Ein neuer Coach für den Lüner SV

B-Lizenz des DFB

Fußball-Westfalenligist Lüner SV freut sich über einen möglichen neuen Coach in seinen Reihen. Denn Jeffrey Malcherek meisterte jetzt die Trainer-B-Lizenz des Deutschen Fußball-Bundes. Doch, wie ist es eigentlich dazu gekommen?

LÜNEN

11.10.2017, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein neuer Coach für den Lüner SV

Steht er künftig auch an der Seitenlinie? Jeffrey Malcherek hat seine Trainerausbildung bestanden.

Die Trainerlizenz deckt die ehemalige Junioren-Trainer-Ausbildung ab und gilt für das Coaching in der 5. Liga und darunter, für alle Frauen-Mannschaften unterhalb der 2. Liga sowie für alle Juniorinnen und Junioren unterhalb der Bundesliga.

„Wenn es klappt, vor allem mit der Zeit, möchte ich auch die DFB-Elite-Jugend-Lizenz meistern“, sagt der gerade 21 Jahre alt gewordene Kicker, der seine Fußballschuhe in der Westfalenliga für den Lüner SV schnürt. Dann könnte er auch die Junioren in der A- und B-Jugend-Bundesliga und Juniorinnen in allen Klassen trainieren. Klasse war auch Malchereks Abschluss-Note. Er bestand mit der Note zwei.

Fußballbegeisterte Familie

Die Familie Malcherek ist international. Der Vater ist Deutscher, die Mutter stammt von den Philippinen. Malcherek hat zwei jüngere Schwestern, Jade und Amyf. Rodney heißt der ältere Bruder. Fußball war für die Malchereks schon immer wichtig. Der große Bruder kickte in den jüngsten Jahrgängen mit. Der Vater überzeugte in den beiden Huckarder Vereinen als Torwart. „Hätte es damals schon durch die großen Klubs einen Fahrdienst und intensivere Betreuung geben, Papa hätte den Sprung zur Dortmunder Borussia schaffen können“, sagt Malcherek.

In Dortmund am 31. August 1996 geboren, lief Malcherek zuerst für RW Bodelschwingh auf. In der E-Jugend ging es beim TuS Deusen weiter, dann in der D und C bei Teutonia und beim VfB Waltrop. Zwei Jahre Huckarde und dann Eintracht Dortmund hießen die nächsten Klubs. „Meist habe ich mit meinen Mannschaften oben mitgespielt. Mit der U16, der B-II der Eintracht, sind wir damals in die Landesliga aufgestiegen.“

"Fühle mich wohl"

Für Malcherek ging es auf der Erfolgsleiter immer höher: U17 und U19 von RW Ahlen, U19-Regionalligist RW Oberhausen. In Mengede, damals vom heutigen LSV-Coach Mario Plechaty trainiert, begann seine Seniorenzeit. Weiter ging es für kurze Zeit beim Bayern-Regionalligisten SV Schalding-Heining bei Passau, bevor in Aplerbeck Oberligist ASC Dortmund der nächste Klub wurde. Schon vor seinem Wechsel nach Dortmund wäre er fast, wie damals der Mengeder Dennis Adamczok, zum LSV gekommen. Aber nur fast. Doch LSV-Trainer Plechaty hielt den Kontakt. So erfolgte der Wechsel etwas später, erwies sich aber als Volltreffer.

„Ich fühle mich hier richtig wohl. Das ist hier eine junge Truppe mit vielen hungrigen Spielern, die nicht so schnell zufrieden sind. Doch noch fehlt auf dem Platz die Konstanz“, sagt der nun junge Trainer. Malcherek studiert an der Ruhruniversität Bochum Sportmanagement. Die Uni und der DFB als Partner machten einen verkürzten Lehrgang mit 16 Teilnehmern möglich. Mit dazu gehörte auch der Besuch der Sportschule Kaiserau. „Wir konnten dort auch im Hotel zu Studentenpreisen übernachten.“ Wichtiger als das Hotel war das Ergebnis der Prüfung. „Ich habe mich auf jeden Fall für den DFB-Elite-Schein qualifiziert.“

Kurze Anfahrt

Beim LSV aktuell eine Mannschaft zu übernehmen, schließt er aus. „Studium, selbst spielen, da bleibt keine Zeit, etwas Weiteres vernünftig zu machen.“ Und zur Arbeit als Jugend-Coach hat er seine eigene Philosophie: „Jedes Jahr so gut ausbilden, wie es geht. Nicht alles nach Erfolgen ausrichten.“

Heute lebt Malcherek mit seiner Familie in Bork. „Da habe ich nur zehn Minuten Fahrzeit bis zum LSV“, sagt er. Und wie endet für ihn und sein Team die Saison? „Wir werden nicht absteigen. Ich glaube an einen einstelligen Tabellenplatz.“

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