Kapitän redet Klartext: Spieler rufen nicht das ab, was sie eigentlich können

dzFußball

Fußball-Westfalenligist Lüner SV kassierte aus den vier Spielen zwei Niederlagen. Nach der 1:3-Schlappe am Sonntag, sprach Kapitän Matthias Drees, der bereits seit Wochen verletzt ist.

Lünen

, 30.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV hat in der Westfalenliga aus den ersten vier Spielen lediglich vier Punkte geholt und bereits zwei Niederlagen kassiert. Zudem fehlt eine Reihe von Spielern, die auch zur ersten Elf gehören, verletzt oder gesperrt.

Vergangenen Sonntag schauten sich viele von ihnen die 1:3-Niederlage von der Tribüne aus an.

Auch Matthias Drees, der normalerweise Kapitän des Teams ist, in dieser Saison aber bislang noch kein Spiel absolviert hat. Im Interview spricht er über seinen eigenen Fitnessstand, die Verfassung der Mannschaft und die zahlreichen Ausfälle.

Mit was für einer Verletzung plagen Sie sich momentan herum, Herr Drees?

Ich habe mir vor sechs Wochen eine Innenbanddehnung zugezogen im Knie. Das ist jetzt irgendwie etwas langwieriger geworden und ziemlich lästig. Aber ich versuche diese Woche wieder in das Training einzusteigen.

Nur ins Lauftraining oder gleich in das Mannschaftstraining?

Also, ich bin seit Wochen schon am Laufen hier und am Tun und am Machen. Irgendwann dann jetzt auch mit der Mannschaft.

Was löst es Ihnen aus, wenn sie ihre Mannschaft verlieren sehen und nicht mitwirken können?

Es ist natürlich extrem ärgerlich, weil wir in der ersten Halbzeit das Spiel machen und geben es dann in der zweiten komplett aus der Hand. Und dann kitzelt es natürlich in den Beinen immer, aber man muss es auf dem Platz selber erstmal besser machen. Ich will einfach nur auf den Platz zurück und zusammen mit den Jungs kämpfen.


Zwei Niederlagen aus vier Spielen hat Ihr Team nun: Wie bewerten Sie den Saisonstart?

Das haben wir uns natürlich alle besser vorgestellt. Wir haben eine top Truppe, auch besser als die in den letzten Jahren. Nur jetzt haben wir leider eine schlechte Phase. Spieler rufen nicht das ab, was sie eigentlich können und ein paar wichtige Ausfälle. Mit Daniel (Daniel Mikuljanac, Anm. d. Red.) zum Beispiel oder auch Phil (Phil Rosenkranz, Anm. d. Red), der auch wieder auf der Bank saß.

Jetzt lesen

Wie erleben Sie das, dass so viele Spieler verletzt oder gesperrt fehlen? Es erinnert da ja etwas an die vergangene Saison.

Das ist natürlich scheiße. Wir haben eigentlich einen sehr breiten Kader. Dann so viele Ausfälle, die zwei Roten Karten, da schwächen wir uns auch selbst mit, ob berechtigt oder nicht. Wir müssen so schnell wie möglich sehen, das ein paar Mann zurück an Bord kommen, wie ich selber halt auch. Je breiter, desto besser.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt