Ein Rückkehrer beibt dem Lüner SV erhalten

dzFußball

Erst im Winter war Talha Temur zurück zum Lüner SV gewechselt. Nun hat er sich entschieden: Er wird auch in der kommenden Saison die Heimspiele im Schwansbell spielen.

von Bernd Janning

Lünen

, 02.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Talha Temur verlängert der 13. Spieler aus dem alten Stamm des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV für die neue Saison. Beim SuS Oberaden begann er mit dem Fußball, wechselte als C-Jugendlicher zu Rot-Weiß Ahlen. Bis 2017 spielte er dort in der U19, dann in der Oberliga-Ersten, für die er ein knappes Dutzend Einsätze hatte. 2018 kam er zum Lüner SV, versuchte ein Jahr später beim Oberligisten Westfalia Rhynern sein Glück. Im Januar dieses Jahres kehrte er nach Schwansbell zurück. Wir sprachen mit dem 21-jährigen Angreifer.

Herr Temur, Sie haben von der guten Jugendarbeit des SuS Oberaden profitiert?

Ja. Mit der E-Jugend holten wir einen zweiten Platz. Ich war damals sogar Torschützenkönig. Von der sechsten bis zur achten Klasse habe ich ein Internat in Ehringhausen bei Geseke besucht. Ich konnte deshalb in der Woche nicht in Oberaden trainieren, war nur am Wochenende zu den Spielen da. Übrigens hat damals Felix Rudolf, heute mein Mitspieler beim LSV, beim SuS einen Jahrgang unter mir gespielt.

Dann ging es für Sie nach Ahlen?

Ja, dort wurde der Lüner SV auf mich aufmerksam. Beim LSV ist es im ersten Jahr sehr gut gelaufen. Ich bestritt 27 Spiele, schoss sieben Tore. Weil es so gut gelaufen war, suchte ich in der Oberliga eine neue Herausforderung. Ich wechselte zusammen mit den LSVern Jeffrey Malcherek und Yasin Acar zu Westfalia Rhynern um den Ex-Oberadener Michael Kaminski als Trainer.

Jetzt lesen

War das die richtige Entscheidung?

Mit dem Sportlichen Leiter in Rhynern, Andreas Kersting, kam ich bestens aus. Aber mir fehlte der Kontakt zum Vorstand. Es gab nicht diese Nähe wie in Lünen.

Im Winter haben Sie sich dann entschieden, den Verein zu verlassen?

Ja, ich hatte zwei Angebote, eines war sportlich vielleicht besser als das des Lüner SV. Aber ich wollte nicht mehr an einen Ort, den ich nicht kenne. Ich wollte dahin, wo man mich kennt. Ich wollte nichts Neues.

Jetzt lesen

Und beim LSV klappt es jetzt?

Ich bin ziemlich zufrieden. Die Stimmung in der Kabine ist überragend. Ich fühle mich wohl. Der Präsident, die anderen Vorstandsmitglieder, die Sportliche Leitung, alle sind immer präsent und ansprechbar. In meinem halben Jahr in Rhynern habe ich dort kaum jemanden aus dem Vorstand gesehen.

Wie sehen Sie die aktuelle Saison des LSV?

Zur Hinrunde des LSV kann ich nichts sagen, da war ich noch in Rhynern. In der Rückrunde fielen wir nicht mehr in ein Loch. Wir steigerten uns, hatten aber auch Pech. Pech auch bei einigen Schiedsrichterentscheidungen. Elfmeter wurden nicht gegeben, dafür aber Rote Karten, die nicht nachzuvollziehen waren. Aktuell macht es, wegen der Corona-Krise, keinen Sinn, weiter zu spielen. Die Saison sollte abgebrochen werden.

In Ihrer ersten Zeit beim LSV zeigten Sie viele Emotionen, auch gegenüber den Schiedsrichtern. Das scheint jetzt anders zu sein?

Ja, ich bin ruhiger geworden, auch reifer. Ich habe bisher nur eine Gelbe Karte wegen eines Fouls im Spiel gegen Iserlohn gesehen. Ich weiß, Gelb-Rote oder Rote Karten dürfen, müssen nicht sein und schaden nur der Mannschaft.


Was ist Ihr Wunsch für die Saison 2020/21?

Ich, wir alle, hoffen, dass die nächste Saison besser wird als die letzte. Wir wollen Fußball spielen, der sich sehen lassen kann, hoffen, dass dann auch mehr Zuschauer in das schöne Stadion Kampfbahn Schwansbell kommen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt