Hallenstadtmeisterschaften in Lünen fallen 2020 aus: „Katastrophal“

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Die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften der Senioren und Junioren fallen in diesem Jahr aus. Die Reaktionen auf die Absage durch den Stadtsportverband sind ziemlich eindeutig.

Lünen

, 19.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften fallen der Corona-Pandemie zum Opfer. Der Stadtsportverband Lünen (SSV) hat das Turnier der Senioren Ende 2020 als auch die Titelkämpfe rund um den Jahreswechsel abgesagt. Wir haben Reaktionen der Lüner Fußballszene gesammelt.

Endgültig und frühzeitig traf der SSV seine Entscheidung und präsentierte sie anschließend den Vereinen. Die Unvorhersehbarkeit der Pandemie-Lage und eine unsichere sowie deutlich umfangreichere Organisation des Events sorgten für die Entscheidung, wie Sascha Holz vom SSV erklärte.

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Die Rundsporthalle öffnet ihre Pforten also nicht. In der fast 50-jährigen Geschichte des Wettbewerbs passiert das zum erst zweiten Mal. Nur 2010, als große Schneemassen die Dächer der Lüner Sporthalle bedeckten und Einsturzgefahr herrschte, fielen die Stadtmeisterschaften ebenfalls aus.

Große Zustimmung für Entscheidung des Stadtsportverbands Lünen

Die Entscheidung des SSV erntet bei großen Teilen der Lüner Fußballszene Zustimmung. „Ich bedauere es sehr, aber finde es genau richtig, wie man gehandelt hat. Die Gesundheit der Spieler geht natürlich vor“, sagt etwa Justin Brunnert, der im Winter eigentlich als Trainer mit den E1-Junioren von BW Alstedde an den Start hätte gehen sollen.

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Auf die Berichterstattung der Ruhr Nachrichten reagierten weitere Anhänger des Hallenfußballs in den Sozialen Netzwerken. „Genau richtig“, schreibt ein Instagram-User zur Absage. „Vernünftig, damit wir den Sport langfristig behalten können“, kommentiert ein anderer.

Nichtsdestotrotz ist die Enttäuschung bei einigen Lünern natürlich groß. „Katastrophal“, schreibt etwa Jan Niggemann, Fußballer des BV Brambauer II, zur Absage der Titelkämpfe. Ein anderer User bei Instagram meint: „Zu früh entschieden. Schade.“

Daniel Nowak hat volles Verständnis für die Absage - wünscht sich aber auch positive Effekte der langen Pause der Hallenstadtmeisterschaften.

Daniel Nowak hat volles Verständnis für die Absage - wünscht sich aber auch positive Effekte der langen Pause der Hallenstadtmeisterschaften. © Günther Goldstein (A)

Um die Gesundheit der Sportler und Zuschauer zu schützen, sei mit der Absage „die einzig richtige Entscheidung getroffen“ worden, findet Daniel Nowak. Nowak ist Jugendtrainer beim TuS Westfalia Wethmar.

Der 30-Jährige findet: „Zudem kann man es keinem Verein zumuten, in eine Planung für ein Event zu gehen, von dem man nicht weiß, ob es am Ende wirklich stattfindet.“

Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Stadtmeisterschaften vor vielen Zuschauern gerade für viele Kinder und Jugendliche das fußballerische Highlight des Jahres seien.

Daniel Nowak wünscht sich weitere Veränderungen

Nowak richtet den Blick stattdessen in die Zukunft. Bekanntermaßen hat die Strahlkraft der Hallenstadtmeisterschaften in Lünen in den vergangenen Jahren abgenommen. Zumindest bei den Senioren war die vergangene Auflage wieder ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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Der Wethmarer wünscht sich, dass der SSV die lange Zeit bis zur nächsten Austragung nutzt, um auch bei den Junioren über Änderungen nachzudenken. Er spricht zu große Leistungsunterschiede an. „Nun hat man auch die Möglichkeit, sich Gedanken zu machen, wie man dieses Event nicht nur im Senioren-, sondern auch im Jugendbereich wieder interessanter gestalten kann“, kommentierte Nowak.

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