Der König von Salzburg - Claus Janson

Sportlerporträt

Er gehörte über Jahre zu den Besten, die der Lüner Fußballer erlebte, kickte sogar für Austria Salzburg: Claus Janson. Am Mittwoch wurde er 60 Jahre alt. Ein Porträt.

LÜNEN

von Von Bernd Janning

, 23.02.2011, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von da an ging es nur noch bergauf. Es folgte der Wechsel zum Verbandsligisten Spielvereinigung Herten. Janson: "Zum Team gehörte damals auch Rudi Assauer. Er ging damals, glaube ich, von Herten zu Borussia Dortmund." Assauer wurde später der mächtige Mann auf Schalke. Janson wurde davor schon in der Alpenrepublik Österreich gefeiert. "Es lebe der König", jubelten ihm die Fans in den zwei Jahren Anfang der 70er zu, als er für Austria Salzburg in der 1. Division auflief. Hinter Peter Grosser, einst 1860 München, und Mittelfeldmann Libuda, nicht der Stan, sondern der Heinz, der vom Hamburger SV gekommen war, musste er sich nicht verstecken. 21 Tore schoss er in seiner ersten Salzburger Saison, gewann mit seinem Klub die damalige Saison. Der Wechsel zu GHZ Graz, wo er zusammen mit dem späteren Schalker Hans Pirkner auf Torejagd ging, bedeutete einen schmerzvollen Karriere-Knick.

Zweikampf im Spiel bei Alpine Donawitz. Peter Pumm, österreichischer Nationalspieler, 1971 überraschend "Fußballer des Jahres" und später noch für Bayern aktiv, hieß der Gegner - und Janson lag am Ende am Boden. Er hatte sich an der Wirbelsäule verletzt, wurde daran 1976 von Professor Schneider in Köln operiert. Einen Kämpfer wie den agilen Claus wirft so etwas nicht um. Preußen Münster, die nächste Station, war 2. Ligist, Rudolf Fassnacht der Trainer, Benno Möhlmann und Horst Blankenburg die Mitspieler.

"Dann hat mich irgendwann Paul Plagge, der Kassierer des früheren Regionalligisten Lüner SV angerufen. Also lief ich in der Kampfbahn Schwansbell auf", erinnert er sich. Als dann Ende der 70er Jahre der frühere ungarische Weltklassemann Zoltan Varga beim BV Brambauer - damals als Verbandsligist in der zweithöchsten deutschen Amateurklasse - Spielertrainer war, führte der Weg in das damalige Freibadstadion, die heutige Glückauf-Arena.

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