Der Lüner SV fliegt gegen Menden überraschend aus dem Westfalenpokal

Westfalenpokal

Unglücklicher Pflichtspielauftakt für den Lüner SV: Bei seiner Pflichtspielpremiere als neuer LSV-Coach kassierte Marc Woller beim BSV Menden eine empfindliche 1:4-Niederlage.

Lünen

, 03.08.2019, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Lüner SV fliegt gegen Menden überraschend aus dem Westfalenpokal

Sefa Ayaz (rotes Trikot) besorgte für den Lüner SV zwar die Führung, verlor mit den Schwansbellern aber mit 1:4 in Menden. © Foto: Günther Goldstein

Diese Niederlage hatte der Fußball-Westfalenligist Lüner SV nicht unbedingt eingeplant. Die Mannschaft von Trainer Marc Woller wollte das Westfalenpokalduell beim Landesligisten BSV Menden am Samstag eigentlich dazu nutzen, um sich Selbstvertrauen für den Meisterschaftsauftakt kommende Woche zu holen. Daraus wurde nichts. Die Schwansbeller kassierten im Sauerland eine 1:4-Niederlage.

„Das ist blöd gelaufen. Eigentlich sind wir gut reingekommen, hatten gute Möglichkeiten, verbaseln die vor dem Tor aber“, analysierte Coach Woller das Spiel. Zumindest einmal durfte Woller in dieser Phase aber jubeln: Nach einem Pass von Johannes Zottl besorgte Sefa Ayaz die Führung (13.).

Menden erhöht den Druck - und belohnt sich

Nach der LSV-Drangphase kam der Gastgeber nach 15 Minuten dann stärker auf, übte Druck aus und spielte aggressiver. Die Hausherren belohnten sich dann auch für die Bemühungen. Niels Altmann erzielte nach 24 Minuten den Ausgleich - zum jetzigen Zeitpunkt war es eine Partie auf Augenhöhe. „Da haben wir einen Pass in den Rücken der Abwehr bekommen. Das ist uns auch vorher schon zwei, drei Mal passiert. Dieses Mal hatte es geklingelt“, so Woller weiter. Mit dem Remis ging es in die Umkleide.

„Wir werden eiskalt erwischt“

Aus der kehrte der BSV Menden deutlich besser zurück. „Direkt nach der Halbzeit werden wir eiskalt erwischt“, sagte Woller. Marcel Hoffmann brachte die Sauerländer in Führung (48.), nachdem die Lüner im Mittelfeld nicht entscheidend störten. Mit der Führung im Rücken blieb Menden dann selbstbewusst und gefährlich. Beide Mannschaften hatten in dem munteren Pokalspiel vor rund 200 Zuschauer eine Menge Möglichkeiten.

20 Minuten vor Schluss dann aber der Knackpunkt im LSV-Spiel: Neuzugang Felix Rudolf sah „nach einem Ringkampf mit einem Gegenspieler“ (O-Ton Woller) die Rote Karte - Unterzahl. Die nutzte Menden abermals aus, erhöhte durch ein Eigentor von Noel Lahr (84.) und durch einen Konter von Oleg Kretz (86.) auf den 4:1-Endstand.

Woller kritisiert fehlende Passschärfe

Woller steckt trotz der Niederlage zwar nicht den Kopf in den Sand, findet aber kritische Worte: „Passsicherheit und Passschärfe passten nicht. Wir haben im Mittelfeld dem Gegner immer wieder die Bälle in die Füße gespielt“, so der LSV-Coach, der verspricht: „Wir melden uns nicht ab“. Am Sonntag, 4. August, ist der LSV übrigens abermals gefordert. Der Oberligist SC Wiedenbrück gastiert zum letzten Testspiel der Lüner am Schwansbeller Weg (14 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, Lünen).

Lüner SV: Dreesen - Rudolf, Drees, Ramsey, Ernst, Zottl, Lahr, Ayaz (68. Pfennigstorf), Mikuljanac, Deppe, Sonna

Tore: 0:1 Ayaz (13.), 1:1 Altmann (24.), 2:1 Hoffmann (48.), 3:1 Eigentor Lahr (84.), 4:1 Kretz (86.)

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