Die Handballsaison startet: Wenige Plätze für Zuschauende, strikte Regelungen der Vereine

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In wenigen Tagen startet die Handball-Spielzeit 2020/2021. Doch worauf müssen die Zuschauer achten? Was haben die Vereine für Konzepte? Wie viele Zuschauer sind zugelassen? Wir beantworten Fragen.

von Dirk Buschmann, David Nicolas Döring

Lünen, Brambauer

, 29.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Handballsaison startet am kommenden Wochenende endlich wieder, die neue Spielzeit geht unter neuen Bedingungen los.

Auch der Hallensport ist nicht von der Corona-Pandemie verschont geblieben.

Erst der abrupte Saisonabbruch, im Anschluss eine lange ungewisse Zeit, dann die ersten Lockerungen, die erst Trainingseinheiten und im Anschluss auch wieder Vorbereitungsspiele ermöglichten und nun auch den Saisonstart mit sich bringen, der ein Stück weit Normalität in die Hallen zurückbringt.

Doch wie sehen diese Normalität und die Bedingungen unter der Corona-Pandemie aus? Wie bereiten sich die Handballvereine aus Lünen darauf vor? Was müssen Zuschauer beachten?

Wir beantworten gleich mehrere Fragen zum Handball-Saisonstart an diesem Wochenende.

? Was mussten die Vereine tun, um den Trainings- und Spielbetrieb möglich zu machen?

Im Sommer waren beispielsweise für die Oberliga-Frauen des Lüner SV erstmal nur Einheiten an der frischen Luft möglich, ehe es nach und nach - zunächst in Kleingruppen - zurück in die Halle ging. Dafür mussten die beiden Handballvereine aus Lünen, der Lüner SV und der VfL Brambauer, ein Hygienekonzept erstellen, was auf der Grundlage der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den Empfehlungen der einzelnen Sportverbände beruht. Letztlich musste die Stadt Lünen das Konzept genehmigen, was geschah.

? Wie sieht das Hygienekonzept der beiden Klubs aus?

Zuallererst steht die Rückverfolgung aller Teilnehmer*innen an oberster Stelle, dazu gehören Spieler*innen, das Trainer- und Betreuerteam sowie Zuschauende. Beim Lüner SV erfolgt die Registrierung per QR-Code, der über das Handy eingescannt werden kann. Alternativ liegen Listen zur Rückverfolgung aus, wie beim VfL Brambauer auch. „Ein Nicht-Registrieren kann zu Verzögerungen oder Abbruch des Spielbetriebs führen“, schreibt der Lüner SV in seinem Hygienekonzept.
Der VfL Brambauer kündigt an, alle Rückverfolgungslisten nach vier Wochen Aufbewahrungszeit zu vernichten. Zudem empfehlen beide Klubs, das Desinfektionsmittel im Eingangsbereich zu nutzen.
Zudem werden beim Lüner SV alle Ein- und Ausgänge während der Spiele geöffnet sein. In Brambauer werden laut Hygienekonzept Bänke, Kampfgericht und Tribüne nach dem Spiel desinfiziert.

So viele Zuschauer wird es nicht geben zum Handball-Saisonstart.

So viele Zuschauer wird es nicht geben zum Handball-Saisonstart. © Günther Goldstein

? Wo muss ein Mund- und Nasenschutz getragen werden?

Beim Lüner SV und beim VfL Brambauer müssen im Ein- und Ausgangsbereich sowie bis zum Sitzplatz ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Hinzu kommen in der Halle Wege, die nur eine Richtung verlaufen und durch Pfeile gekennzeichnet sind.

? Wie viele Zuschauer sind erlaubt?

Normalerweise sind die Handballklubs der Lippestadt Zuschauerzahlen, die oftmals im dreistelligen Bereich an Spieltagen liegen, gewohnt. In Zeiten von Corona sieht das ganz anders aus, wobei der VfL den LSV um ganze drei Plätze übertrumpft. Während beim VfL Brambauer zu den Heimspielen 68 Zuschauer zugelassen werden, davon 20 Plätze für Gast-Zuschauer reserviert werden, sind es beim Lüner SV 65 zugelassene Zuschauer, mit ebenfalls 20 Plätzen für die Gäste.
Beim Lüner SV werden die Tribünen in drei Blöcke unterteilt. Zwei Heimbereiche, einen Gästebereich, um eine möglichst breite Verteilung der Zuschauer zu garantieren.
Bei beiden Vereinen sind die Plätze so gekennzeichnet, dass genügend Abstand eingehalten werden kann.

? Gibt es die Möglichkeit, vor Ort Tickets zu erhalten?

„Einlass ist erst circa 30 Minuten vor Spielbeginn. Nur Vereinsmitglieder können vorab Karten reservieren“, teilte Jochen Kindmann vom VfL Brambauer mit.
Beim Lüner SV werden die Karten bereits vorab verkauft, der Verein schreibt aber in seinem Konzept, dass Tickets, die nicht verkauft oder verteilt worden sind, an der Tageskasse erhältlich sind. Wie viele dies sind, teilt der Klub über die sozialen Medien vorzeitig mit. In die Halle kommen Handball-Fans aber lediglich bis zehn Minuten vor Spielbeginn. Während des laufenden Spiels ist ein Betreten der Halle nicht möglich.

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