Ehemaliger Leistungsträger des Lüner SV spielt künftig in der Regionalliga West

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Nur ein Jahr nach seinem Abgang vom Lüner SV spielt der Ex-Leistungsträger in der Regionalliga. Wir haben mit ihm gesprochen und die Frage gestellt, ob man in der vierten Liga schon Profi ist.

Lünen

, 24.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Jahre trug er das Trikot des Lüner SV, stand in 49 Westfalenliga-Partien auf dem Rasen. Dann wagte er den Schritt in die Oberliga. Eine vollkommen richtige Entscheidung für die Ex-Stütze des LSV, der ab der kommenden Spielzeit in der Regionalliga West seine Schuhe schnürt.

Die Rede ist von Jeffrey Malcherek (23). Nach einem Jahr bei Westfalia Rhynern in der Oberliga West verhindert der Innenverteidiger nach der Corona-Pause für den Duisburger Regionalligisten VfB Homberg Gegentreffer. Wir haben mit Malcherek über seine dortige Zukunft und ehemalige Weggefährten beim LSV gesprochen.

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Als Sie den Lüner SV vergangenen Sommer verlassen haben, dachten Sie da, dass Sie nur ein Jahr später bei einem Regionalligisten vorgestellt werden?

Auf keinen Fall. Für mich war Rhynern schon ein großer Schritt. Das ist ein Top-Club aus der Oberliga und nicht irgendeine Fahrstuhlmannschaft, die mal aufgestiegen ist. Ich hätte zunächst auch nicht gedacht, dass ich dort sofort spiele.

Jeffrey Malcherek war beim Lüner SV Führungsspieler.

Jeffrey Malcherek war beim Lüner SV Führungsspieler. © Günther Goldstein

Sie sind aber schon jemand, der so ambitioniert ist und sagt: Es soll schon nochmal höher hinaus gehen?

Kurz vor dem Lüner SV stand ich ja in Aplerbeck in der Oberliga und in Passau in der Regionalliga Bayern unter Vertrag, war dort aber nur Reservist. Deshalb ist es auch ein persönliches Ding, vernünftig in der Oberliga zu spielen und jetzt vernünftig in der Regionalliga zu spielen. Ich hatte mir den nächsten Schritt in mir drin schon erhofft, um es mir selbst zu beweisen.

Jefferey Malcherek: VfB Homberg arbeitet mit bescheidenden Mitteln

Was ist der VfB Homberg für ein Verein? Sind sie dort Profi?

Ich bin auf keinen Fall Profi. Die arbeiten dort in Homberg mit recht bescheidenden Mitteln. Da hat man auch nicht fast jeden Tag Training wie etwa in Rödinghausen. Ich bin Lehrer an einer Gesamtschule in Dortmund auf einer Vertretungsstelle. Im Sommer werde ich mein Sportstudium abschließend und anschließend zusätzlich Lehramt studieren.

Zu welchem ehemaligen Weggefährten oder Trainer beim Lüner SV haben Sie noch Kontakt?

Mit Mario Plechaty (Malchereks Ex-Trainer beim LSV, Anm. d. Red.) spreche ich immer wieder mal. Mit Matthias Drees, Gianluca Reis, Can Acar und Matthias Göke unternehme ich gerne mal was in meiner Freizeit, wir haben aus den zwei Jahren LSV eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe.

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Trotz ihrer erst 23 Jahre haben Sie schon bei einigen Vereinen höherklassig gespielt. Was kann der Fußballer Jeffrey Malcherek noch erreichen?

In Lünen habe ich erstmal dafür gesorgt, den beruflichen Grundbaustein zu legen. Ich weiß nicht, wo die Reise noch hingeht. Ich habe erstmal eine Riesenaufgabe, mich in Homberg durchzusetzen. Man sollte erstmal ein paar Spiele in der Regionalliga in seiner Vita stehen haben, bevor man an die 3. Liga denkt.

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