Heftige Vorbereitung: So greift Bodybuilder Dirk Gebhard nach seiner letzten Titelchance

dzDeutsche Meisterschaft

Für den Bodybuilder Dirk Gebhard ist es die letzte Chance. Bei den Natural Bodybuilding Meisterschaften 2018 landete er auf Platz vier – und leckte Blut. Jetzt will er auf das Treppchen.

Lünen

, 09.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich bin so gut in shape“, sagt der 48-jährige Dirk Gebhard. Den Ansporn nach dem Finaleinzug im vergangenen Jahr trägt der Selmer Bodybuilder noch in sich. „Ich habe mir diese Woche extra Urlaub genommen.“ Er befindet sich aktuell hochkonzentriert in der Vorbereitung auf die Meisterschaft am kommenden Samstag, 12. Oktober, in der Siegerlandhalle in Siegen (mehr Informationen unter: www.gnbf.de). Das bedeutet für den Selmer: „Peak weak“.

Acht bis zwölf Liter Flüssigkeit am Tag

Von Montag bis Mittwoch gab es für ihn keinerlei Kohlenhydrate mehr, dafür sehr viele Proteine und acht bis zwölf Liter Flüssigkeit am Tag. In dieser Phase nimmt Gebhard absichtlich vermehrt Salz zu sich, um seinen Körper von der vielen Flüssigkeit zu befreien. Ab Donnerstag ernährt er sich dann überwiegend von Kohlenhydraten, reduziert seine Flüssigkeitsaufnahme auf etwa die Hälfte und verzichtet auf Salz. Freitagabend stellt er das Trinken dann bis zum Wettkampf fast komplett ein. Fast bedeute nicht mehr als 300 bis 400 Milliliter. „Du trickst deinen Körper aus, denn er denkt, dass er weiterhin so viel Flüssigkeit bekommt“, sagt Gebhard. Und damit scheide der Körper auch weiterhin viel Flüssigkeit aus, was wiederum die Muskeln definiere. „Der Effekt der Prallität“, sagt Gebhard und lacht dabei.

„Bodybuilding liegt im Trend, vor allem bei Frauen“

313 Athleten messen sich laut Gebhard bei der 16. Deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding. Wie der Name schon nahelegt, sind hier die Doping-Kontrollen besonders streng. „Der Zuspruch ist hoch“, sagt Gebhard. „Und zwar durch alle Altersklassen hinweg.“ 2018 nahmen knapp 250 Sportler an der Meisterschaft in Siegen teil. In der Altersklasse 40 bis 49 tritt Gebhard an – zum letzten Mal, denn im kommenden Jahr würde er in die Ü49-Klasse fallen. Am Samstag wird er gegen insgesamt neun weitere Sportler antreten. „Das heißt, dass ich auf jeden Fall bewertet werde.“ Denn bei mehr als zwölf Teilnehmern, veranstalte die Jury eine Vorauswahl.

„Die Krabbe“

In die Bewertung kommen die Muskelmasse (40 Prozent), die Symmetrie und Definition (30 Prozent) sowie das Gesamterscheinungsbild (30 Prozent). Nach den Pflichtposen sowie Vierteldrehungen, damit die Juroren sich von einzelnen Muskeln einen Eindruck machen können, folgt zuletzt die sogenannte „Most muscular“. „Da gibt es verschiedene Variationen, aber ich werde mit der Krabbe starten“, sagt Gebhard. Hierbei spannt er Arme, Schultern und Brust an und beugt sich nach vorn.

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