Die Spannung hält beim VfL Brambauer an - Die Ergebnisse

Handball

Beim VfL Brambauer wird die Luft dünner. Die Lüner SV-Frauen kassieren eine unnötige Niederlage. Beim SuS Oberaden feierte der beste Torschütze im 21. Jahrhundert seinen Abschied.

Lünen, Brambauer, Oberaden

, 28.04.2019, 20:16 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die Spannung hält beim VfL Brambauer an - Die Ergebnisse

Spielmacher Lothar Baggemann kehrte in den VfL-Kader zurück und traf zwei Mal in Gladbeck. © Günther Goldstein (A)

Landesliga 3
Gladbeck II – Brambauer 31:27 (16:13)

Auch wenn der VfL Brambauer bei noch zwei ausstehenden Spielen vier Punkte Vorsprung auf den Vorletzten ETG Recklinghausen hat und zugleich auch den direkten Vergleich gewonnen hat, kann Brambauer noch absteigen. „Vorgesehen sind drei Mannschaften, die absteigen. Falls aber LIT Tribe Germania in der Oberliga in der Relegation aufsteigen sollte, wird bei uns der Drittletzte eine Relegation spielen“, erklärte VfL-Trainer Nadim Karsifi.

Derzeit steht der VfL Brambauer auf Rang zehn und ist somit Fünftletzter. Doch der Drittletzte SV Eintracht Dolberg ist nur zwei Punkte entfernt. Zudem hat Brambauer den direkten Vergleich gegen Dolberg verloren. Die restlichen beiden Saisonspiele versprechen also noch Spannung pur. „Wir müssen schauen, dass wir woanders noch punkten. Das jetzt wird nicht reichen“, so Karsifi.

Der VfL-Coach sah am Samstag ein starkes Spiel beider Mannschaften: „Das war wirklich schön anzusehen. Von Gladbeck war es die beste Saisonleistung.“ Gladbeck trat mit Verstärkung aus der Jugend und aus der Oberliga-Ersten an. „Wir haben auch sehr gut dagegen gehalten. Schade nur, dass es nicht gereicht hat“, so Karsifi, der aber ein positives Fazit zog: „Die Erkenntnis ist, dass es ein starkes Spiel war. Mehr muss man dazu auch nicht sagen.“

Zwei Spiele stehen noch aus. Brambauer empfängt zuerst den TV Brechten und spielt zuletzt beim Tabellenletzten HTV Recklinghausen. Somit muss der VfL noch gegen ein Team ran, das ebenfalls noch um den Klassenerhalt bangt.

Schlusslicht HTV Recklinghausen ist bereits abgestiegen, hat keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Brisant dürfte also das Ortsduell gegen den TV Brechten am 4. Mai werden, das der VfL Brambauer zuhause austrägt. Denn der TV Brechten ist punktgleich, steht aber einen Platz unter dem VfL.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter, Lüke (5), L. Langmann (1), Baggemann (2), Wißemann, Gärtner, P. Langmann (2), Pape (4), Eder (3/2), Maurer (4/1), Pohl (5), Sporbeck (1)

Frauen-Verbandsliga 2
HSG Schwerte-Westhofen – Lüner SV 30:31 (17:17)

Das gesamte Spiel verlief ausgeglichen. Die LSV-Frauen versäumten es in der ersten Halbzeit, die nötige Aggressivität in der Defensive zu zeigen. „17 Gegentore in einer Halbzeit sind viel zu viele“, ärgerte sich LSV-Trainer Marcel Mai. Nach der Pause stand Lünen aber wesentlich besser in der Deckung.

Der LSV drehte sogar das Spiel, verwarf dann aber vier freie Bälle. „Da haben wir es verpasst, das Spiel in unsere Richtung zu lenken“, so Mai weiter. Stattdessen kassierte Sarah Dressler eine Zeitstrafe. Kurz darauf auch noch Anna Lieneke. So spielte Lünen zweimal in Unterzahl, was der Gastgeber letztendlich zum Ausgleich ausnutzte. Mit dem Schlusspfiff bekam die HSG Schwerte-Westhofen dann noch einen Siebenmeter, den Julia Ulrich zum Sieg einnetzte. Die Freude beim Gastgeber über die beiden Punkte war riesengroß. Schließlich hat das Team dadurch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Die LSV-Frauen hingegen sind längst gerettet. Aktuell stehen sie auf Rang sechs. Zwei Partien stehen noch aus, ehe die Mannschaft sich in die Sommerpause verabschiedet. „Man merkt, dass die Luft allmählich raus ist. Wir wollen uns aber weiter vernünftig präsentieren und die Saison gut abschließen“, so Mai.

Lüner SV: Preuß/Klostermeier – Lienke (7), Schröder (8), Hülsewede (4/1), Koeppen, Püschel, Lohölter (1), J. Krause (1), Rempe (2), Dressler (4), Geisler (2), C. Schmidt

Oberliga
SuS Oberaden – VfL Gladbeck 24:30 (11:14)

Schmerzlich vermissen werden die Cobras ihren Bastian Stennei, der nun schon seit zwölf Jahren das SuS-Trikot trägt. Er sorgte als Linkshänder auf der rechten Angriffsseite sowie im Innenblock stets für gute Leistungen. Auf der Facebook-Seite der Cobras wird berichtet, dass der erfolgreichste Torschütze des 21. Jahrhunderts des SuS Oberaden geht. Sein Bruder Pascal kam vor wenigen Jahren aus Massen an den Römerberg, entwickelte sich zur wahren Führungskraft und war stets Leistungsträger der Cobras. Beide wollen kürzertreten, schließen sich der SGH Unna-Massen an.

Hinzu kommt der Abgang von Börge Klepping. Der Keeper entwickelte sich ebenfalls zur Führungskraft, ist charakterlich stets ein Vorbild und zeigte auch gegen Gladbeck wieder starken Paraden. Klepping legt nun eine Handballpause ein.

Nicht zuletzt Frank Schuchardt: Der erfahrene Mann war 19 Jahre lang an der Seitenlinie mehr als nur die Stütze der SuS-Trainer. Schuchardt sorgte für den Zusammenhalt der Truppe, war mit seiner Erfahrung stets ein Leitwolf der Mannschaft.

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Lauber (2), Hajduk (2), Herold (2/1), Katsigiannis, P. Stennei (6), Maschewski, Braach (2), B. Stennei (2), Schichler, Holtmann (4)

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