Derby in Wethmar: Ein Team ist noch nicht bezirksligatauglich

dzFußball

Am Sonntag findet das nächste Lüner Bezirksliga-Derby statt, wenn der TuS Westfalia Wethmar die Reserve des Lüner SV empfängt. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich.

Wethmar

, 19.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manuel Lorenz freut sich. Endlich kehrt der Trainer der Reserve des Lüner SV zurück. „Man freut sich immer wieder in das Königreich zu kommen“, spricht er voller Entzückung vom TuS Westfalia Wethmar.

Lorenz lief dort in den 90er-Jahren auf, ist bestens vertraut mit vielen Personen dort, pflegt ein gutes Verhältnis zum ersten Vorsitzenden Stefan Polplatz und Jugendleiter Bernd Völkering.

Vorfreude auf das Derby ist etwas getrübt

Die Vorfreude über das Bezirksliga-Derby am dritten Spieltag der Saison (Sonntag, 15.30 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen) kann er aber noch nicht teilen. „Die Vorfreude möchte ich etwas trüben. Wir konnten uns bisher nicht belohnen. Die Jungs, die bei mir sind, sind sehr verunsichert. Es ist nicht einfach“, sagt Lorenz und betont dabei insbesondere die Spieler, die unter seiner Regie trainieren und bislang zwei 0:3-Niederlagen kassierten.

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Denn Woche für Woche kommen auch Spieler aus dem Westfalenliga-Kader der ersten Mannschaft dazu. Sich als Team einzuspielen, gestaltet sich dabei als schwierig, weshalb Lorenz auch ein hartes Zwischenfazit findet: „Die Spieler in der Ersten sind auch noch keine fertigen Westfalenliga-Fußballer. Eins muss man auch sehen, diese Mannschaft ist noch nicht bezirksligatauglich.“

Doch etwas Optimismus verbreitet Lorenz auch: „Wir werden das mit vollem Engagement angehen, auch wenn es sehr schwierig wird. Wir fahren dahin und versuchen etwas mitzunehmen. Als Fußballer freut man sich immer auf diese Spiele.“

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Und diese Vorfreude ist auch bei Wethmars Coach Steven Koch sehr ausgeprägt, auch wenn das richtige Derby für ihn das Duell zwischen Wethmar und Alstedde ist. „Aber alle Lüner Mannschaften sind für mich immer ein Derby, das ist immer etwas Besonderes“, sagt er.

Und so ist sein Team auch eingestellt. „Wir haben gemerkt, das es eine andere Mannschaft ist als letzte Saison. Es ist etwas Neues. Der Kern, der Stamm, die immer da waren, die haben ein gutes Laufpensum, die sind fit, da kann man was mit bewegen“, frohlockt Koch.

Doch er muss selbst personell etwas umsatteln, da Patrick Schöpf noch ein paar Tage noch braucht und Dennis Wagner noch nicht bei hundert Prozent ist. „Acht Leute fehlen, bei dem ein oder anderen schmerzt es schon sehr“, sagt Koch.

Ismail Simsek, der laut Koch eine gute Vorbereitung gespielt hat, wird wohl auch fehlen, genau so wie Lennart Pinnekämpfer.

„Das ist immer so eine Wundertüte“

Der Übungsleiter traut seinem Team dennoch zu dies kompensieren zu können, egal wer als Unterstützung aus dem Westfalenliga-Kader des Lüner SV mit nach Wethmar kommt. „Das ist immer so eine Wundertüte. Wie sind die eingespielt? Wie trainieren die? Das muss man immer gucken“, sagt Koch, der bereits ein Duell gegen eine Reserve hinter sich gebracht hatte.

Am ersten Spieltag trat die Reserve des Holzwickeder SC mit einigen Spielern aus dem Oberliga-Kader an, Wethmar holte trotzdem einen Punkt und scheint gut gerüstet, was auch Manuel Lorenz so anerkennt.

„Ich habe Wethmar in der Vorbereitung gesehen, das wird schwierig“, sagt er. „Wethmar würde ich als technisch hochbegabt titulieren.“

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