Ich treffe mich Samstag mit dem Vorsitzenden des BV Brambauer, Michael Ristovitch, zu einem Essen unter vier Augen. Für mich ist es wichtig, dass die Vereine sich einhaken, zusammenarbeiten. Diese böse Luft muss endlich raus. In der nächsten Woche werden beide Vereine eine gemeinsame Erklärung abgeben.

Die sportliche Konkurrenz auf dem Platz ist wichtig. Daneben muss aber das Gemeinsame stehen. Im Ruhrgebiet gibt es Borussia Dortmund und Schalke und nicht Borussia oder Schalke. Im Lüner Fußball gibt es nicht LSV oder BVB, sondern LSV und BVB, zusammen mit den anderen Klubs. Wenn es terminlich hinkommt, werden wir auch beim Brambauer Turnier spielen. Die Aufeinandertreffen dieser beiden Vereine waren doch immer ein Highlight. Sie sind das Salz in der Suppe.

Sie wünschen sich ja immer eine bunte Berichterstattung. Deshalb sage ich, wenn unsere neue Umkleide, um deren Bezuschussung geht es ja, einmal fertig sein sollte, möchte ich als Erster mit meinem Kollegen Ristovitch dort unter der Dusche stehen. Scherz beiseite. Ich habe mich Sonntag gefreut, dass der BVB Wattenscheid 6:2 geschlagen hat. Ich weiß, wie es ist, wenn ein Verein unten steht und den Erfolg dringend benötigt.

Nein. Aber ich möchte, dass im Fußball alle Gewinner sind, die Interessen aller Vereine gerecht vertreten werden, alle einen Kunstrasen bekommen. Dazu gibt es doch aus dem Sportausschuss gute Signale. 

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