„Cobras“ müssen im Zentrum improvisieren

Handball: Vorschau

Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden haben den Punktverlust in letzter Sekunde aus dem letzten Spiel gegen Harsewinkel (29:29) verdaut. Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer wollen nach der Niederlage zuletzt zurück in die Erfolgsspur.

OBERADEN/LÜNEN

, 23.09.2017, 14:49 Uhr / Lesedauer: 4 min

Handball, Verbandsliga LIT Tribe Germania II – SuS Oberaden Samstag (23. September), 17.30 Uhr, Friedensweg 47, Nordhemmern

„Auch wenn mich das jetzt immer noch ärgert. Es stand nur ein einziges Mal unentschieden. Und das war mit Abpfiff. Aber wir können es jetzt nicht mehr ändern. Wir schauen nach vorn“, sagt Spielertrainer Alex Katsigiannis. LIT Germania II ist der Unterbau der Oberliga-Ersten. „Eine Mischung aus Jung und Alt“, sagt Katsigiannis.

Sowohl die Erste als auch die Zweite haben beide Spiele zum Saisonauftakt für sich entschieden. Der Gastgeber ist sehr heimstark, bewies diese Stärke in den letzten Jahren und vor allem im ersten Saisonspiel beim 35:23-Sieg gegen Porta Westfalica. „Insgesamt finde ich, dass LIT eine starke Truppe hat. Die stehen nicht umsonst da oben. Für uns wird es nicht einfach“, sagt Katsigiannis.

Dennoch sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft sehr gut. Die „Cobras“ hatten Anfang der Woche ein Fotoshooting, absolvierten dann eine gemeinsame Volleyball-Einheit, ehe es mit dem Handball unter der Woche weiterging. Aufpassen muss der SuS uf Kreisläufer Stefan Moehle, der früher schon zu 3.-Liga-Zeiten stets torgefährlich war. Auch in den beiden letzten Partien ragte er mit insgesamt 13 Treffern heraus.

 

Der Fokus der Trainingswoche lag diesmal auf dem Umschaltspiel und der Abwehr. Schwierig wird die Aufgabe für Oberaden aber im Innenblock. Denn mit Mats-Yannick Roth (beruflich) und Lukas Noe (privat) fehlen gleich zwei der drei etatmäßigen Innenblockspieler. „Da weiß ich noch nicht genau, wie ich das lösen werde. Vielleicht werde ich selbst da stehen. Oder auch Tim Holtmann. Wir werden uns etwas einfallen lassen“, so Katsigiannis.

Angefragt hat der Coach schon bei Lars Köhler und Sebastian Pohl. Aber beide haben abgesagt. Ansonsten wird Kreisläufer Bastian Herold noch einmal auflaufen. Seinen MRT-Termin bezüglich seiner Schulter-Verletzung hat er nächste Woche.

Landesliga 3 VfL Brambauer – Gladbeck II Samstag, 19.30 Uhr, Diesterweg, Lünen

Aufsteiger VfL Brambauer hält die Stimmung trotz zweier Niederlagen zum Saisonstart hoch. „Wir arbeiten intensiv an uns und die Mannschaft gibt ihr Bestes. Der Einsatz stimmt“, macht Trainer Nadim Karsifi deutlich. Er weiß, dass die neue, höhere Liga für sein Team nicht einfach ist. „Die Jungs geben aber alles und sind voll fokussiert. Da werden die Punkte auch bald kommen“, so Karsifi.

Jetzt trifft Brambauer auf den VfL Gladbeck II, der eine körperlich große und robuste Deckung stellt, aus der dann die erste und zweite Welle gespielt wird. „Da müssen wir auf jeden Fall schnell zurück sein“, fordert Karsifi und legt nach: „Wir müssen dahin kommen, dass wir unser Spiel machen und auch konstant bleiben.“

Die Konstanz fehlt dem VfL Brambauer noch. Aber Karsifi betont immer wieder, dass sein Team noch etwas Zeit benötige, um in den Saisonmodus zu finden. „Ich gehe davon aus, dass wir nach fünf, sechs Spielen angekommen sind. Ich bitte einfach noch um Geduld“, sagt er. Mit Blick auf die personelle Situation sieht es hervorragend aus. Nur Vitus Forsmann ist weiter angeschlagen. Ansonsten hat Karsifi die Qual der Wahl.

Bezirksliga Hellweg TuS Westfalia Kamen – SuS Oberaden II Sonntag, 18 Uhr, Weddinghofer Str., Kamen

Mit den beiden Punkten zuletzt beim TuS Jahn Dellwig II war Trainer Björn Grüter sicher einverstanden. Mit der Spielweise aber nicht. „Da fehlte einfach die Bewegung. Wir haben unter der Woche jetzt viel daran gearbeitet und ich hoffe, dass wir es jetzt in Kamen besser machen“, sagt Grüter.

Sein Team trifft auf einen Aufsteiger und zugleich auf ein bekanntes Gesicht. Denn an der Seitenlinie steht Ralf „Ralli“ Weinberger, der etliche Jahre die Erste des SuS Oberaden coachte, unter anderem auch noch Grüter zu seiner Spielerzeit. „Ich freue mich sehr, ihn wiederzusehen. Wir wollen aber definitiv einen Sieg mitnehmen. Verschenken wollen wir nichts“, so Grüter. Personell sieht es hervorragend aus. Alle Spieler können auflaufen.

VfL Kamen – Lüner SV Samstag, 19 Uhr, Am Schwimmbad, Kamen

„Die Vorzeichen könnten besser sein“, sagt Trainer Christian Neve. Trotzdem will der Lüner SV sein Bestmögliches geben. „Eine Chance, sich zu beweisen, bekommen diejenigen, die bis jetzt noch nicht großartig zum Zug kamen“, sagt Neve. Er hofft zudem, dass sein Team die gute Deckungsarbeit der Kamener mit einfachen Toren knackt. „Selbst dürfen wir in der Deckung auch nicht viel zulassen und müssen kompakt stehen“, so Neve.

Frauen-Handball, Verbandsliga VfL Brambauer - DJK Westfalia Hörde Sonntag, 18 Uhr, Diesterweg, Lünen

Mit 24:26 mussten die VfL-Frauen sich zuletzt bei der HSG Schwerte-Westhofen geschlagen geben. Vom Spiel her war Trainer Andre Schwedler aber zufrieden. Letztendlich scheiterte es an der mangelnden Chancenauswertung. „Wir haben bestimmt drei Siebenmeter und 20 freie Chancen verworfen. So kann man auch kein Spiel gewinnen“, sagt er. Dennoch blickt er auch nach vorn: „Wir haben uns fest vorgenommen, uns in diesem Bereich jetzt gegen Hörde zu steigern. Wir wollen von Beginn an konsequent sein und erst gar nicht Zweifel aufkommen lassen.“

Seine Mannschaft trifft auf einen Aufsteiger, der die beiden ersten Saisonspiele aber verloren hat. Die DJK Westfalia Hörde ist also auf Wiedergutmachung aus, genau wie die VfL-Frauen. In Ludmila Lebedew hat Hörde eine wurfgewaltige Spielerin in seinen Reihen. Auf diese gilt es aufzupassen. Ansonsten gilt es vor heimischem Publikum eine konzentrierte Leistung sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zu zeigen. Dabei soll auch das Tempospiel wieder einbezogen werden.

Angelina Pötter sah zuletzt gegen die HSG Schwerte-Westhofen in den letzten Minuten die Rote Karte und wurde für zwei Spiele gesperrt. Hinzu kommen die Ausfälle der Langzeitverletzten Anna Juchems (Kreuzbandriss) und Verena Leismann (Bänderriss). Beide sind aber in absehbarer Zeit wieder einsetzbar. Ansonsten hat Schwedler alle Spielerinnen zur Verfügung und hofft, dass sein Team eine gute Leistung bieten wird.

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – SG Ruhrtal Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen

„Wir sind gut drauf. Das kann gerne so weiter gehen“, sagt auch Trainer Marcel Mai. Dass die LSV-Frauen aber genau da stehen, wo sie aktuell sind, war eine Menge harte Arbeit. Jetzt treffen die Rot-Weißen auf einen Aufsteiger, der mit einem Sieg und einer Niederlage ausgeglichen den Auftakt bestritt. „Wir kennen Ruhrtal nicht, lassen es auf uns zu kommen. Wir werden in erster Linie nur auf uns schauen und unser Spiel durchziehen“, fordert Mai. Dabei hofft er auf eine konzentrierte Leistung im Angriff und in der Abwehr. „Da müssen die Absprachen noch besser werden“, fordert er.

Mit Blick auf die Personalie stehen Mai die A-Jugendspielerinnen nicht zur Verfügung. Dafür kehren aber Marie Gosemerker, Julia Krause und Hannah Püschel in den Kader zurück. Also steht Mai ungefähr die gleiche Anzahl an Spielerinnen zur Verfügung wie zuletzt. „Wenn wir es schaffen, unsere Chancen konsequent zu nutzen, sollten die Punkte zu Hause bleiben“, ist sich Mai sicher.

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