"Cobras" besiegen auch Riemke – Die Ergebnisse

Handball

Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden bleiben in der Erfolgsspur. Beim Tabellenelften SV Teutonia Riemke hat sich das Team um Spielertrainer Alex Katsigiannis am Samstagabend einen 32:29-Erfolg gesichert. Die Damen des VfL Brambauer unterlagen derweil bei der SG TuRa Halden-Herbeck mit 26:37.

LÜNEN

, 31.03.2017, 14:17 Uhr / Lesedauer: 5 min
"Cobras" besiegen auch Riemke – Die Ergebnisse

Pascal Stennei überzeugte beim Oberadener Auswärtserfolg in Riemke.

Handball, Damen Verbandsliga SG TuRa Halden-Herbeck – VfL Brambauer 37:26 (17:11)

Das war ein Spieltag zum Vergessen. Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer haben am Samstagabend bei der SG TuRa Halden-Herbeck eine schwache Leistung abgeliefert und eine 26:37-Niederlage kassiert.

Trainer Uli Richter konnte es kaum fassen: „Wir haben absolut indiskutabel gespielt. Ich habe mich, um ehrlich zu sein, sogar phasenweise geschämt. Ich weiß nicht, was los war.“ Von Beginn an lag seine Mannschaft in Rückstand, Martha Rykowski drehte das Ergebnis aber mit einem Doppelpack zum 5:3. Bis zum 6:5 per Siebenmeter durch Sanja Lasshof blieb Brambauer vorn, musste dann aber zusehen, wie der Gastgeber aufholte. Kurz vor der Pause erspielte er sich eine 17:11-Führung und legte nach Wiederanpfiff nach.

In der 38. Minute betrug der Vorsprung bereits zehn Tore (22:12). Die VfL-Frauen ergaben sich ihrem Schicksal. Es waren weder Kampf noch Wille zu sehen. In der Deckung lieferte die Richter-Sieben eine katastrophale Leistung ab. „Auch wenn Angelina Pötter und Swantje Wulf neben den Langzeitverletzten gefehlt haben, dürfen wir uns so nicht präsentieren. Ein Dank geht trotzdem an Angi Trottenberg und Sonja Plotek, die ausgeholfen haben“, sagte Richter.

TEAM UND TORE VfL: Sindermann/Trottenberg – Mai 2, Martha Rykowski 4, Sahage, Plotek 5, Leismann 3, Neumann, Lasshof 6/6, Monika Rykowski 2, Karau 4

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – Westfalia Kamen 31:32 (12:14)

Die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV haben es verpasst, den zweiten Tabellenplatz abzusichern. Sie unterlagen knapp zu Hause dem Tabellenvierten Kamen, profitierten aber davon, dass der Tabellendritte Hammer SC ebenfalls patzte. 

Ziemlich unglücklich verlief der Start für die LSV-Frauen. Trainer Marcel Mai musste nach knapp drei Minuten auf Appiah Sarah Dressler verzichten. „Sie soll ihrer Gegenspielerin in der Bewegung nach vorn ins Gesicht geschlagen haben“, sagte Mai. Dressler musste auf die Tribüne. „Über halblinks fehlte uns somit eine starke Spielerin. Das hat unser Konzept durcheinander gebracht“, sagte Mai. Kamen nutzte die Überzahl nicht, verwarf sogar den fälligen Siebenmeter.

Der LSV warf in Unterzahl das 4:3. Bis zum 7:7 verlief die Partie dann ausgeglichen. Danach setzte sich Kamen allerdings mit drei Treffern ab und hielt einen Zwei-Tore-Vorsprung bis zur Pause.

In der Halbzeit hatten sich die Gastgeberinnen etwas vorgenommen, doch gleich nach Wiederanpfiff merkte Mai, dass sein Team mental nicht auf der Höhe war. „Wir liefen ständig einem Rückstand hinterher. Man hat nicht gespürt, dass wir gewinnen wollten“, so Mai. Zwar war der LSV beim 19:19 durch zwei Tore in Serie von Anna Schmidt wieder dran, doch Kamen zog beim 21:26 wieder auf fünf Tore davon.

Der Lüner SV versuchte sein Bestes. Nach dem Tor von Anna Schmidt zum 28:29 und beim Ausgleich zum 31:31 von Mandy Schwinger keimte nochmals Hoffnung auf. In den letzten 40 Sekunden war der LSV nicht mehr in der Lage den Ball noch abzufangen und kassierte zwölf Sekunden vor Ende der Partie das Tor zur Niederlage. „32 Gegentreffer sind einfach zu viel“, sagte Mai.

TEAM UND TORE LSV: Klostermeier/Fetting - Schröder 3/1, Lieneke 3, Blümel 1, Hülsewede 9/4, Püschel, Lohölter, C. Schmidt 2, Krause, A. Schmidt 9, Schwinger 2, Dressler 1

Herren Verbandsliga 2 SV Teutonia Riemke – SuS Oberaden 29:32 (16:16)

Gleichzeitig unterlag Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen mit 23:25 beim TuS Bommern. Somit ist der Rückstand des Tabellenvierten Oberaden auf drei Punkte – bei noch zu vergebenen sechs Zählern – geschmolzen. Es bleibt spannend im Kampf um die Meisterschaft.

Starker Start

Die „Cobras“ erwischten am Samstag einen starken Start, führten von Beginn an. Immer wieder von Linkshänder Lauris Hajduk angetrieben, der in den ersten zehn Minuten bereits vier Tore erzielte, bauten die Grün-Weißen ihre Führung von 3:0, über 6:4 auf 8:4 (12. Minute) aus. Dann aber fand der Gastgeber besser ins Spiel, nutzte die Unstimmigkeiten in der SuS-Deckung und traf auch über die Außen. So verkürzte Riemke auf 11:13 (25.). Die letzten Minuten vor dem Pausenpfiff agierte Oberaden in Unterzahl, kassierte so den 13:13-Ausgleich.

Pascal Stennei hatte kurze Zeit später aber mit seinem Treffer zum 14:13 die passende Antwort. Riemkes Steffen Lüning glich wieder aus. Oberaden legte wieder zweimal vor, doch Riemke blieb immer wieder dran, sodass beide Teams mit 16:16 in die Kabine gingen.

Nach der Pause kam der SuS erneut gut aus den Startlöchern. Vorne wurde geduldig gespielt, hinten stand die Abwehr besser. So legte das Team drei Tore in Folge hin. Doch die „Cobras“ schafften es nicht, den Vorsprung auszubauen. Immer wieder kam Riemke heran, verkürzte zum 22:23 und schaffte es beim 23:23 wieder auszugleichen. Die letzten Minuten riss sich Oberaden aber zusammen und brachte den Sieg – dank starker Leistungen von Fabian Lauber, Pascal Stennei, Katsigiannis selbst und Keeper Börge Klepping – über die Zielgerade.

Erfreulich war zudem, dass der Langzeitverletzte Thorben Rossfeldt erstmals wieder zum Einsatz kam. „Das hat er sich verdient, auch wenn es nur von kurzer Dauer war. Thorben wird sich in den nächsten Tagen einer weiteren Operation unterziehen müssen“, sagte Katsigiannis, der mit dem Spiel in Riemke unterm Strich zufrieden war: „Wir haben den Sieg nicht aus der Hand gegeben. Das war positiv.“

TEAM UND TORE SuS: Makus/Klepping – Lauber 6, Herold 2, Fehring 4, Katsigiannis 5, P. Stennei 4, Roth 1, Mork 1, Hajduk 7, Braach, Noe, Rossfeldt, Köhler 2

Bezirksliga Hellweg SG Massen – VfL Brambauer 29:31 (13:16)

Einen kleinen, weiteren Schritt Richtung Meisterschaft hat der VfL Brambauer beim knappen Sieg über Massen gemacht.  29:31 (13:16) Nicht so zufrieden zeigte sich VfL-Trainer Nadim Karsifi mit der Leistung seines Teams, aber er probierte für die letzten Spiele der Handball-Bezirksliga einiges aus. So erhielten einige junge Spieler wie zum Beispiel Burak Kurt viel Spielzeit.

„Spielerisch war es kein schönes Spiel von uns“, sagte Karsifi. Sein Team erarbeitete sich in der Anfangsphase beim 2:4 eine kleine Führung. Der Tabellensiebte Massen ließ sich aber nicht abschütteln und war beim 7:7 wieder dran. In Intervallen setzte sich der VfL dann leicht ab. Über 9:12 hieß es zur Pause 13:16 für Brambauer. Nach dem Wechsel hatte sich der VfL vorgenommen, das Spiel deutlicher zu gestalten, aber es fehlte an der Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor.

„Da haperte es ein wenig“, sagte Karsifi. In Halbzeit zwei war das Spiel lange ausgeglichen. Über 18:18, 23:23 und 28:28 setzte sich kein Team entscheidend ab. Erst kurz vor Schluss setzten Philipp Maurer per Siebenmeter und Jonas Lüke zwei Tore in Serie zum 31:29 für die Gäste. Massen war nicht mehr in der Lage zu verkürzen. Sollte Brambauer in Beckum gewinnen, könnte im anschließenden Heimspiel gegen Kellerkind Werne am 6. Mai die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht werden.

TEAM UND TORE VfL: Welski/Greinert - Richter 3, Scheidereit, Lüke 3, L. Langmann, Baggemann 2, Eder 6, Kurt 2, Gärtner, P. Langmann 3, Freitag 6, Maurer 3

Soester TV II – SuS Oberaden II 23:28 (11:13)

Die Bezirksliga-Handballer des SuS Oberaden II haben das Spitzenspiel am Samstag beim Soester TV II für sich entscheiden können und bleiben damit Tabellenzweiter.

„Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert“, freute sich Trainer Björn Grüter. Sein Team habe von Beginn an dagegen gehalten.

„Man hat gesehen, dass jeder Spieler diesen Sieg unbedingt wollte. Soest hat mit Verstärkung aus der Oberliga-Ersten gespielt. Damit haben wir aber gerechnet. Trotzdem ist es uns gelungen, super in der Abwehr zu verschieben. Wir haben Soest nur wenig Raum gelassen“, resümierte Grüter. Oberaden II legte dann mit Tempo vor, spielte aber immer wieder auch mit Kopf. „Wir haben das Tempo an der richtigen Stelle auch herausgenommen. Ich bin sehr zufrieden“, so Grüter, der ein Sonderlob für Keeper Stefan Schaumann aussprach: „Er hat überragend gehalten.“

TEAM UND TORE SuS: Schäfer/Schaumann – Stratmann 1, Schumacher 1, P. Schuchtmann 1, Rodefeldt 4, Wegelin, Krock 4, Titz, H. Schuchtmann 8, Gonschewski 4/4, Wagner 4, Merten 1

HC Heeren-Werve – Lüner SV 36:27 (18:13)

Gegen Mitkonkurrent Heeren-Werve verpasste der Lüner SV einen Befreiungsschlag und muss weiter um den Klassenerhalt in der Handball-Bezirksliga zittern. Deutlich zu viele Zeitstrafen leistete sich der LSV in der ersten Halbzeit. Allein 16 Minuten spielte der LSV in Unterzahl, spielte teilweise mit zwei Feldspielern. Über 4:2 und 6:3 glichen die Lüner durch zwei Tore von Philipp Hadac zum 9:9 zwar aus, doch der HC setzte sich erneut auf 14:10 und 18:13 zur Pause ab.

Nach dem Wechsel machte der LSV nicht den Eindruck, das Spiel noch drehen zu können. Die Abwehr zeigte sich weiterhin löchrig. Beim 29:20 erzielten die LSVer vier Tore in Serie. Doch die Aufholjagd erwies sich nur als kurzes Strohfeuer. „Wir haben verdient verloren. Die Abwehr war viel zu löchrig. 18 Tore in Halbzeit eins sind viel. Glückwunsch an Heeren, die durch sind“, sagte LSV-Trainer Christian Neve, der auf zumindest einen Sieg aus den letzten vier Spielen hofft. 

TEAM UND TORE LSV: Hangebrock/Bauer - Hadac 5, Gärtner 4, Dornseifer 1, Grammon, Neve, Seeger 5, Schünemann 1, Stroscher 2, Wildemann 4, Maurer 3, Albers 1, Miehle 1

 

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