Große Übersicht: So sieht die Zukunft der Lüner Fußballer in Regionalliga und 3. Liga aus

Fußball

Zwischen dem Traum von der 3. Liga bis zum freiwilligen Verzicht auf die Regionalliga: So sehen die Planungen bei den klassenhöchsten Fußballern aus Lünen oder mit Lüner Vergangenheit aus

von Bernd Janning

Lünen

, 19.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 4 min
Wie ist es um die Zukunft von Philipp Hanke (l.) und den anderen Lüner Fußballern in der 3. Liga und Regionalliga bestellt?

Wie ist es um die Zukunft von Philipp Hanke (l.) und den anderen Lüner Fußballern in der 3. Liga und Regionalliga bestellt? © Günther Goldstein

In Lünen wird nur bis zur Westfalenliga Fußball gespielt. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Lüner oder Fußballer mit Lüner Vergangenheit gibt, die nicht höherklassig aktiv sind. Wir zeigen, wie es um die Zukunft von neun Fußballspielern und -Trainern bestellt ist.

Felix Backszat

Mit 30 Jahren sucht der Altlüner Felix Backszat noch einmal eine neue Herausforderung - wenn möglich in der 3. Liga. „Ja, ich führe Gespräche. Aber entschieden ist noch nichts“, bestätigte er.

In der der Regionalliga, macht er nach nur einer Saison beim Topteam SV Rödinghausen Schluss. Dort war der Mittelfeldmann mit sieben Toren und sieben Vorlagen in 26 von 27 möglichen Spielen sehr erfolgreich.

In seiner Jugend spielte Backszat für den TuS Westfalia Wethmar, BW Alstedde und die Hammer Spielvereinigung. 2008 kam er in die Senioren des BV Brambauer. 2010 kehrte der 1,85 Meter große Backszat nach Hamm zurück. Weitere Stationen waren Rot-Weiß Ahlen (ab 2013) und ab 2016 Regionalligist Viktoria Köln.

Philipp Hanke

Philipp Hanke verlängerte seinen Vertrag beim Regionalligisten Süd-West TSV Steinbach Haiger auf ein zweites Jahr. Der Mann für die rechte Seite, ob Abwehr oder Mittelfeld, lernte das Fußballspielen beim BV Brambauer. 2014 wechselte der heute 27-Jährige in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Von dort ging es 2019 zum TSV.

Dort bestritt der 1,71 Meter große Kicker zehn von 22 möglichen Spielen und verpasste mit seinem Team als Dritter mit 48 Punkten hinter dem SV 07 Elversberg und dem 1. FC Saarbrücken nur knapp den Aufstieg in die 3. Liga.

Tim Hermes

Die Fußballschuhe eher an den Nagel hängen will dagegen Tim Hermes. Der Altlüner begann in der Jugend des TuS Westfalia Wethmar seine Laufbahn, setzte diese beim Nachwuchs von Borussia Dortmund fort. Bei den Borussen spielte er in der U17, U19 und der Reserve.

Seine Laufbahn im Profi-Fußball hat Tim Hermes (l.) kürzlich beendet.

Seine Laufbahn im Profi-Fußball hat Tim Hermes (l.) kürzlich beendet. © imago/Thomas Bielefeld

2011 wechselte Hermes zweite Mannschaft von Alemannia Aachen. Weiter ging es beim SC Wiedenbrück. Es folgten für den Mann für die linke Seite zwei Jahre beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen. Die letzten fünf Serien lief er für den klassengleichen SC Rot-Weiß Oberhausen auf.

Nach einer Schambeinverletzung musste er aktuell acht Monate pausieren, meldete sich dann aber in drei Einsätzen eindrucksvoll und mit einem Tor zurück. Vor einigen Tagen verkündete er sein Karriereende im Profi-Fußball. Wahrscheinlich läuft er künftig als Spielertrainer für BW Alstedde in der Bezirksliga auf.

David Hüsing

Dem Abstieg aus der Regionalliga West in die Oberliga folgte der sofortige Wiederaufstieg. Mit am Erfolg des SC Wiedenbrück beteiligt war der Lüner David Hüsing. In der abgebrochenen Saison bestritt der Rechtsverteidiger alle möglichen 20 Spiele und schoss ein Tor.

Seit 2015 ist Hüsing für die Ostwestfalen aktiv. Zuvor spielte er für die U17 und U19 von Borussia Dortmund in der Nachwuchsbundesliga.

„Wir mussten nach dem Abstieg ja etwas wiedergutmachen“, so Hüsing, der jetzt seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte und im Januar 2021 seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement in Hamm abgeschlossen haben will.

Jeffrey Malcherek

Beim Lüner SV stand er zwischen 2017 und 2019 als Innenverteidiger seinen Mann. Dann zog es Jeffrey Malcherek zum Oberligisten Westfalia Rhynern. Dort sicherte sich der 23-Jährige einen Stammplatz.

Malcherek wechselt zur neuen Saison zum Duisburger Regionalligisten VfB Homberg. Beim Hammer Vorortclub Rhynern, für den er alle 16 möglichen Spiele bestritt, hinterlässt er nun eine Lücke.

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Hintergrund des Wechsels zu einem Team, dass als Drittletzter zu einem der fünf möglichen Absteiger aus der Regionalliga gehörte - wegen des Saisonabbruchs gibt es solche nun aber nicht - ist der Umzug auch wegen des Studiums nach Bochum.

Malcherek spielte vor seiner LSV-Zeit für den ASC 09 Dortmund, Mengede 08/20, die U19 von RW Oberhausen und RW Ahlen sowie die U17 von Ahlen und Eintracht Dortmund.

David Solga

David Solga war für den BV Brambauer und zweimal für den Lüner SV, davon einmal in der Oberliga, aktiv. Anschließend ging es zu Borussia Dortmund II.

Mit dem Regionalligisten Wacker Burghausen qualifizierte er sich für die damals neue eingleisige 3. Liga. Bei Dynamo Dresden lief Solga von 2009 bis 2013 in der 2. und 3. Liga auf, ab 2013 wieder für den BVB II. Seit 2017 ist er Co-Trainer dieses Teams. Das dürfte auch so bleiben.

Vincent-Louis Stenzel

Mit Vincent-Louis Stenzel läuft ein zweiter Lüner für den Regionalligisten Oberhausen auf. Der 23-jährige Rechtsaußen, der auch Mittelstürmer spielen und über die linke Seite angreifen kann, verlängerte bei den Kleeblättern seinen Vertrag auf ein zweites Jahr.

Der Fußballer, der aus Horstmar stammt, spielte ab der U9 bei Borussia Dortmund. Mit 14 Jahren kickte er dort schon in der U17, weiter ging es in Hoffenheim und Mainz in den beiden höchsten Jugendaltersklassen. Achtmal wurde er während der U15 bis U17 in die Nationalmannschaft berufen. Als Senior lief er für den Südwest-Regionalligisten Freiburg II, die Drittligisten Hallescher FC und Carl-Zeiss Jena und den West-Regionalligisten Bonner SC auf.

Marc Woller

Co-Trainer des SV Lippstadt ist der frühere LSV-Spieler Marc Woller. Der 51-Jährige war zu Beginn dieser Saison für zweieinhalb Monate auch Trainer des Lüner SV. Als er seine Ziele dort nicht verwirklichen konnte, wechselte er nach Lippstadt, wo Woller, wie er bestätigte, auch in der Saison 2020/21 auf der Trainerbank sitzen wird.

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Johannes Zottl

Als Bayer in Westfalen eine neue Heimat gefunden hat inzwischen der Stürmer Johannes Zottl. Der 26-Jährige unterstrich bis Ende des letzten Jahres für den ersten Teil der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison beim Westfalenligisten Lüner SV mit 15 Treffern in 13 Spielen seine Torjägerqualitäten.

Seit dem 1. Januar 2020 ist er für den Regionalligisten SV Lippstadt aktiv. Dort lief er in drei von fünf möglichen Spielen auf, traf einmal.

Zottl, Freund des Ex-BVB-Profis Julian Weigl, heute Benfica Lissabon, wuchs mit Weigl in Rosenheim auf, kam 2018 zum Westfalenligisten FC Iserlohn und dann zum LSV.

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