Ex-Kapitän Lukas Ziegelmeir kritisiert Lüner SV: „Macht für mich überhaupt keinen Sinn“

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Nach einer langwierigen Verletzung versucht der ehemalige Lüner nun beim FC Brünninghausen wieder seine alte Form zu finden. Beim Blick auf den LSV stößt ihm aber eine Sache besonders auf.

von Nico Ebmeier

20.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Jahre lang spielte Lukas Ziegelmeir Fußball beim Westfalenligisten Lüner SV. Vier Jahre lang wuchs er zum Führungsspieler heran. Mit 27 Jahren zieht es ihn nun zum FC Brünninghausen, wo er nach einer langen Schambeinverletzung wieder richtig Fuß fassen möchte.

„Es freut mich einfach extrem, jetzt endlich wieder auf dem Platz stehen zu können. Es war eine wirklich bittere Zeit“, erzählt Lukas Ziegelmeir. Der mittlerweile 27-Jährige war in den letzten zwei Spielzeiten insgesamt anderthalb Jahre verletzt und trennte sich danach einvernehmlich vom DSC Wanne-Eickel. Zur neuen Saison ist Ziegelmeir nun endlich wieder fit und möchte in der gleichen Liga - nun bloß eben in Brünninghausen - richtig angreifen.

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„Ich bin super in Form. Mein Körper hat die harte Vorbereitung überstanden. Alles ist gut“, sagt Mittelfeldspieler, der zunächst von 2012 bis 2014 beim BV Brambauer und dann bis 2018 beim Lüner SV kickte. Besonders beim LSV wuchs der Neu-Brünninghauser zu einem echten Leistungsträger heran und war zwischenzeitlich sogar Kapitän. Gerade deshalb würde er sich über ein Wiedersehen mit seiner alten Liebe besonders freuen, doch durch den Staffelwechsel in die Westfalenliga 1 wird es dazu erstmal nicht kommen.

Lukas Ziegelmeir kritisiert Lüner SV

„Das war ein Schritt, den ich absolut nicht verstehe. Dieser Staffelwechsel macht für mich überhaupt keinen Sinn. Sie wollen unbedingt bei den Hallenstadtmeisterschaften in Dortmund mitspielen, spalten sich dann aber einfach so ab“, kritisiert Ziegelmeir deutlich. „Lünen hofft, dass der Oberliga-Aufstieg in der Staffel 1 vielleicht etwas einfacher ist, aber das kann man so pauschal nie sagen. Ich habe gehört, dass dort mit Preußen Espelkamp eine richtig gute Mannschaft mit Regionalligaspielern ist. Die musst du dann auch erstmal hinter dir lassen. Die Verantwortlichen werden ihre Gründe für die Entscheidung haben, aber im ersten Moment verstehe ich das einfach nicht.“

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Generell kommt der LSV in seiner Entwicklung der letzten Jahre nicht unbedingt gut weg. „Es ist natürlich immer schwierig, so etwas von außen zu bewerten. Wenn ich aber von vornherein den Aufstieg als klares Ziel ausspreche und dann um den Nichtabstieg kämpfen muss, läuft irgendwas schief.“

Mit seiner neuen Mannschaft dürfte sich der 27-Jährige auch zunächst erstmal von der Abstiegszone fernhalten. Zumindest vier Siege in vier Testspielen machen schon einmal ordentlich Eindruck. „Das darf man aber auch nicht überbewerten. Bisher spielten alle Gegner in tieferen Ligen als wir. In den nächsten Wochen testen wir noch gegen ein paar Westfalen- und Oberligisten und dann können wir weiterschauen“, mahnt der Ex-Lüner.

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Generell steht der FCB vor einer besonderen Saison. „Wir haben einige junge Neuzugänge und man weiß nie, wie alles funktionieren wird. Das erste Ziel ist das gesicherte Mittelfeld und dann kann man gucken, wie es wird“, so Ziegelmeir.

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