Christian Hampel nach seinem ersten Spiel mit dem Lüner SV: Acht Tore und einige Verletzte

dzLüner SV

Am Dienstagabend gab es das erste Spiel mit Christian Hampel an der LSV-Seitenlinie. Jetzt ist er heiß auf den Gegner, gegen den er sein letztes Westfalenliga-Spiel als Trainer bestritt.

Lünen

, 25.09.2019, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es werden am Sonntag 127 Tage sein. 127 Tage, die zwischen Christian Hampel und seinem letzten Spiel als Westfalenliga-Trainer liegen. Der Gegner damals: Die SG Finnentrop/Bamenohl, damals Tabellenzweiter. Am Sonntag geht es dieses Mal erneut gegen Finnentrop, dieses Mal aber als Tabellenführer. Im Mai gab es für Hampel und seinen ehemaligen Klub, den FC Iserlohn, eine 1:2-Niederlage. Das Spiel stellte damals den Abschluss für Hampel als Westfalenliga-Trainer da. Es ging für ihn auf den Posten des Sportlichen Leiters beim LSV - bis zur vergangenen Woche. Marc Woller gab seinen Rücktritt bekannt, Hampel übernahm wieder als Westfalenliga-Coach.

Knapp anderthalb Wochen hatte Hampel bislang mit dem Team, inklusive eines Testspiels am vergangenen Dienstag gegen den Bezirksligisten VfR Sölde. 6:2 hatte der LSV gewonnen. „Es war fast schon ein typisches Testspiel, das kann auch 9:4 ausgehen“, sagte Hampel zu dem Spiel. „Wir müssen eigentlich noch mehr Tore machen, haben uns viele Torchancen herausgespielt.“

„Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“

Trotzdem sah noch nicht alles rosig aus unter der neuen LSV-Führung. Hampel hat seinen eigenen Stil, wie der Ball demnächst rollen soll für die Lüner. „Ich habe schon meine Vorstellungen, wie ein Spiel laufen soll“, erklärt er. Verbessern muss sich dafür aber noch die Defensive der Lüner: „Allerdings haben wir nicht gut und zu inkonsequent verteidigt.“ Hampel wird deutlich, wenn er das anspricht. Es ist ein Problem, was ihm wohl schon deutlich länger beschäftigt. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison bisher. Wir machen zu viele, viel zu einfache Fehler“, sagt Hampel.

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Zwei Tore haben die Lüner gegen Bezirksligist Sölde kassiert, dafür aber auch noch zwei Tore in Unterzahl erzielt. In der 70. Minute hatte Sefa Ayaz einen Schlag auf das Knie bekommen, musste das Spiel verlassen. Hampel hätte zwar noch auffüllen können, ließ aber in Unterzahl weiterspielen. Auch eine Vorbereitung auf mögliche Spielsituationen in der Liga, wo die Lüner auch mal in Unterzahl geraten könnten. „Von daher haben wir das so durchgezogen“, erklärt Hampel. Und es hat geklappt: Fabian Pfennigstorf traf noch zwei Mal in der Schlussphase und krönte seinen Sahnetag bei dem Testspiel. Drei Mal hat Pfennigstorf gegen die zwei Ligen tiefer spielenden Sölder getroffen und so mächtig Eigenwerbung betrieben.

Arge Verletzungsprobleme beschäftigen die Lüner

Diese wird womöglich aber gar nicht nötig sein, denn die Lüner Offensive hat noch arge Verletzungprobleme. Die Chancen für einen Startelf-Einsatz von Pfennigstorf dürften hoch stehen am Sonntag. Johannes Zottl feierte zwar sein Comeback, aber laut Hampel fehle „noch ein bisschen Rhytmus.“ Nun kommt die Verletzung von Sefa Ayaz dazu. Ebenfalls verletzt raus musste Kapitän Marcel Ramsey, der wohl länger auszufallen droht. Für das Spiel am Sonntag gegen Finnentrop stehen beim Personal noch große Fragezeichen, genau so wie bei Mehmet Kara, der angeschlagen aus dem Spiel des LSV II am vergangenen Sonntag gekommen ist.

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„Wir sind alle auf jeden Fall heiß - ich auch“, gab Hampel zu verstehen. 127 Tage nach seinen letzten Spiel als Westfalenliga-Trainer ist das nur allzu verständlich. „Nur das Personal macht mir ein bisschen Sorge.“

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