Darum stand am Freitag plötzlich Mike Piepenburg im Tor des SV BW Alstedde

dzBW Alstedde

Mike Piepenburg, Neuzugang beim Fußball-A-Ligisten SV BW Alstedde, hat am Freitag seine ersten Pflichtspielminuten für seinen neuen Klub gesammelt. Geplant war das aber nicht.

Alstedde, Lünen

, 02.09.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Plötzlich ging alles ganz schnell. Thorben Krause, aktuell Stammkeeper des Fußball-A-Ligisten SV BW Alstedde, hielt sich im Spiel gegen den VfL Kemminghausen II nach nicht einmal 20 Minuten Spielzeit die Hüfte, signalisierte, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Kurz zuvor kassierte Krause noch den Ausgleichstreffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Und jetzt?

Piepenburg feiert bei seiner Premiere einen Sieg

Jetzt schlug urplötzlich die Stunde eines Spielers, der im Sommer zwar als Neuzugang nach Alstedde gewechselt war, bislang aber noch keine Pflichtspielminute gesammelt hatte. Die Rede ist von Keeper Mike Piepenburg, den der Sportliche Leiter Benedikt Kuhne im Sommer vom Bezirksligisten Union Lüdinghausen geholt hat. Piepenburg absolvierte also seine ersten 70 Minuten für seinen neuen Verein und feierte am Ende sogar einen 2:1-Sieg seiner Blau-Weißen. Piepenburg selbst zeigte sich nach dem Schlusspfiff überrascht von seinem Einsatz.

Piepenburg plagt sich mit einer Sehnenentzündung herum

„Ich war zwei Wochen verletzt und hatte in der Zeit auch Sportverbot, weil ich eine Sehnenentzündung hatte. Es war das erste Mal Fußball nach dieser Verletzung“, so Piepenburg. Aber auch in den vergangenen Monaten hatte Piepenburg wenig mit dem runden Spielgerät zutun. „Ich habe nach der Station in Lüdinghausen seit Dezember 2018 kein Spiel mehr gemacht und habe acht Monate keinen Fußball gespielt“, sagte Piepenburg, der urlaubsbedingt auch große Teile der Vorbereitung verpasste.

Dass Thorben Krause in den ersten Spielen den Vorzug vor dem eigentlich ambitionierten Piepenburg erhielt, hält dieser für richtig. „Nach der langen Pause war ich völlig außer Form und es ist doch selbstverständlich, dass dann Thorben Krause spielt. Er hat sich super entwickelt“, zollt Piepenburg seinem Torwartkollegen Respekt.

Piepenburg arbeitet an seinem Comeback

Dass sich Piepenburg jedoch auch zukünftig gerne nur auf die Bank setzen wird, ist eher unwahrscheinlich. Der Keeper arbeitet nämlich an seinem Comeback. „Ich bin guter Dinge, in ein bis zwei Monaten wieder Normalform zu erreichen und dann auch konkurrenzfähig zu sein. Bis dahin hat es aber - wie gesagt - Thorben zu 100 Prozent verdient, zu spielen“, sagte Piepenburg.

Wie lange genau Thorben Krause ausfallen wird, ist noch ungewiss. „Ich denke, dass es nicht schwerwiegender ist“, sagte Alsteddes Trainer Tim Hermes.

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