Ein Comeback ist für Ralf Lange unwahrscheinlich

dzWas macht eigentlich...?

Er zählt zu den erfolgreichsten Handballern der Stadt, hat in seiner sportlichen Karriere viel erlebt und war auch als Trainer erfolgreich. Heute ist Ralf Lange nicht mehr aktiv.

Lünen

, 22.03.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In unserer Serie „was-macht-eigentlich…?“ berichten wir dieses Mal über eines der bekanntesten Lüner Handball-Gesichter: Ralf Lange (49). Lange war bis 2011 Trainer des damaligen Handball-Landesligisten Lüner SV, hörte dann aber auf. Seitdem hat er keine Mannschaft mehr gecoacht, obwohl er regelmäßig Anfragen erhält.

„Ich habe einfach keine Zeit mehr dafür. Ich bin seit einiger Zeit selbstständig und habe gemerkt, dass es einfach nicht passt wenn man bis abends arbeitet“, begründet er. Ralf Lange ist selbstständiger Handwerksmeister und demnach viel unterwegs. Sein Leben lang widmete er sich dem Handball, begann selbst mit sechs Jahren zu spielen. Der Handball begleitete ihn permanent. Ob er den Sport aktuell vermisst? Fehlanzeige. „Überraschenderweise fehlt mir der Handball überhaupt nicht. Ich kann so einfach mal ein Wochenende wegfahren oder in den Urlaub fahren, ohne genau zu gucken, ob das mit den Trainings- und Spieleinheiten passt. Ich habe früher immer in Saisons gedacht. Jetzt brauche ich das nicht mehr.“

Comeback ist unwahrscheinlich

Ein Comeback als Trainer schließt er zwar nicht aus, dennoch ist es wohl eher unwahrscheinlich. „Man soll niemals nie sagen. Aber die Gründe werden sich auch in einigen Jahren nicht ändern.“

Seit 2010 ist er selbstständig, hat beim LSV 2011 das Amt als Trainer aus diesem Grund niedergelegt. Der B-Lizenz-Inhaber war einige Jahre beim Lüner SV als Trainer tätig, war von 2009 bis 2011 aber auch als Jugendkoordinator beim ASV Hamm aktiv. Damals spielte Hamm in der höchsten Liga in der A-Jugend. „Das hat wirklich Spaß gemacht. Zu sehen, wie die Jungs sich weiterentwickeln“, berichtet er. Lange war aber auch lange Zeit als Coach der Kreisauswahl tätig. Vor seiner Zeit beim ASV Hamm war er bereits schon einmal Trainer bei den Rot-Weißen. Im Jahr 2000 absolvierte er sein letztes Spiel, wurde dann Coach der Zweiten und danach direkt der Ersten.

Laufbahn begann beim Lüner SV

Mit sechs Jahren begann er seine Laufbahn als Handballer beim LSV, wechselte zum zweiten B-Jugendjahr zum damaligen OSC Thier Dortmund, wo er seine größten Erfolge feierte: Er wurde 1986 Deutscher Meister mit der B-Jugend, 1987 Deutscher Vizemeister bei den A-Junioren und 1988 dann Deutscher Meister mit den A-Junioren. „Das war schon eine einmalige Zeit, die man nie vergessen wird“, sagt Lange. Heute hat er noch ein Foto von der damaligen Meister-Mannschaft in seinem Büro hängen.

Sein erstes Seniorenjahr verbrachte Lange beim VfL Kamen, verletzte sich dort aber in seinem ersten Seniorenspiel schwer – Kreuzbandriss. Danach wurde ihm nahegelegt, mit dem Leistungssport aufzuhören. Nach einer Pause kehrte er dann zu seiner alten Werkstätte LSV zurück. Im Jahr 2000 hörte er aber mit dem Handballspielen auf, wechselte auf die Trainerbank. Lange blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück, wo auch viele Freundschaften entstanden sind. Auch wenn er derzeit in der Handballszene nicht mehr aktiv unterwegs ist, so verfolgt er doch mit großem Interesse die Spiele seiner ehemaligen Vereine. Er besucht oft Handballspiele des Zweitligisten ASV Hamm und ist stets über den LSV informiert.

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