Die Zuschauerzahl zwischen dem BV Brambauer und dem Lüner SV II ist peinlich

dzKommentar

Erschreckend wenige Menschen interessierte das Bezirksliga-Derby in Brambauer. Trotz guter Argumente, dem Derby fernzubleiben, eine peinliche Zuschauerzahl, findet unser Autor.

Brambauer

, 09.12.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nein, ein fußballerischer Leckerbissen war das Bezirksliga-Derby zwischen dem BV Brambauer und dem Lüner SV gewiss nicht. Wahrscheinlich konnte man das von den beiden Mannschaften sogar erwarten, blickt man auf die bisher gezeigten Leistungen des wenig torgefährlichen BVB (21 Tore) und des Schlusslichts LSV (sieben Punkte).

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Doch ein Argument für das, was die Fans und Unterstützer beider Vereine am Sonntag anboten - beziehungsweise nicht anboten - ist das nicht. 35 Zuschauer waren im Spielbericht notiert. Das ist keine Untertreibung des Schiedsrichters. Viel mehr Interessierte waren kaum zu zählen in der Glückauf-Arena. Die Mehrheit der Zuschauer bildeten dabei direkte Angehörige des BV Brambauer und die zweite Mannschaft des Vereins.

Abschreckende Argumente gab es schon immer

Gelegenheitszuschauer beider Vereine oder neutrale Interessierte sah man im weitläufigen Stadion des BV Brambauer kaum. Dafür gibt es zwar einige Argumente. Bescheidenes Wetter inklusive Regen bis kurz vor Anpfiff, Adventssonntag und ein weiteres Derby, das parallel stattfand.

Doch all diese Umstände begleiteten schon Fußballspiele, als sich noch mehr als 35 Zuschauer zu einem Derby - man muss fast sagen - verirrten. Das Duell zwischen Brambauer und Lünen war ein klares Indiz für sinkende Zuschauerzahlen im Amateurfußball in der Lippestadt der vergangenen Jahre.

Öffentlichkeitsarbeit ist unzureichend

Um diesen doch längst überall bekannten Trend entgegenzuwirken, hätten beide Vereine allerdings auch mehr für dieses Spiel - es ist nach wie vor ein Derby in der höchsten Fußball-Liga, in der es ein Derby zwischen zwei Lüner Mannschaften gibt - werben müssen. Außerhalb der Berichterstattung dieser Redaktion wurde die Öffentlichkeit kaum auf dieses Lokalduell aufmerksam gemacht.

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