Ex-Lüner mischen Liga auf, in der besonders viele Spiele wegen des Coronavirus ausfallen

dzFußball

Während die Lüner Fußballer noch zum Zuschauen verdammt sind, mischen einige Ex-Lüner eine Liga auf. Dort fallen allerdings besonders viele Spiele wegen des Coronavirus aus.

Lünen

, 26.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgrund des Spielverbots des Kreises Unna blieb es den Lüner Fußballteams bis zuletzt verwehrt, auf dem Platz für Furore zu sorgen. Das übernahmen einige ehemalige Lüner, die in ihrer Liga auf zahlreiche weitere Kicker treffen, die schon in der Lippestadt aktiv waren.

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Durch die vermehrten Aufstiege im Zuge der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/2020 wurde die Bezirksliga 8 auseinandergerissen. Jahrelang standen sich dort vor allem Dortmunder und Lüner Mannschaften gegenüber.

Im Sommer entschied sich der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) allerdings dazu, die bisherige Zusammensetzung zu verändern. Die Lüner spielen nun mit Teams aus Schwerte, Unna und Dortmund weiter in der Bezirksliga 8.

Die übrigen, sich in der Überzahl befindenden, Dortmunder Teams spielen nun in der Bezirksliga 9 - mit und gegen viele ehemalige Lüner Fußballer.

FC Nordkirchen will endlich den Aufstieg schaffen

Für besondere Furore sorgt dort der FC Nordkirchen. Seit Jahren versucht der FCN schon, in die Landesliga aufzusteigen. Vor zwei Jahren scheiterten die Weiß-Schwarzen am übermächtigen TuS Bövinghausen, zuletzt an der Bezirksliga 11.

Mit 19 Punkten nach acht Spielen führt der FCN die Tabelle an. Mit dem langjährigen Trainer des Lüner SV, Mario Plechaty, spielt ein bekanntes Gesicht aus Lünen am Schloss eine der Hauptrollen.

Mit Plechatys Sohn Nico, Lars Rustige und Torhüter Philipp Sandhowe sind zudem drei weitere Akteure in Nordkirchen aktiv, die in Lünen schon für den derzeit klassenhöchsten Verein gespielt haben. Auch der ehemalige Wethmaraner Dominik Dupe spielt in der kleinen Gemeinde. Am Sonntag verlor Nordkirchen erstmals. 0:3 hieß es überraschend bei DJK BW Huckarde.

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Die Tabelle der Bezirksliga 9 ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. In den vergangenen Wochen fielen auffällig viele Spiele im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus.

Alleine am 18. Oktober pausierten sechs Mannschaften wegen Corona-Fällen bei Mengede 08/20 und beim TuS Stockum. Vergangenen Sonntag fielen sogar vier Partien aus. Die vom FLVW präsentierte Durchführungsquote von 98,2 Prozent erreicht diese Liga nicht.

Marcel Ramsey ist nun Kapitän des FC Roj.

Marcel Ramsey ist nun Kapitän des FC Roj.

Erster Verfolger des FCN ist derzeit der FC Roj, der jahrelang auf die Lüner Teams traf. Der wohl prominenteste Spieler des Norddortmunder Klub ist Marcel Ramsey. Im Dortmunder Amateurfußball bestens bekannt, spielte der Allrounder auch anderthalb Jahre für den Lüner SV - ehe sich beide Parteien einvernehmlich trennten.

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Der 30-Jährige, der eigentlich eher im höherklassigen Amateurfußball zuhause ist, steuerte bislang zwei Tore zum guten Start des FCR bei. Am Sonntag war Roj von einem Spielausfall betroffen, in der Woche davor führte Ramsey die Dortmunder sogar als Kapitän aufs Feld.

VfL Kemminghausen mit vielen Ex-Lünern

Gegner war da der VfL Kemminghausen. Der ehemalige Landesligist, dessen Kader sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat, hat reichlich Lüner Erfahrung in seinen Reihen.

Das Tor des VfL hütet Mike Piepenburg, der 2019 einige Monate bei BW Alstedde aktiv war. Weiter vorne stellte Kemminghausens Trainer Tuna Kayabasi - ebenfalls kurzzeitig bei Alstedde - Burhan Akgül auf.

Sabin Basic (M.) spielte einst für den Lüner SV.

Sabin Basic (M.) spielte einst für den Lüner SV. © Foto: Goldstein

Der routinierte Offensivspieler trug in Lünen schon das Trikot des BV Brambauer und gleich mehrfach das des Lüner SV. Gerade für den LSV fiel er immer wieder als Torjäger auf. Ebenfalls einst beim LSV und nun in Kemminghausen: Sadin und Sabin Basic. Ersterer traf in der Saison bereits fünf Mal.

Daniel Berger spielt nun für den SuS Olfen

Sowohl in Lünen, Nordkirchen, Roj und Kemminghausen dürfte man Daniel Berger gut kennen. Mit dem BV Brambauer stand er Roj und Kemminghausen gegenüber - sein linker Fuß bereitete von 2017 bis 2019 so manchem Bezirksliga-8-Kontrahenten schlaflose Nächte.

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Es folgte der Wechsel zum FCN, den Berger nach der abgebrochenen Saison wieder verließ. Nun ist der Mittelfeldspieler für den SuS Olfen aktiv, der gemeinsam mit Nordkichen von der Bezirksliga 11 in die Staffel 9 umgruppiert wurde. Bislang hat sich der erneute Wechsel nicht gelohnt: Berger hat zwar schon zwei Mal getroffen, Olfen belegt aber den vorletzten Rang.

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