Drei Lüner Klubs können mit drei Vereinen in der Bezirksliga nichts anfangen

dzFußball

Die Staffeleinteilung in den überkreislichen Ligen steht fest. Die Bezirksliga-Gruppen wurden neu sortiert, aber die Lüner Klubs sind zufrieden. Doch drei Unbekannte müssen geknackt werden.

Lünen

, 21.07.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manuel Lorenz hat ein gutes Gespür bewiesen. Vergangene Woche mutmaßte er, dass die Bezirksliga-Staffeln rund um Dortmund auf zwei Seiten aufgeteilt werden. Eine Seite rechts der Münsterstraße, eine Seite links der Hauptstraße, die durch Dortmunds Nordstadt führt.

Der Trainer der Reserve des Lüner SV sollte recht behalten, was für die Lüner Klubs vor allem eines bedeutet. Sie bleiben zusammen in ihrer Gruppe, während die zwölf Dortmunder Vereine aufgesplittet werden.

„Natürlich ist es eine Veränderung“

Lünens Klubs besetzen weiterhin zu viert die Staffel 8 der Bezirksliga, während acht Teams aus Dortmund nun in der Staffel 9 spielen werden. Das gab der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) Montagmittag bekannt.

„Natürlich ist es eine Veränderung“, sagt Wethmars Trainer Steven Koch. Er ist aber froh darüber, auch weiterhin in der Staffel 8 zu sein. „Ich glaube, die Staffel 9 ist eine Ecke schwerer.“ Ein Tenor, den alle Lüner Verantwortlichen bestätigten, auch Lorenz: „Ich denke, es ist eine starke Staffel, die wir haben. Aber die 9er-Staffel hat es echt in sich.“

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Denn beim Blick in die andere Gruppe fällt direkt auf: Kaliber wie der FC Roj, Mengede 08/20 und der FC Nordkirchen haben starke Kader zusammen, werden oben anzusiedeln sein.

Anders in der Staffel 8, die viele Unbekannten mit sich bringt. Allen voran, die Schwerter Teams. „Da muss ich von null anfangen zu recherchieren“, erklärt Brambauers neuer Coach Frank Bidar zum VfL Schwerte, ETuS Schwerte und dem Geisecker SV.

Kamener und Schwerter Vereine sind Neuland

So geht es auch Benedikt Kuhne, Sportlicher Leiter von BW Alstedde. „Ein paar Mannschaften kennt man halt aus Dortmund, aber gerade die Kamener Vereine und die aus Schwerte sind komplettes Neuland“, erklärt er.

Für den Aufsteiger ist es aber erst recht eine Reise in das Ungewisse. „Für uns war sowieso viel Neuland, weil wir gerade aufgestiegen sind“, sagt Kuhne, betont aber das Gute an der Einteilung: „Die Lüner Vereine haben sich da zum Glück alle gefunden.“

Frank Bidar ist Trainer des BV Brambauer.

Frank Bidar ist Trainer des BV Brambauer. © Günther Goldstein

Doch wie schätzt man die neu modellierte Liga ein, die viel frischen Wind mit sich bringt? Dazu gehören vier Aufsteiger: Neben Alstedde die Reserve des Oberligisten ASC 09 Dortmund, der Türkische SC Kamen und der Königsborner SV.

Hinzu kommen die drei Schwerter Vereine, die zuvor kaum Berührungspunkte mit den Dortmunder und Lüner Mannschaften in den vergangenen Jahren hatten.

Scouting wird wichtiger

„Ab dem heutigen Tag werde ich mich mit jeder Mannschaft beschäftigen und die neusten Informationen zu holen und die Datenbank zu füllen“, kündigt Bidar an. Auch Wethmars Übungsleiter Koch möchte im Scouting schauen, um einen besseren Überblick zu bekommen.

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Müssen die Verantwortlichen einen Favoriten um das Tabellenrennen an der Spitze nennen, fallen vor allem die Namen DJK TuS Körne, TuS Hannibal und der ambitionierte Aufsteiger Königsborner SV bei den Lüner Coaches.

Lediglich Manuel Lorenz nennt zuerst zwei andere Teams: Den VfL Schwerte und den Geisecker SV. „Da gehe ich schon davon aus, dass die oben mitspielen.“ Es wäre nicht das erste Mal, das Lorenz bei einer Prognose richtig liegt.

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