Gleich drei Spieler des SV Preußen Lünen verletzen sich schwer und drohen monatelang auszufallen

dzFußball

Verletzungen passieren im Fußball. Eine echte Pechsträhne hat der SV Preußen Lünen aber am Sonntag erwischt. Gleich drei Spieler verletzten sich schwer. Vor allem auf einer Position wird es eng.

Lünen

, 23.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein gebrauchter Sonntag für die Horstmarer: Gleich drei Spieler verletzten sich im Kreisliga-Spiel von Preußen Lünen gegen SV Körne. Auf mindestens zwei wird Trainer Stefan Urban wochen-, wenn nicht sogar monatelang verzichten müssen.

Schon in der Vorbereitung lief es nicht rund für die Horstmarer auf der Torhüter-Position. Denn eigentlich wollte Urban hier in den Tests immer durchwechseln, um allen eine Chance und Spielpraxis zu geben. „Wir hatten keine klare Nummer eins, weil alle gleichstark sind“, so Urban. Letztendlich stand aber zumeist Marcel Möller im Kasten des A-Ligisten, weil Marceau Adamsky und Sascha Südmeyer verletzt waren.

Marceau Adamsky (unten, 3.v.r.) fällt mit einem Nasenbeinbruch aus.

Marceau Adamsky (unten, 3.v.r.) fällt mit einem Nasenbeinbruch aus. © Goldstein (A)

Auch beim Spiel der Preußen in der Vorwoche gegen den SC Husen-Kurl stand Möller zuerst im Kasten, musste dann aber wegen Schwindel ausgewechselt werden. Für ihn kam Adamsky. Zum Dank für seine starke Leistung sollte dieser gegen Körne wieder den Kasten hüten.

Auch Ersatzkeeper verletzt

In der 68. Minute war die Partie für Adamsky vorbei. Bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler und dem eigenen Verteidiger brach sich der 19-Jährige das Nasenbein. „Er war Montag beim Arzt und muss auf jeden Fall vier bis sechs Wochen pausieren“, kündigte Urban an. Immerhin müsse Adamsky nicht operiert werden, weil es ein glatter Bruch ist.

Für Adamsky kam Südmeyer. Und auch für den steht noch in dieser Woche ein Arztbesuch an. „Er hat sich am Knie verletzt und geht im Laufe der Woche zum Arzt“, kündigte Urban schon mal an. Was genau es ist, kann er noch nicht sagen, „aber er konnte das Bein nicht richtig knicken. Da wird er auch nicht in zwei bis drei Tagen wieder freudig rumhüpfen.“

Vom Luxusproblem zum Personalproblem

Für die Preußen ist das Luxusproblem nun zu einem Personalproblem geworden. Zwar ist Möller nämlich wieder fit, aber er ist damit von drei Keepern der einzige. Das weiß auch Urban: „Ich werde mit meinem Co-Trainer beim Training mal sprechen, wen wir da auf die Bank setzen.“ Auch eine weitere Verpflichtung schließt der Coach der Horstmarer daher nicht aus.

Denn zwar hat auch die zweite Mannschaft drei Keeper, davon sei aber einer ebenfalls verletzt und ein anderer stünde nur sonntags zur Verfügung, da er unter der Woche arbeiten muss. „Bei Heimspielen würde das irgendwie gehen, aber jetzt Sonntag wird es schon schwierig“, so Urban. Zuhause spielt die zweite Mannschaft vor der ersten, da könnte sich ein Keeper im Anschluss auf die Bank setzen.

Auch Kevin Gomulka (r.) wird monatelang fehlen.

Auch Kevin Gomulka (r.) wird monatelang fehlen. © Jürgen Weitzel (A)

Am Montag kam dann noch eine Hiobsbotschaft für die Preußen rein: Im Zweikampf hat sich Kevin Gomulka das Sprunggelenk gebrochen, musste in der 82. Minute raus. „Das ist zwar relativ glatt gebrochen, aber das muss operiert werden“, erklärt Urban. Das würde aber erst nach dem MRT-Termin passieren, da erst noch zu klären ist, ob die Bänder im Fußgelenk in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Fest steht aber, dass er uns monatelang fehlen wird.“

Urban war auf jeden Fall bedient: „Das war echt ein gebrauchter Tag.“

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