Hasan Kayabasi blickt auf die neue Fußball-Saison: Diesem Team gönnt er den Aufstieg

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In aktiver Position war Hasan Kayabasi zuletzt im Jahr 2018 im Lüner Fußball aktiv. Jetzt gibt er Einblicke, was er aktuell macht und wie er die Chancen der Lüner Klubs zur neuen Saison einschätzt.

05.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Am Wochenende starten die Lüner Fußballmannschaften wieder in den Meisterschaftskampf. Es geht wieder um Punkte und Tabellenplätze. Fast ein halbes Jahr liegen die letzten Pflichtspiele der abgebrochenen Saison 19/20 zurück.

Zum Saisonauftakt sprach diese Redaktion mit einem Mann, der sich im Lüner Fußball bestens auskennt: Hasan Kayabasi. In der Funktion des Sportlichen Leiters stieg er mit dem Lüner SV 2016 von der Landesliga in die Westfalenliga auf. Außerdem gewann die Mannschaft unter seiner sportlichen Führung die Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft.

Trennung von der IG Bönen

Sein letztes Amt in sportlicher Verantwortung legte Kayabasi im Mai nieder. Den Posten als sportlicher Leiter der IG Bönen hatte er im Sommer 2019 begonnen. Nach dem coronabedingten Abbruch der Saison 19/20 beschlossen beide Parteien, getrennte Wege zu gehen. Vor allem die infrastrukturelle Situation der IG störte den ihn beim Verein aus dem Kreis Unna.

Beim Lüner SV war Kayasbasi Sportlicher Leiter.

Beim Lüner SV war Kayasbasi Sportlicher Leiter. © Ophaus

Doch auch ohne eine aktive Position bei einem Fußballverein pflegt Kayabasi gute Kontakte zu vielen Spielern und Verantwortlichen. „Jeder, der mich persönlich kennt, der weiß, das ich es ohne Fußball eigentlich nicht aushalten kann“, erzählt er im Gespräch.

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So schaute er in den letzten Wochen unter anderem beim Hellweg-Kronen-Cup in Brackel vorbei. Trotz der aktuellen Lage der Pandemie freue er sich vor Ort am Sportplatz auf „das Wesentliche, auf den Fußball, auf den Wettkampf, auf die Aktionen, auf Tore“. Gerade Spieler, die unter seiner Leitung bereits gespielt haben, würden ihn zu ihren Spielen einladen, erläutert der ehemalige Sportliche Leiter des LSV.

Bereit für neue Aufgaben

Die ersten Monate der Coronapause nutzte Kayabasi, um nach den sportlichen Aufgaben der letzten Jahre etwas Ruhe zu finden. Jetzt sei er aber bereit „bei einem ambitionierten und gut geführten Verein wieder einzusteigen“, verrät er.

Es soll schon einige Anfragen gegeben haben, doch die passende Aufgabe hat sich noch nicht ergeben.

„Entweder mache ich eine Sache ganz oder gar nicht“, führt er weiter aus. Persönlich sieht sich Kayabasi am liebsten im Dortmunder oder Lüner Raum wieder in aktiver Stelle.

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Hasan Kayabasis Fachkenntnisse über die Lüner Fußballmannschaften werden im Gespräch mit Blick auf den nahen Saisonstart deutlich.

Seinem ehemaligen Verein und Lünens ranghöchster Mannschaft, dem Westfalenligateam des LSV um Trainer Christian Hampel, würde er den Aufstieg in die Oberliga gönnen. Doch zählt er auch auf, wie viele Faktoren für einen solchen Erfolg zusammen kommen müssen. Kader, Vorstand und Trainer müssen gute Arbeit leisten, das Teams müsse von Verletzungen verschont bleiben und auch das Glück, beispielsweise bei engen Schiedsrichterentscheidungen, müsse in einigen Situation auf der richtigen Seite sein.

Den Staffelwechsel des LSV hätte Kayabasi persönlich nicht präferiert, doch ist er seiner Meinung nach auch nicht entscheidend, denn er wiederholt „da gehören viele Punkte dazu zu einem Aufstieg“.

Gute Arbeit in Alstedde

Auch die Bezirksliga hat der Beisitzer im Kreissportgericht des Dortmunder Fußballkreises im Blick. Er hebt Blau-Weiß Alstedde hervor. Dem Aufsteiger assistiert Kayabasi in Person seines „Freundes“ Benedikt Kuhne gute Arbeit. Spieler wie Philipp Herder, Dominik Hennes, Mario Lindner kenne er persönlich aus gemeinsamen Zeiten und diese seien „sehr gute Spieler und sehr gute Typen“. Von einigen Testspielergebnisse der Alstedder sei er überrascht gewesen und er traue den Blau-Weißen bei ausbleibenden Verletzungen zu „oben mitzuspielen“.

Bei Westfalia Wethmar beobachtet er ebenfalls eine gute Arbeit in den letzten Jahren. Trainer Steven Koch beschreibt er als „jungen und ehrgeizigen“ Übungsleiter und sieht das Mittel für sportlichen Erfolg bei der Westfalia wie auch beim BV Brambauer weniger in den finanziellen Aufwänden in den Spieleretat und dafür mehr in der eigenen Jugendarbeit.

Dem vierten Lüner Team in der Bezirksliga prognostiziert Kayabasi eine „sehr schwere“ Saison. Die Zweitvertretung des Lüner SV würde der neu formierte Kader und die geringen finanziellen Mittel im Vergleich zur Konkurrenz Probleme in der Saison bereiten. Inwieweit eine Unterstützung aus der Westfalenligamannschaft das Abschneiden des Teams von Manuel Lorenz beeinflussen kann, würde sich im Saisonverlauf zeigen, vermutet der Ex-Lüner.

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In der Kreisliga A sieht Kayabasi die SG Gahmen als Favoriten auf den Aufstieg. Er nennt die Neuzugänge, den Kader sowie die guten Leistungen zum Abschluss der abgebrochenen letzten Saison als Aspekte für Gahmen. „Die haben viel investiert. Aber viel investieren heißt nicht immer, das man auch aufsteigt. Da gehören aus meiner Sicht und aus meiner Erfahrung auch andere Dinge dazu“, schließt Kayabasi ab.

Inwiefern die Einschätzungen über die Lüner Mannschaften eintreffen werden oder nicht, wird sich ab Sonntag auf den Lüner Sportplätzen und in der Umgebung zeigen. Das ein oder anderen Spiel wird mit Sicherheit auch Hasan Kayabasi vom Spielfeldrand beobachten.

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