Fitness in Corona-Zeiten: Experte erklärt, was wichtig ist und empfohlen wird

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Gesund und sportlich bleiben in Corona-Zeiten. Nicht immer ein leichtes Unterfangen. Wie es geht, erklärt Fitness-Experte Ricardo Seifried. Er betreibt das Sportcenter Brambauer und gibt Einblicke.

Lünen, Brambauer

, 02.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Einzug der Corona-Pandemie hat für sehr viele Menschen Veränderungen in ihrem Alltag hervorgebracht. Das Homeoffice ist dabei ein ganz normaler Faktor geworden.

Laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien arbeitet infolge der Corona-Pandemie jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice. Dies ergab eine repräsentative Umfrage Mitte März. Mittlerweile dürfte das wieder etwas anders aussehen, aber das Homeoffice ist bei vielen ein normaler Bestandteil des Alltags geworden.

„Viel bewegen“

Eine der möglichen Folgen der dauerhaften Arbeit von zu Hause: Wir bewegen uns weniger. Dabei ist vor allem dies der wichtigste Faktor, um fit und gesund zu bleiben.

„Sport machen. Einfach Sport treiben, es hilft so viel, sich einfach etwas zu bewegen“, erklärt Ricardo Seifried, ausgebildeter Fitnesskaufmann und Betreiber des Sportcenter Brambauer. Der 22-Jährige ist selbst Sportler, spielt Fußball in Dortmund und spricht klare Empfehlungen aus: „Man soll sich im Alltag viel bewegen. 10.000 Schritte sind machbar, die sollte man auf jeden Fall machen.“

Diese können beispielsweise über ein Fitness-Armband oder viele Smartphones gemessen werden.

Für Seifried selbst macht vor allem der richtige Mix aus Kardio- und Krafttraining am meisten aus, den er aber auch weiterempfiehlt. „Die Mischung ist das Beste. Kardiotraining tut sehr viel für den Herzmuskel, Krafttraining für den Muskelaufbau“, erklärt er. Ausgewogenheit sei laut ihm dabei sehr wichtig.

Tag der offenen Tür im Sportcenter Brambauer

Seit knapp einem Jahr betreibt Ricardo Seifried mit seinem Vater das Sportcenter Brambauer. Dort findet kommenden Samstag von 11 bis 19 Uhr für Interessierte ein Tag der offenen Tür statt. Infos dazu gibt es unter: www.sportcenter-brambauer.de.

Dabei legt er vor allem Wert auf die richtige Einweisung. Jedes Mitglied des Sportcenter Brambauer erhält einen Trainingsplan und kann persönlich von den Trainern alle Übungen erklärt bekommen.

Etwas, was bei vielen Fitness-Discountern-Ketten nicht der Fall sei und Seifried kritisiert: „Dort ist es oft eher Masse statt Qualität. Viele führen die Übungen nicht richtig aus und kriegen diese auch nicht erklärt.“

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Seifried selbst hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Sportcenter in Brambauer schon etwas zu spüren bekommen. „Es ist etwas angeschlagen bei uns, aber es geht langsam wieder voran. Die Leute trauen sich wieder, es kehrt langsam Normalität ein“, sagt er.

Es läuft noch nicht alles perfekt

Im Eingangsbereich und auf den Wegen des Sportcenters gilt die Maskenpflicht, da dort Abstände nicht eingehalten werden können, in den Sporthallen sieht das anders aus, da dort mehr Platz ist. Am Dienstagmittag zum Pressetermin halten sich die anwesenden Mitglieder daran, die Corona-Maßnahmen werden hier wohl ernst genommen.

Dennoch läuft noch nicht alles perfekt für den jungen Fitnessstudio-Betreiber, der gemeinsam mit seinem Vater auch ein Fitnessstudio in Dortmund führt. Das Sportcenter in Brambauer hatte einen ziemlich schlechten Ruf gehabt, so Seifried. Er arbeite daran, dass sich das jetzt ändert.

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