Jugendabteilung von Westfalia Wethmar steht vor einem historischen Moment

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2016 war die A-Jugend des TuS bereits in die Landesliga aufgestiegen. Was die B-Jugend nun aber schaffen könnte, hat vorher noch keine Jugendmannschaft aus Wethmar geschafft.

von Nico Ebmeier

Wethmar

, 08.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer einen ersten Blick auf die Tabelle der Fußball-B-Jugend-Bezirksliga Staffel 3 richtet, denkt nicht sofort an eine historische Saison für den TuS Westfalia Wethmar. Im Gegenteil: Mit drei Punkten Rückstand und dem damit wohl verpassten Landesliga-Aufstieg könnte Wethmar zu den großen Corona-Verlierern zählen. Dennoch hat die TuS-U17 nun wohl Historisches geschafft.

Zum allerersten Mal in der Vereinsgeschichte gelingt nämlich einer Jugendmannschaft der Westfalia der direkte Durchmarsch aus der Kreisliga A in die Landesliga. Vor vier Jahren war die A-Jugend zum ersten Mal überhaupt in diese Liga aufgestiegen, davor spielte sie aber bereits zwei Jahre in der Bezirksliga. Für die von Daniel Nowak trainierte U17 geht es nun aber nach nur einem Jahr direkt hoch. „Damit hätte zu Saisonbeginn überhaupt keiner gerechnet. Wir wollten eigentlich nur die Klasse halten“, so der Coach.

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Ob es wirklich zum Aufstieg reicht, ist noch unklar. Dennoch stehen die Chancen gut, dass Wethmar in der nächsten Saison in der B-Jugend-Landesliga spielen darf. „In überkreislichen Ligen ist so, es dass sowohl der Hinrundenmeister als auch der Meister beim Saisonabbruch aufsteigen. Dazu gehört auch Westfalia Wethmar“, erklärt Christian Kroker, Staffelleiter der Bezirksliga 3. Doch auch in der Hinrundentabelle rangiert Wethmar als Zweiter hinter der Hammer Spielvereiningung.

Weil aber der TuS noch das Hinspiel gegen Rhynern in der Hinterhand hat, welches aufgrund von Verschiebungen bis zur Corona-Pause nie stattgefunden hat, dürfen sich die Wethmarer „Hinrunden-Quotienten-Meister“ oder wohl auch einfach Aufsteiger nennen. „Wir hatten das zunächst auch gar nicht so auf dem Schirm. Deswegen waren wir natürlich doppelt glücklich. In der regulären Liga hätten wir Hamm wohl wahrscheinlich eher nicht mehr eingeholt“, so Trainer Daniel Nowak.

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Dabei hatte zu Saisonbeginn überhaupt nichts nach einem erneuten Aufstieg ausgesehen. Der Neuling lag im ersten Ligaspiel gegen die JSG Schwaney/Egge nach elf Minuten schon mit 0:2 zurück. „Da kann ich mich noch sehr gut dran erinnern. Du kommst voller Euphorie in die neue Liga und schon steht es 0:2“, so Nowak. Doch Wethmar drehte das Spiel noch und gewann mit 4:3. Auch im zweiten Ligaspiel lag die Westfalia bis fünf Minuten vor dem Abpfiff zurück und gewann noch durch zwei späte Tore.

Dass es aber auch in der Landesliga schnell in die falsche Richtung gehen kann, zeigte 2017 die eigene A-Jugend. Sang- und klanglos stieg man im ersten Jahr sofort wieder ab. „Daraus haben wir gelernt. Damals kamen viele Neuzugänge, die sich eben nicht mit uns identifiziert haben. Jetzt wollen wir es im Großteil mit unserer Aufstiegsmannschaft rocken. Das sollen Jungs sein, die sich im jedem Spiel den Arsch aufreißen“, sagt der Trainer.

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