Kopfball entscheidet das Derby zwischen SG Gahmen und VfB Lünen um Platz zwei

dzFußball: Kreisliga A

SG Gahmen bezwingt den VfB Lünen im Rückspiel eines kampfbetonten, aber fairen Halden-Derbys mit 1:0 und überwintert auf Rang zwei. Das entscheidende Tor fiel erst spät im Spiel.

Gahmen

, 08.12.2019, 20:30 Uhr / Lesedauer: 3 min


Kreisliga A2 Dortmund
SG Gahmen – VfB Lünen 1:0 (0:0)

Die SG Gahmen erobert Platz der Kreisliga A2 Dortmund. Im letzten Spiel vor der Winterpause hat die Mannschaft von Trainer Bülent Kara am Sonntagnachmittag das „Halden-Derby“ gegen den bisherigen Zweiten VfB Lünen knapp, aber nicht unverdient mit 1:0 gewonnen. Zum Derby-Helden wurde Dawid Surmiak mit seinem Kopfballtor in der 79 Spielminute. Spannend blieb es allerdings bis zur zehnten Minute der Nachspielzeit. Erst dann wurde die Partie abgepfiffen.

Für die Gäste von der anderen Seite der Halde sollte es eine schwierige Begegnung an der Kaubrügge werden. Bereits unter der Woche hatte sich Nico Kuch beim Asche-Training in Niederaden verletzt. Im Vergleich zur Vorwoche standen weitere Akteure nicht im Kader. Doch auch die Gahmener hatten in dieser Spielzeit noch kein einziges Derby gewinnen können.

Die ersten Spielminuten waren ausgeglichen. Mit zunehmender Spieldauer jedoch wurden die blau-gelben Gastgeber dominanter. Tolga Dedeagili leitete mit seiner Flanke von links die erste Chance der Begegnung ein (12.). Osman Kumac köpfte auf Philipp Plöger in den Rückraum, der knapp am Tor vorbeischoss.

Nur wenige Sekunden später verschenkte Plöger die dickste SGG-Möglichkeit der ersten Hälfte. Aus 18 Metern traf er das linke Lattenkreuz. Richtig torgefährlich wurde die SGG trotz Überlegenheit danach aber erst einmal nicht mehr. Und auch der VfB nutzte die wenigen Gelegenheiten, die sich ergaben, in der Offensive nicht. Der Tabellenzweite kaum so zu keinem wirklich gefährlichen Torabschluss in den ersten 45 Minuten.

Umso überraschender war deshalb der Start in die zweite Halbzeit. Wie ausgewechselt präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Mark Bördeling in den ersten Minuten, spielte mutig nach vorne. In der 47. Spielminute kamen die Süder so zu ihrer besten Gelegenheit überhaupt. Tim Gehrmann marschierte links in den Strafraum. In der Mitte scheiterte erst Justin Schulze Weiling und dann Oliver Maifeld aus kurzer Distanz.

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Wenig später der Schock für Gahmen: Nach einem harmlosen Freistoß von Oliver Hilkenbach sprang Keeper Alisan Gaplan hoch, um den Ball zu fangen, und knickte bei der Landung um. Gaplan schrie vor Schmerzen, wurde mehrere Minuten behandelt. Zur Verwunderung aller versuchte er dennoch, weiterzuspielen, wurde nach einer gespielten Minute dann aber doch ausgewechselt. „Bei so einem Spiel will jeder durchspielen“, so Gahmens Trainer Bülent Kara, der einen Bänderriss seines Keepers vermutet.

Nach der Unterbrechung endete die Offensivphase der VfBer. Zu allem Überfluss mussten erst Abwehrmann Philipp Schulze Twenhöven (68.) und dann Leon Broda (77.) verletzt vom Spielfeld. Gahmen näherte sich nun dem VfB-Tor, drängte auf den Sieg. In der 76. Spielminute rettete VfB-Torwart Matthias Kozlik in letzter Instanz gegen Surmiak, der nach starkem Pass von Ali Özkan im Sechszehner frei an den Ball kam. Nur drei Minuten später fiel dann doch das entscheidende 1:0 für Gahmen. Wieder zeichnete sich das Duo Özkan und Surmiak verantwortlich. Die Özkan-Ecke von links köpfte Surmiak ins lange Eck.

Jetzt kam Derbystimmung auf an der Kaubrügge. Erstmals gab es in einem ansonsten fairen Derby vermehrt kleinere Foulspiele. Gahmen pochte auf das 2:0. Der VfB dagegen erwachte nach einer langen Phase, in der wenig vom Gast zu sehen war. Die Bördeling-Elf kam mehrmals gefährlich in die Nähe des Gahmener Kastens. Zwingende Tormöglichkeiten gab es für den VfB 08 aber auch in der Schlussphase nicht. Das Kara-Team wiederum ließ gute Kontermöglichkeiten – meist durch den eingewechselten Abdullah Ergün und Plöger – ungenutzt. Es blieb beim 1:0 für die SGG.

„Es war kein gutes Spiel von keiner Mannschaft, was angesichts der Platzbedingungen auch vorherzusehen war“, sagte VfB-Coach Bördeling nach dem Abpfiff. „Gahmen hat gewonnen. Ob das nun so hoch verdient ist, weiß ich nicht. Wir haben eine gute Hinserie gespielt. Und wir kommen gestärkt in der Rückserie zurück.“

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Gahmens Coach Kara sah dagegen einen verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Wir haben den Gegner gut im Griff gehabt. Der VfB hatte kaum Torchancen. Hätten wir unsere Konter besser ausgespielt, wäre die Entscheidung früher gefallen.“ Zum Schluss begann dennoch ein Zittern beim Gahmener Trainer. Zu oft hatte die SGG in den vergangenen Wochen sicher geglaubte Siege doch noch aus der Hand gegeben. „Natürlich hat man da Angst zum Schluss“, so Kara. „Aber mit Plöger haben wir einen kopfballstarken Mann hinten hereingestellt.“

SG Gahmen: Gaplan (54. Ekici) – Kumac, Surmiak, Aktas (69. Cirak), Özkan, F. Kiymaz (73. Ergün), R. Kiymaz, Dedeagili (64. Elitok), Karadumann, Plöger, Koc

VfB Lünen: Kozlik – Schulze Twenhöven (68. Hans), Broda (77. Kwiatkowski), Gehrmann, Weis, Hilkenbach, Maifeld (87. S. Serges), Garcia Rodriguez, Schulze Weiling, Kowalski, D. Serges

Tor: 1:0 Surmiak (79.)

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