Dalibor Mikuljanac über chaotische Wochen beim LSV: „Es gab eine ständige Ungewissheit“

dzLüner SV

Nach chaotischen Wochen war die Zukunft der Reserve des Lüner SV ungewiss. Dalibor Mikuljanac blickt aus Spielersicht zurück auf diese Zeit und erklärt, warum er jetzt zuversichtlich ist.

von Carl Brose

Lünen

, 23.10.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter der zweiten Mannschaft des Lüner SV liegen turbulente Wochen. Zuerst verabschiedete sich Bülent Kara nach nur 21 Tagen von seiner Position als sportlicher Leiter, dann traten auch noch Spielertrainer Murat Büyükdere, Assistenztrainer Fatih Kaya und Ex-Trainer Kadir Kaya, der zuletzt als Co-Trainer in die erste Mannschaft aufrückte, zurück. Für die kommenden Spiele bis zur Winterpause muss die Lüner Reserve nun mit Spielern aus der dritten Mannschaft auffüllen, um weiter eine spielfähige Mannschaft stellen zu können.

Für die Spieler selber waren die letzten Wochen dabei komplett unüberschaubar. „Es war wie eine Wundertüte. Jedes Mal, wenn man zum Sportplatz gekommen ist, gab es eine neue Überraschung. Es gab eine ständige Ungewissheit“, beschreibt Verteidiger Dalibor Mikuljanac die vergangene Zeit aus Sicht der Mannschaft. Oftmals sei nicht mal klar gewesen, ob am Sonntag genug Spieler zur Verfügung stehen würden, um das anstehende Spiel zu bestreiten.

Dabei hatte Mikuljanac eigentlich vorgehabt, seine Fußball-Laufbahn nach seiner Zeit beim FC Nordkirchen und einer durchwachsenen Spielzeit beim VfB Waltrop zu beenden. „Dann kam aber ein Anruf vom Lüner SV. Man wollte hier etwas aufbauen und da wollte ich dabei sein. Das hat jetzt alles nicht so funktioniert“, sagt Mikuljanac über die Rückkehr zu seinem Jugendverein. Wirklich enttäuscht ist er von dem Verein aber nicht: „Ich wusste, worauf ich mir hier einlasse. Jetzt gilt es, das Beste daraus zu machen.“

Kara-Wechsel kam „aus dem Nichts“

In dieser Spielzeit hat die Reserve bereits mehrere Personalwechsel mitmachen müssen. Der Kurioseste war wohl das 21-tägige Engagement von Bülent Kara als sportlicher Leiter der zweiten Mannschaft. „Er hat sich bei der Mannschaft vorgestellt. War dann ein paar Mal bei Spielen und Trainingseinheiten am Platz und hat auch mit uns Spielern gesprochen. Er hat nicht desinteressiert oder so gewirkt, ganz im Gegenteil“, sagt Mikuljanac über Karas Zeit beim LSV.

Nur wenige Wochen später verließt Kara den Verein aber schon wieder und heuerte als Trainer bei der SG Gahmen an. „Das hat man dann erst durch die Presse erfahren. Das war schon etwas komisch, weil es wie aus dem Nichts kam. Aber als Spieler weiß ich aber nicht, was da intern abgesprochen war“, so Mikuljanac.

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Nun steht für seine Mannschaft schon fast so etwas wie ein Neustart an. Zahlreiche Spieler auch der dritten Mannschaft, die in der Kreisliga C spielt, sind zu dem zerrupften Kader der LSV-Reserve dazu gestoßen. Für Mikuljanac sind sie eine Bereicherung für die Mannschaft: „Es macht Spaß wieder mit 18 Mann zu trainieren. Die Stimmung ist gut und die Jungs können ja alle Fußball spielen. Da sind viele dabei, die einfach nicht höher spielen wollten.“

Zuversichtlich in die Zukunft

Das erste Spiel in der neuen Besetzung war auch bereits ein Teilerfolg. Gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter DJK Tus Körne hielt der Lüner SV letztlich knapp mit 1:2. Mikuljanac war dabei zwar privat verhindert, nimmt das Spiel aber als Hoffnungsschimmer: „Das Ergebnis hat mich ein bisschen überrascht. Darauf können wir definitiv aufbauen. Mit Kampf und Leidenschaft können wir bis zum Winter definitiv noch Punkte holen, um weiter dran zu bleiben.“

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