Coronakrise: Weitere Sportarten legen eine Pause ein - auch in Lünen

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Das Coronavirus sorgt für einen Stillstand in der Lüner Sportlandschaft. Am Freitag haben weitere Verbände mitgeteilt, dass der Spielbetrieb längerfristig ruht.

von Patrick Schröer, Dirk Buschmann

Lünen

, 13.03.2020, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass in der Lippestadt vorläufig kein Handball und Basketball mehr gespielt wird, steht bereits seit Donnerstagnachmittag fest. Am späten Donnerstagabend vermeldete auch der Deutsche Volleyball Verband, dass bis zum April der Spielbetrieb ruhen werde. Am Freitag zogen weitere Sportverbände nach.

Aufgrund der täglich fortschreitenden Ausbreitung des Corona-Virus haben das Präsidium des Deutschen Volleyball-Verbandes DVV sowie der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) am Donnerstag beschlossen, den laufenden Spielbetrieb in den Bundesligen, Dritten Ligen und Regionalligen vorzeitig zu beenden. Darunter zählen auch alle Veranstaltungen der deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) wie Regional- und Deutsche Jugendmeisterschaften.

Konferenz am 26. März

Ferner sei die Gremienarbeit und Reisetätigkeit aller DVV-Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung bis zum 9. April eingestellt. In einer Telefonkonferenz soll am 26. März alles Weitere besprochen werden.

Daraufhin beschloss das Präsidium des Westdeutschen Volleyballverbandes WVV, den kompletten Spielbetrieb im Senioren- wie im Jugendbereich mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Regelungen zu Auf- und Abstieg werden zu einem späteren Zeitpunkt und in enger Abstimmung mit der VBL getroffen und kommuniziert. Betroffen sind in Lünen die Mannschaften der Vereine DJK SuS Brambauer und Lüner SV.

Regenbogen ist erleichtert

Frank Regenbogen, Trainer der LSV-Männer, zeigte sich in einer ersten Reaktion erleichtert. Er will sich nun mit dem Vorsitzenden Martin Lehnhoff und den Spielern zusammensetzen und entscheiden, ob oder wie es mit dem Training weitergehen soll. „Wir wissen ja derzeit noch nicht, wie lange die Spielsperre dauern wird, ob die Saison noch fortgesetzt wird oder nicht.“

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Reagiert hat auch der Westdeutsche Tischtennis-Verband. „Da am Donnerstagabend Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder die Bevölkerung aufgefordert hat, auf Sozialkontakte möglichst zu verzichten und alle nicht notwendigen Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern abzusagen, können wir unsere gestrige Verlautbarung nicht halten“, schreibt der Verband auf seiner Internetseite, der zunächst noch keine Absagen geplant hatte.

Pause bis zum 17. April

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband setze deshalb den Spielbetrieb wegen der Ausbreitung des Coronavirus bis zunächst einschließlich 17. April aus. Die Aussetzung gelte für den kompletten Individual- und Mannschaftsspielbetrieb in Verantwortung des WTTV sowie seiner Bezirke und Kreise.

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Über die Folgewirkungen, zum Beispiel die Verschiebung von Wettkämpfen, deren Streichung sowie Auf- und Abstiegsregelungen, werde beraten.

Am Freitagvormittag erreichte unsere Redaktion auch eine Information von Olaf Bispinghoff, Wasserballtrainer des SV Lünen. Bispinghoff leitete eine Anweisung von Dieter Rohbeck, Fachwart Wasserball Nordrhein Westfalen, weiter. Dort teilte Rohbeck mit, dass alle Wasserballspiele infolge des Coronavirus im SV NRW vom 14. März bis zum 18. April abgesagt werden. „Wie es mit den ausgefallenen Spielen gehandhabt wird, können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt

keine Aussage machen“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Bispinghoff befürwortet Entscheidung

„Vorsicht ist die Mutter des Porzellanladens. Die Entscheidung ist richtig. Ich möchte dafür nicht die Verantwortung haben“, äußert sich Bispinghoff knapp zur Pause.

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