Druck bei Wethmar – BVB gegen Spitzenreiter

Fußball: Bezirksliga

1:2 zum Auftakt der Saison. Als Meisterschaftsfavorit. Die Niederlage gegen den SuS Kaiserau hat Westfalia Wethmar in der Vorwoche richtig wehgetan. Am Sonntag wartet bei Aufsteiger RW Unna die nächste Aufgabe. Verliert Wethmar, dann ist der Fehlstart perfekt. Der BV Brambauer muss sich derweil gegen den Tabellenführer beweisen.

LÜNEN

, 18.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Druck bei Wethmar – BVB gegen Spitzenreiter

Jonas Osterholz (r.), vergangene Saison noch bei den A-Junioren spielberechtigt, durfte zum Auftakt gegen Kaiserau gleich von Beginn an ran im Wethmarer Trikot.

Fußball: Bezirksliga 8, 1. Spieltag VfR Sölde - BV Brambauer Sonntag, 15 Uhr, Jasminstraße, Dortmund

Der Saisonauftakt ist geglückt: Beim VfR Sölde ist Fußball-Bezirksligist BV Brambauer in der Vorwoche zu einem 2:2-Last-Minute-Remis gekommen. Am Sonntag folgt nun das erste Heimspiel der Saison. Gegen den TuS Hannibal. Und da erwartet den BVB ein wahres Offensiv-Schwergewicht.

Der TuS Hannibal sprang am ersten Spieltag am höchsten. Der 6:1-Heimerfolg in der Vorwoche gegen den TSC Hamm katapultierte die Mannschaft von Trainer Hamsa Berro direkt auf den ersten Platz in der Tabelle. Der Respekt vor dem TuS ist in Brambauer nicht nur deswegen entsprechend groß. „Hannibal ist stärker als in der Vorsaison. Die haben sich gut verstärkt, haben viele erfahrene Spieler in ihren Reihen“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller. Vor allem auf das Offensivduo Chidera Odum und Samir Zulfic müsse der BVB aufpassen.

Zulfic erzielte zum Auftakt nämlich gleich fünf der sechs TuS-Treffer. Auch in Brambauer will der in Lünen lebende Stürmer jubeln. „Das Spiel in Hamm ist für mich sehr gut gelaufen. Jetzt geht es bei Null los. Ich freue mich auf das Duell, werde in Brambauer auf viele alte Bekannte wie Coers, Christal oder Bieber treffen. Wir wollen auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen“, sagt Zulfic.

Coers und Bieber fehlen

Doch weder Joachim Coers noch Marcel Bieber werden am Sonntag auflaufen können. Fehlen werden zudem noch Markus Poczkaj und Hendrik Helmus. Als Ausrede für einen schwachen Auftritt zählt Jascha Keller die personelle Lage seiner Elf jedoch nicht. „Wir sind hochmotiviert und wollen den Tabellenführer stürzen“, sagt er.

Dass das nicht einfach wird, glaubt Kellers Gegenüber Hamsa Berro. „Wenn meine Mannschaft über das Kollektiv kommt und nicht nachlässig wird, dann sind wir ein sehr unangenehmer Gegner“, so Berro. Vor allem auf die Umschaltbewegung seiner Truppe legt Berro großen Wert. „Alle müssen mitmachen, die Einstellung muss zu 100 Prozent passen“, fordert der Trainer des TuS. In Bestbesetzung wird allerdings auch der TuS Hannibal nicht antreten. Mahmoud Najdi und Brahim Chalha (beide im Urlaub) werden am Sonntag auf dem Platz Am Freibad fehlen. 

RW Unna - Westfalia Wethmar Sonntag, 15 Uhr, Am Südfriedhof, Unna

„Natürlich ist nach der Niederlage ein gewisser Druck da. Wir wollen auf keinen Fall mit zwei Niederlagen in die Saison starten. Das wäre ein scheiß Gefühl“, sagt Westfalias Coach Simon Erling. Die Heimschlappe gegen Kaiserau hat Erling mit seinem Team mittlerweile aufgearbeitet. Dem neuen Coach ist dabei vor allem die Defensivarbeit aufgefallen. „Das Gegentor nach der Ecke haben wir zu einfach verteidigt. Da müssen wir wacher sein und schneller die Zuordnung finden“, sagt er.

In Unna wird die Westfalia auf einen angeschlagenen Gegner treffen. Die Rot-Weißen, die in der Vorwoche 2:2 beim FC Nordkirchen spielten, müssen insgesamt zehn Ausfälle verkraften. Dazu gehören Burak Akar, Semih Tasci, Kevin Pasternack, Nabil Afrass, Mark Ellerkmann, Emrah Suludere, Cagdas Güven, Carlo Berlandieri, Dustin Rebbert und Dündar Cakmak, die am Sonntag ausfallen. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Wie wir das Spiel angehen, wissen wir noch nicht. Wir gehen als krasser Außenseiter in die Partie“, sagt Unnas Trainer Emre Aktas.

Kein Vorteil

Ein Vorteil für die Westfalia? „Nicht unbedingt. In solchen Situationen rücken Mannschaften immer noch enger zusammen“, sagt Simon Erling. Zudem fallen laut dem Wethmarer Coach die beiden Schlüsselspieler der Rot-Weißen eben nicht aus. Das sind Florian Gehrmann und Björn Scharfe.

Taktisch erwartet Erling ein sehr konterstarker Gegner. „Nach vorne ist Unna wirklich brandgefährlich und unangenehm“, so Erling. Dem will die Westfalia mit der nötigen Konzentration entgegentreten. Personell fehlt am Sonntag ein Trio. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler Nico Stork (Innenbandriss) und Fabian Hillmeister (Flitterwochen) sind nicht einsatzbereit. Hinzu gesellt sich Till Kowalski, der sich schon seit längerer Zeit mit Adduktorenproblemen herumplagt. „Bei ihm riskieren wir nichts“, sagt Erling.

LIVETICKER
Die Partien des BV Brambauer und des TuS Westfalia Wethmar gibt es am Sonntag ab 15 Uhr bei uns im Liveticker.

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