Corona-Lockerungen: Lünens Tennisspieler stehen in den Startlöchern

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Bund und Länder beraten Mittwoch über Lockerungen der Corona-Maßnahmen, das Tennis drängt darauf. Wir haben bei der TG Gahmen und dem TV Altlünen nachgehört, warum und in welcher Form das sinnvoll ist.

Lünen

, 04.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch (6. Mai) werden Bund und Länder über eine Lockerung der Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen das Coronavirus beratschlagen. Dabei soll es auch um den Sport gehen. Einige Sportverbände, allen voran die Outdoor-Sportarten, drängen auf Lockerungen. Wir haben bei der TG Gahmen und dem TV Altlünen nachgehört, wann und in welcher Form es bei Lünens Tennisspielern wieder losgehen könnte.

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Doch ist eine Eröffnung überhaupt sinnvoll? „Ja, auf jeden Fall, unbedingt“, erklärt Karsten Schützner, Vorsitzender der TG Gahmen. Zum Schutz der Gesundheit der Mitglieder haben die Gahmener bereits Vorkehrungen getroffen. „Wir könnten morgen anfangen, das wäre gar kein Problem“, sagt Schützner und zählt auf: „Die Desinfektion wäre gewährleistet, die entsprechenden Aushänge haben wir und den nötigen Abstand hält man beim Tennis sowieso ein. Von daher sehen wir dem Ganzen erwartungsvoll entgegen.“

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Eine zeitnahe Rückkehr zum regulären Betrieb erwartet Schützner nicht. „Es könnte ganz normal gespielt werden, aber was wohl nicht gemacht werden kann, ist Mannschaftstraining“, erklärt er. Auch wenn in einigen Bundesländern Trainingsgruppen mit bis zu vier Beteiligten erlaubt seien. „Ich gehe davon aus, wenn das erlaubt wird, dann wird das erst einmal für Einzelne freigegeben“, so Schützner.

Doch auch das soziale Vereinsleben bliebe eingeschränkt. So müsste wohl die Gastronomie geschlossen bleiben, zudem müssten sich Mitglieder voraussichtlich zuhause duschen und umziehen. „Da ist die Kommunikation eingeschränkt, aber das ist besser als nichts“, sagt Schützner.

Mehrere mögliche Corona-Beauftragte bei der TG Gahmen

Hat der Verein denn auch schon einen Corona-Beauftragten bestimmt, wie es der Verband vorgeschlagen hat? „Jein“, erklärt der Vorsitzende: „Wir haben Leute im Auge, die das machen würden, aber noch niemanden konkret benannt.“ Er rechne damit, dass Mittwoch eine Entscheidung zu Lockerungen getroffen werde. „Es ist irgendwo nicht einzusehen, dass in acht Landesverbänden schon wieder gespielt werden darf und in NRW, das drei Landesverbände beinhaltet, noch nicht“, so Schützner. „Tennis ist ein Draußensport, man steht auf dem Platz 20 Meter auseinander. Ich hoffe das beste, dass wir ab nächster Woche wieder auf den Platz dürfen.“

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Auch beim TV Altlünen rechnet man mit Lockerungen und hat Vorbereitungen getroffen. Einige Handgriffe müssten aber noch gemacht werden. „Wir sind im Prinzip komplett vorbereitet, haben aber noch nicht alles gemacht, weil die Sportstätten noch gesperrt sind“, erklärt Pressewart Dirk Rummel.

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„Tennis soll dann nur als Einzelsportart betrieben werden, ohne Doppel. Wir werden uns an die bestehenden Hygienevorschriften halten. Das heißt immer mindestens 1,50 Meter Abstand, jeder hebt auf seiner Seite die Bälle auf, die Handdesinfektion sicherstellen und die Toiletten sperren“, berichtet Rummel.

Wenn die Politik den Sport wieder erlaubt, ist der TVA bereit. „Dann würden wir auch grünes Licht geben.“ Die Sehnsucht nach dem Sport ist auch bei den Altlünern groß. „Es sind schon einige am Scharren. Wenn das gelockert wird, wird das einen Run auf die Plätze geben“, erwartet Rummel.

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