Das sind die Ergebnisse der A-Kreisligisten aus Lünen

Fußball

BW Alstedde erkämpft sich in Brackel dank eines Tors von Mario Lindner drei „dreckige“ Punkte. Auch der SV Preußen nutzt die Nullnummer der Süder aus.

von Bernd Warnecke, Steven Roch, Niklas Dvorak

Lünen

, 13.10.2019, 21:13 Uhr / Lesedauer: 4 min
Das sind die Ergebnisse der A-Kreisligisten aus Lünen

A-Liga-Spitzenreiter BW Alstedde verteidigte den Strafraum beim 1:0 in Brackel erfolgreich. © Bernd Warnecke

Kreisliga A2 Dortmund
SF Brackel – BW Alstedde 0:1 (0:1)

„Das war ein ganz dreckiger Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir es phasenweise gut gemacht, haben aber keinen Zugriff gehabt“, so BWA-Trainer Tim Hermes. Beide Teams versuchten zunächst, den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Chancen waren Mangelware. Nennenswerte Szene: Can Cicek sah Gelb, weil er keine Schoner hatte, das Feld verließ und mit Schoner wieder kam. „Ist blöd, aber die Regel“, so der Schiedsrichter zu Cicek.

Sportlich hatten die Gäste die erste Chance. Nico Christiansen, der mit Cicek die Seite tauschte, schoss knapp drüber (36.). Auf der Gegenseite parierte Thorben Krause einen Schuss von Maik Heimlich (40.). Als Bastian Häckh für Mario Lindner kurz vor dem Pausenpfiff durchsteckte, stand es plötzlich 1:0 für BWA.

„Nach der Pause wollten wir unsere spielerische Stärke durchbringen. Doch genau das Gegenteil ist passiert“, sah Hermes nach dem Seitenwechsel Angriff um Angriff auf das Tor von Krause. Alstedde bettelte quasi um ein Gegentor, verteidigte aber mit Mann und Maus.

Brackels Stefan Wolff (49.), Kapitän Christopher Daum (50.) und eine Einzelaktion Emmanuel Nagel (66.) brachten nicht den erhofften Erfolg für die Gastgeber. Als Björn Kadlubowski für den bereits geschlagenen Krause auf der Linie klärte (71.), schien der Ausgleichstreffer nicht mehr fern. Doch die Null stand bei Alstedde bis zum Abpfiff.

„Großes Kompliment an die Mannschaft. Wir haben derzeit das nötige Selbstvertrauen. Wir haben uns dagegengestemmt und nehmen die drei Punkte gerne mit“, will Hermes weiter von Spiel zu Spiel denken.

Torschütze Mario Lindner: „Die letzte halbe Stunde war eine Schlacht. Brackel war stark. Am Ende hätten wir uns nicht beklagen können, wenn wir nur mit einem Punkt nach Hause gefahren wären“, so Lindner.

SF Brackel: Hankeln - Benzakour (86. Podubrinn), Kröger, Kalwa, Ibel, Wolff (83. Bedarf), Heimlich (83. Augustat), Daum, Nagel, Vollmer (83. Wydra), Thomas

BW Alstedde: Krause - Hülsmann, Rothe (52. Splittgerber), Kadlubowski, Cicek, Lindner, Nowak, Häckh, Koczy (81. Audehm), Schulz (73. Kirchhoff), Christiansen (62. Berisha)

Tor: 0:1 Lindner (45.+2)

SG Gahmen – Alemannia Scharnhorst 6:0 (2:0)

„Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Aktas nach dem 6:0 auf heimischer Asche. „Sie haben Ball und Gegner laufen lassen.“ Vor dem Spiel hatte Aktas vor allem die fehlende Geduld auf dem Platz angeprangert. „Bis auf das erste Tor, waren alle Tore super herausgespielt“, so Aktas. Tolga Dedeagili wurde im Strafraum gehalten und „wollte ihn unbedingt selbst machen“, sagte Aktas. Vom Punkt aus konnte Alemannias Keeper den Schuss abwehren, dann bekam Dedeagili den Ball zurück und traf doch noch zum 1:0 (11.).

Der Höhepunkt für Aktas, der sich selbst nicht spielen ließ, war das Tor zum 6:0-Endstand in der 80. Minute. Ahmet Karaduman und Hakan Uzun spielten sich von der Mittellinie mithilfe von Doppelpässen bis in den Sechzehner. „Dann lässt der im Strafraum auch noch einen stehen und knallt den mit seinem schwachen Rechten oben links rein“, sagte Aktas.

SG Gahmen: Ekici – Cirak, Surmiak, Özkan (66. Cakir), R. Kiymaz, Karaduman, Dedeagili (66. F. Kiymaz), Elitok (71. Isik), Uzun, Tikici, Koc

Tore: 1:0 Dedeagili (11.), 2:0 Elitok (28.), 3:0 Tikici (49.), 4:0 Karaduman (53.), 5:0 Karaduman (59.), 6:0 Karaduman (80.)

SV Preußen – BSV Schüren II 4:1 (1:1)

Denn obwohl die Horstmarer von Beginn an Druck machten und mutig nach vorne spielten, gerieten sie früh in Rückstand (16.). Nach einem Ballverlust im Spielaufbau links machte es Schüren schnell. „Die Einstellung bei uns stimmt. Kämpferisch war das okay, aber spielerisch passte es nicht ganz“, sagte Preußens Trainer Stefan Urban. So passte ein ums andere Mal auch die Abstimmung nicht im SVP-Team.

Dennoch hatten die Horstmarer eigentlich genügend Chancen, um mit einer komfortablen Führung in die Pause zu gehen. „Wir hätten 5:0 führen müssen“, so Urban. Lukas Goetz sorgte nach Vorarbeit von Kevin Gomulka immerhin für den Ausgleich (44.). Nach der Pause ließen die Horstmarer ihre Zuschauer lange auf die Führung warten. Erst der eingewechselte Maik Frenzel traf in der 80. Spielminute zum 2:1. In der Nachspielzeit legte er zwei weitere Tore hinterher. Urban: „Wir haben verdient gewonnen, aber es lange spannend gehalten.“

SV Preußen: Südmeyer – Kusserow, Meier, Hans, Katlun, Adamsky, Gomulka (55. L. Frenzel), Pommerin, Vom Hofe (60. M. Frenzel), Broda (70. Nitsche), Goetz (88. Herrmann)

Tore: 0:1 El-Bakouri (16.), 1:1 Goetz (44.), 2:1 M. Frenzel (80.), 3:1 M. Frenzel (90.), 4:1 M. Frenzel (90.+1)

Kreisliga B2 Unna-Hamm
Niederaden – TSC Kamen II 3:0 (2:0)

In der ersten Hälfte war Niederaden auf eigenem Rasen klar spielbestimmend, machte Druck. Per Doppelpack brachte Tim Wiggers die Elf von Trainer Amel Mesic mit 2:0 in Führung (30./38.). „Beide Tore waren gut herausgespielt“, so Mesic. Dean Williamson habe dann sogar die große Chance zum 3:0 vergeben.

Nach der Pause schließlich versuchte Kamen, mehr Druck zu machen. In der 55. Minute bekam der TSC einen strittigen Elfmeter zugesprochen. Mesic: „Für mich war das kein Elfer“, so Mesic. Kamen katapultierte den Strafstoß über das Tor. Auf der anderen Seite lupfte Wiggers zunächst freistehend über den Keeper und das Tor. Nur eine Minute später bugsierte Wiggers den Ball aus 25 Metern in den Giebel – 3:0 (66.). Einen weiterer strittiger Elfer gegen Niederaden – diesmal sah Mesic ein Foul gegen einen seiner Spieler – parierte Keeper Benjamin Gillner glänzend.

TuS Niederaden: Gillner – Gruhle, Williamson, Gastmeister (55. Orfanidis), Kese, Nunes Ventura, Diesner (83. Hammerhofer), Silva Campos, Marona, Wiggers (81. Timmers), Schulze Beckinghausen

Tore: 1:0 Wiggers (30.), 2:0 Wiggers (38.), 3:0 Wiggers (66.)

Frömern – Wethmar U23 1:0 (0:0)

Dabei begannen die Grün-Weißen richtig gut. Die beiden Offensivspieler Flemming Orlowski und Sebastian Hane verpassten jedoch die Führung für die Wethmarer. Nach guten 15 Minuten hörten die Wethmarer jedoch auf, weiter nach vorne zu spielen. Es ging mit einem 0:0 in die Kabine, auch weil kurz vor dem Seitenwechsel TuS-Keeper Niklas Dvorak zwei Mal seinen Kasten sauber hielt. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Einstellung gezeigt. Wir hätten eigentlich zwei Tore machen müssen. Danach haben wir nicht weiter gemacht und den Gegner ins Spiel kommen lassen“, sagte TuS-Co-Trainer Flemming Dvorak, der den erkrankten Benjamin Fasse an der Seitenlinie vertrat.

Aus der Kabine kamen beide Teams relativ verunsichert. Wethmar agierte viel mit langen Bälle. Auch Frömern, die vor dem Spiel auch erst acht Punkte hatten, fand nicht richtig ins Spiel. Nach einem Foul von Benjamin Fitzon im Strafraum, verschoss der Gastgeber einen Strafstoß. Die Wethmarer schafften es jedoch nicht, sich Torchancen zu erarbeiten. Frömern traf acht Minuten vor dem Ende per Kopfball nach einem Eckball zum 1:0-Endstand. „Uns fehlt momentan die Cleverness“, so Dvorak abschließend.

Wethmar: N. Dvorak – Fitzon, Hunschede (85. Mowinkel), Böllhoff (76. Preuß), Orlowski, Grabowski, Jansen, Falkenberg (73. Kress), Pohl, Pella (89. F. Dvorak), Hane

Tor: 1:0 Hutmacher (82.)

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