„Es hat mehrmals bitterböse geknackt“: Das ist die erste Diagnose von Jörg Lemke

dzBV Brambauer

Aus einer typischen Situation für einen Torwart wird eine lange Ausfallzeit: Jörg Lemke hat sich am Sonntag schwer verletzt. Das Knacken seines Knöchels hörten sogar seine Mitspieler.

Brambauer

, 29.10.2019, 11:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es war eine für mich ganz normale Situation. Ich habe auf die Hereingabe gewartet und als ich erkannt habe, dass ich den Ball fürs Erste klären kann, bin ich raus geeilt und habe ihn im Sprung wegfausten können.“ Jörg Lemke beschreibt eine alltägliche Szene für einen Fußballtorwart bei einem gegnerischen Eckball. Und doch lag der Schlussmann des BV Brambauer am Sonntag nur wenige Augenblicke später schreiend vor Schmerzen am Boden.

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Auf den ersten Blick war es also keine besonders riskante Situation, in die sich Lemke begab. Doch im Gedränge sei er aus dem Gleichgewicht geraten, erinnert er sich „und dadurch mit dem vollen Gewicht über die Fußspitze und den Außenrist umgeknickt“, so der routinierte Rückhalt.

Jörg Lemke: „Die Sekunden gehen jedes Mal durch Mark und Bein“

Doch mit einem einfachen Umknicken war die Situation für Lemke nicht überstanden. „Die Sekunden der Landung gehen jedes Mal durch Mark und Bein, wenn ich daran denke“, sagt er. „Es hat bitterböse geknackt und das gleich mehrmals“, so Lemke. Sogar seine Mitspieler hörten das durchdringende Geräusch. Am Sportplatz des SSV Mühlhausen wurde es still.

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Mit dem Krankenwagen ging es für Lemke nach 15 Minuten des schmerzhaften Wartens an der Seitenlinie von Mülhausen direkt in Richtung Krankenhaus. Dort fertigte man noch am Sonntagabend ein Röntgenbild des betroffenen Knöchels an. Die erste Diagnose: ein knöcherner Ausriss der Bänder im Sprunggelenk und Bruch eines kleinen Teils des Knochens. Eine genaue Diagnose erhält Lemke allerdings erst nach einer Magnetresonanztomographie (MRT). Schon jetzt trägt er einen Spezialschuh am betroffenen linken Knöchel.

„Es hat mehrmals bitterböse geknackt“: Das ist die erste Diagnose von Jörg Lemke

Marcel Schaub rückte für Jörg Lemke zwischen die Pfosten - und wird dort wohl auch in den kommenden Wochen spielen. © Timo Janisch

Die Hinrunde in der Bezirksliga und die Hallenstadtmeisterschaften sind damit für Lemke gelaufen. Dass der BVB in Mühlhausen mit 0:3 unterlag, wirkt winzig im Vergleich zur schweren Verletzung des Leistungsträgers. Schon in Mühlhausen rückte Ersatztorwart Marcel Schaub für ihn zwischen die Pfosten. Mit Schaub, der extrem stark auf der Linie ist, aber nicht ganz so stark wie Lemke in der Strafraumbeherrschung ist, wird der BVB wohl auch in den nächsten Wochen ins Rennen gehen.

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