Eine Systemumstellung bei Westfalia Wethmar lässt den BV Brambauer komplett einbrechen

Fußball: Bezirksliga

Vom zähen Fußball der ersten Halbzeit war nach Wiederanpfiff nichts zu sehen. Erst überrumpelt der BV Brambauer Westfalia Wethmar im Derby, fällt in der Schlussphase aber auseinander.

Brambauer, Wethmar

, 17.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Eine Systemumstellung bei Westfalia Wethmar lässt den BV Brambauer komplett einbrechen

Ein Lukas kommt selten allein... Wethmars Lukas Jankort (l.) und Lukas Diekmann schenkten sich im Derby nichts. © Günther Goldstein

Bezirksliga 8
BV Brambauer – Westfalia Wethmar 2:3 (0:0)

„Wir haben 70 Minuten wirklich ein starkes Spiel gemacht, weil wir aus der Ordnung, aus der Disziplin gekommen sind“, sagte Brambauers Trainer Jascha Keller. Wer das Spiel zwischen dem BVB und den Wethmarern gesehen hat, wird Keller wohl zustimmen. Bis auf ein verpatztes Abspiel von Keeper Jens Haarseim standen die Brambaueraner wirklich sicher, ließen keine Chance zu.

Nach den weitestgehend ereignlosen ersten 45 Minuten belohnte sich der BVB mit seinen ersten echten Chancen selbst. Innenverteidiger Timo Kollakowski stocherte den Ball nach Freistoß von Daniel Berger über die Linie, sechs Minuten später erhöhte Joel Razanica auf 2:0. „Natürlich gibt das dann auch Sicherheit. Da hat alles gepasst, bis zu dem Zeitpunkt“, so Keller.

Der BVB schien jetzt auf der Siegerstraße – bog aber augenscheinlich falsch ab. Man könnte auch sagen: Westfalia Wethmar veränderte die Straßenführung. TWW-Coach Andreas Przybilla wechselte Tim Heptner ein, stellte auf ein System mit zwei Spitzen um.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – viel mehr überrollte der TuS den BV Brambauer. Nur gut fünf Minuten nach der Systemumstellung erzielte Dominik Dupke das 1:2. In den folgenden Minuten schien der BVB überfordert, Wethmar gewann von Sekunde zu Sekunde die Oberhand.

Innerhalb von einer Minute drehte der TWW das Spiel. Till Kowalski glich aus, Nico Stork erzielte das 2:3. „Ich merkte, dass Brambauer total abgebaut hat körperlich. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt: Wir brauchen hier nur ein Tor, damit wir aufdrehen“, sagte Przybilla. Dass auch er einen erheblichen Anteil am Sieg hatte, hörte er aber eher ungern: „Taktisch war es gut. Aber die Jungs haben das herausgeholt, nicht das Trainerteam.“

Mittendrin als Innenverteidiger im Brambaueraner Einbruch war der spielende Co-Trainer Dennis Köse. Eine wirkliche Erklärung für das, was zwischen der 70. und 76. Minute geschah, hatte er nicht parat: „Wir haben es versäumt, die Zweikämpfe anzunehmen und in den entscheidenden Situationen da zu sein. Ich bin sprachlos, ehrlich gesagt,“ so Köse. „Es ist bitter gelaufen“, sagte Cheftrainer Keller.

Es war der erste Sieg gegen Brambauer für Wethmar seitdem beide Mannschaften in der Bezirksliga spielen. „Das freut mich für die Leute, die das auf die Beine gestellt haben“, sagte Coach Przybilla.

BV Brambauer: Haarseim – Diekmann, Köse, Kollakowski, Klemt – Berger (57. Poczkaj), Ehrentraut – Krziwanek, Razanica, Daunhauer – Wantoch von Rekowski (73. Christal)

Westfalia Wethmar: N. Dvorak – Kaufmann, Osterholz, Jankort (55. Kowalski) – Cillien (55. Schöpf), El-Gaouzi (64. Heptner), Dupke, Stork, Jashanica – Kahlkopf – S. Dvorak

Tore: 1:0 Kollakowski (47.), 2:0 Razanica (53.), 2:1 Dupke (70.), 2:2 Kowalski (75.), 2:3 Stork (76.)

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