IG Bönen lockt Ersin Kusakci weg vom Lüner SV

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Ersin Kusakci bricht seine Zelte beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV ab. Begeistert ist man davon beim LSV nicht. Doch die Verantwortlichen lassen den 29-Jährigen trotzdem ziehen.

Lünen

, 11.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Ersin Kusakci verlässt Fußball-Westfalenligist Lüner SV am Saisonende. Den 29-Jährigen Rechtsaußen zieht es zum Noch-Bezirksligisten IG Bönen, der aber wohl den Durchmarsch in die Landesliga macht. Zugesagt hat Kusakci schon.

Eigentlich hatte Kusakci das auch beim LSV. „Wir hätten gerne mit ihm verlängert und haben mit ihm geplant“, sagte Christian Hampel, der ab dem Sommer als Sportlicher Leiter vom FC Iserlohn zurück nach Schwansbell kehrt, aber schon jetzt in den Planungen involviert ist. Hampel zufolge habe Kusakci ein „unmoralisches Angebot“ aus Bönen erhalten. „Es ist nicht die feine englische Art“, so Hampel, „aber Reisende soll man nicht aufhalten.“

Auch Vereinschef Imdat Acar bestätigte den Wechsel, hob aber lieber die sportlichen Verdienste des offensiv wie defensiv soliden Spielers hervor: „Er hat genug für den Verein gemacht. Ich bin nicht enttäuscht und wünsche ihm Alles Gute.“

Geld sei nicht ausschlaggebend gewesen

„Auf jeden Fall“, antwortete Kusakci auf die Frage, ob sein Wechsel zur IG Bönen auch einen finanziellen Aufstieg für ihn mit sich bringe. In Bönen werde viel Geld investiert. „Natürlich ist aber auch die sportliche Perspektive wichtig. Der Verein will wieder aufsteigen“, sagte Kusakci, der bei Bönen auf seinen besten Freund und Ex-LSVer Adem Cabuk trifft sowie auf den ehemaligen Lüner Samet Akyüz. Zugesagt habe er, unterschrieben sei der Vertrag noch nicht beim Tabellenführer der Bezirksliga 7, der vier Punkte Vorsprung und noch zwei Spiele weniger absolviert hat und deswegen berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga hat. Schluss sein soll hier aber noch nicht.

Drei Jahre spielte er für die Lüner. „Wenn man sich meinen Lebenslauf im Fußball anguckt, sieht man, dass ich jedes Jahr woanders gespielt habe. Beim LSV war ich drei Jahre. Das zeigt, dass ich mich wohlgefühlt habe. Jetzt brauchte ich mal einen Tapetenwechsel“, sagte Kusakci, der beim LSV Stammspieler war und auch noch ist.

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