BW Alstedde siegt nach Windschlacht - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

BW Alstedde hat am Sonntag einen 3:1-Erfolg gegen K.F. Sharri eingefahren. VfB Lünen kassiert den Ausgleich in Nachspielzeit, aber bleibt Tabellenerster. Der Lüner SV II verpasst die Spitze.

von Niklas Dvorak, Steven Roch, Patrick Schröer

Lünen

, 10.03.2019 / Lesedauer: 6 min
BW Alstedde siegt nach Windschlacht - Die Ergebnisse

Pierre Katarzynski (l.) traf zum 3:1-Endstand. © Günther Goldstein

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Westfalia Wethmar U23 – Langeschede 2:3 (1:3)

Die ersten 20 Minuten ließen die Grün-Weißen nichts zu und standen defensiv sehr sicher. Offensiv nutzten die Gastgeber die Chancen nicht oder standen oft im Abseits. Die erste Torannäherung des Gastes war sofort gefährlich. Ein Schuss aus der zweiten Reihe wurde wegen des Windes immer länger und prallte an den Querbalken. Davon ließen sich die Wethmarer jedoch nicht schocken. Im Gegenteil. Nach einer weiteren guten Offensivaktion wurde Niklas Rogge im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kai Schinck zum 1:0.

„Die ersten 20 Minuten waren sehr gut. Wir hatten einige Situationen, in denen wir bereits hätten in Führung gehen müssen. Danach haben wir leider keinen Fußball mehr gespielt“, sagte TuS-Spielertrainer Benjamin Fasse. So kam es dann auch, dass Langschede mit viel Willen am Ergebnis schraubte. Ein Schlenzer aus 18 Metern schlug im Winkel ein. Nach dem Anstoß gaben die Wethmarer den Ball leichtfertig her, fanden im Zentrum keinen Zugriff, sodass Benedikt Szameitat aus 16 Metern mit einem abgefälschten Schuss zur 2:1-Führung traf. Ein Foulelfmeter sorgte für die 3:1-Halbzeitführung für Langschede. „Wir haben komplett die Ordnung verloren“, schimpfte Fasse.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur drei Minuten bis zum 2:3-Anschlusstreffer. Flemming Orlowski traf nach einer guten Vorarbeit von Felix Pella und Niklas Rogge. „Wir haben nach der Pause direkt den Anschluss erzielt und eine gute Phase gehabt. Leider ohne weiteren Treffer. Aufgrund des Wetters war es auch ein kleines Glücksspiel.

Westfalia Wethmar U23: Dvorak – F. Pella, Rath, Ronneburger, Anderson, Rogge (58. Resch), Schinck, K. Coerdt, R. Coerdt, Orlowski (71. Fasse), Puziak (67. Borchardt)

Tore: 1:0 Schinck (26./Foulelfmeter), 1:1 (32.), 1:2 (33.), 1:3 (37./Foulelfmeter)

TuS Niederaden – Kamener SC 2:3 (1:1)

Niederaden erwischte auf dem kleinen Ascheplatz einen denkbar schlechten Start. Bereits nach sechs Minuten erzielte Ex-Niederadener Matthias Kunde aus dem Getümmel heraus das 0:1. Aber auch der TuS versteckte sich nicht und in der elften Minute vergab Thies Adam die große Chance auf den Ausgleich. Wenig später wurde Adam jedoch im Strafraum gefoult, Daniel Marona verlud KSC-Keeper Lukas Knuth – 1:1 (15.). Nach stürmischem Beginn auf dem Platz machte bis zur Pause nur noch das Wetter richtig Wind, viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten das Spiel. Die größte Chance auf die TuS-Führung vergab Marona aus spitzem Winkel knapp (35.).

Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Viele Zweikämpfe und kaum Kombinationsspiel bei immer stärker werdendem Wind beherrschten das Geschehen. Doch Kamen übernahm nun die Initiative und Sitki Üstün drückte einen Ball am bereits geschlagenen TuS-Torwart Benjamin Gillner vorbei ins Netz (69.)

Ein Weckruf für das Heimteam: Bayram Eser vergab die größte Chance auf den Ausgleich knapp (80.). Kamen aber nutzte die sich nun vermehrt bietenden Räume gut. Jan Jacob vollendete einen Konter zum vermeintlich entscheidenden 1:3 (83.). Doch Niederaden gab sich nicht auf und Dean Williamson verkürzte zwei Minuten später nach guter Einzelleistung zum 2:3 (85.) Der TuS drückte nun auf den Ausgleich, aber Knuth parierte Niederadens beste Chance durch Williamson in der Nachspielzeit stark, sodass Kamen den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.

Niederadens Trainer Amel Mesis haderte mit dem Ausgang: „Es war deutlich mehr drin. Die Niederlage tut weh. Es war ein guter Fight von uns. Die glücklichere, nicht die bessere Mannschaft hat gewonnen.“

TuS Niederaden: Gillner – Hermann, Orfanidis, Williamson, Gastmeister, Kese, Jeyaratnam (60. Eser), Adam (62. Nolte), Schulze Beckinghausen, Wiggers (77. Timmers), Marona

Tore: 0:1 (6.), 1:1 Marona (15./Foulelfmeter), 1:2 (69.), 1:3 (83.), 2:3 Williamson (85.)

Kreisliga A2 Dortmund
BW Alstedde – K.F. Sharri 3:1 (2:1)

Ein fußballerischer Leckerbissen war es nicht, den am Sonntag die Alstedder und Dortmunder im Knappschaft-Stadion am Heikenberg anboten. Beide Mannschaften hatten mit den widrigen äußerlichen Bedingungen zu kämpfen. Bei starken Orkanböen halfen spielerische Mittel nicht, um sich durchzusetzen. „In der ersten Halbzeit mussten wir mit dem Gegenwind klarkommen, an Fußball war da kaum zu denken“, sagte BWA-Trainer Tim Hermes nach dem Spiel.

Dennoch fielen in den ersten 45 Minuten gleich drei der vier Tore der Partie. In Führung ging Alstedde nach einem Strafstoß. In der achten Minute wurde Alsteddes Offensivmann Pierre Katarzynski gelegt. Den fälligen Elfmeter verwertete Philipp Markwald. Zehn Minuten vor der Pause kam Sharri dann zum Ausgleich. Lange währte der jedoch nicht. Wiederum per Foulelfmeter – dieses Mal wurde Aslan Arslan regelwidrig gestoppt – traf nun Tuna Kayabasi zur erneuten Alstedder Führung.

Nach der Pause spielte den Blau-Weißen der Rückenwind in die Karten. Pierre Katarzynski erhöhte nach 49 Minuten auf den 3:1-Endstand. Danach passierte nicht mehr viel. „Im Endeffekt war es aufgrund des Wetters ein richtiges Drecksspiel. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die die Bedingungen angenommen und die drei Punkte geholt hat“, sagte Hermes nach dem Schlusspfiff.

BW Alstedde: Krause – Kirchhoff, Westrup, Kayabasi (40. Ekici), Kadlubowski, Juric (67. Altuntas), Markwald, Katarzynski, Nowak, Koczy, Arslan (60. Audehm)

Tore: 1:0 Markwald (8./Foulelfmeter), 1:1 (35.), 2:1 Kayabasi (40./Foulelfmeter), 3:1 Katarzynski (49.)

SF Brackel – Lüner SV II 3:1 (0:1)

Das stürmische Wetter kam den Lünern nicht entgegen. „Das hatte mit Fußball wenig zu tun. Normalerweise müsste man so ein Spiel abbrechen“, sagt Trainer Kadir Kaya. „Der Wind hat sich permanent gedreht. Ein 40-Meter-Abschlag des Torhüters flog 30 Meter zurück.“ Doch dahinter dürfe sich sein Team nicht verstecken. Brackel habe die gleichen Bedingungen gehabt, betont Kaya.

Nach einem Pass in die Tiefe umspielte Murat Büyükdere einen Gegenspieler und traf ins lange Eck zum 1:0 (13.). Danach vergaben Büyükdere und Furkan Kiymaz mehrere „tausendprozentige“ Chancen. In der zweiten Hälfte passten die Lüner einmal nicht auf – 1:1 (65.). Zwei Distanzschüsse aus 25 Metern besiegelten die LSV-Pleite. „Der Torwart war machtlos, der Ball drehte sich mit dem Wind noch auf den letzten Metern“, so Kaya, den die Niederlage nicht aus der Ruhr bringt. „Wir wissen, das wird kein Selbstläufer, aber wir haben bei einem Punkt Rückstand immer noch ein Spiel weniger als der VfB.“

Lüner SV II: Acar – Gülec, Ünal (46. Uzun), R. Kiymaz, Özkan, F. Kiymaz (82. Karaduman), Akgül, Büyükdere, Koc (73. Koschnik), Cirak, Reis

Tore: 0:1 Büyükdere (13.), 1:1 Podubrinn (65.), 2:1 Ibel (73.), 3:1Vollmer (82.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Cirak (89., wegen Lamentierens)

Kirchhörde II – VfB Lünen 1:1 (0:1)

In der 89. Minute, so steht es im DFB-Net, trafen die Dortmunder zum 1:1. Doch dem war nicht so, schildert Bördeling, der genau auf seine Uhr geschaut hatte. „Nach 45 Minuten in der zweiten Halbzeit behauptete der Schiedsrichter, es wären regulär noch fünf Minuten zu spielen“, sagte Bördeling und weiter: „Danach gab es noch einmal sechs Minuten oben drauf. Eine absolute Frechheit!“

Doch der erste Punktverlust des VfB 08 nach sieben Ligasiegen in Serie lag nicht bloß an der Nachspielzeit. Die Schwarz-Weißen verpassten es am Sonntag einfach, das zweite Tor zu erzielen. Spieler wie Maik Küchler oder Justin Schulze Weiling ließen gute Möglichkeiten zum 2:0 ungenutzt.

Sturmböen erschwerten das VfB-Spiel beim Tabellenelften schon in der ersten Halbzeit. „Der Ball blieb in der Luft stehen“, beschrieb Bördeling. Dennoch besorgte Marcel Salmen in der 35. Minute das 1:0 per Distanzschuss für die Lüner Gäste.

Für den Auswärtssieg reichte es dennoch nicht. In der achten Minute der Nachspielzeit war der VfB im Ballbesitz, als ein Kirchhörder in einen zu lasch gespielten Pass sprintete, den Ball eroberte und zum 1:1 ausglich. Damit waren zwar zwei der drei Punkte verloren. Doch die Tabellenführung blieb der Bördeling-Elf erhalten, weil der Zweite Lüner SV II sein Spiel in Brackel mit 1:3 verlor.

VfB Lünen: Koch – Bartsch, Küchler (80. Althoff), Scheuren (56. Hilkenbach), Hans, Schulze Weiling, Salmen, Kowalski, Wagner, Linz (46. Schulze Twenhöven), Grass

Tore: 0:1 Salmen (35.), 1:1 Osmann (90.+8.)

Eving Selimiye Spor – SV Preußen Lünen 1:3 (1:2)

„Wir haben in den ersten 20 Minuten nicht ins Spiel gefunden, waren gar nicht richtig wach“, sagte SVP-Coach Steven Koch. So gingen die Gastgeber aus Dortmund verdient mit 1:0 in Führung (13.). Zum Ende der ersten Hälfte kamen die Horstmarer viel besser ins Spiel und standen näher bei ihren Gegenspielern. Folgerichtig war dann der Ausgleich durch Robin Hagenmeyer (28.).

Noch vor dem Halbzeitpfiff drehte die Koch-Elf die Partie. Pascal Beck traf mit dem Pausenpfiff zur 2:1-Führung. „Wir werden erst hinten raus gefährlich. Wir haben auf Konter gesetzt, anders konnte man aufgrund des Wetters nicht spielen. Jeder hohe Ball ging nicht dahin, wo er hin sollte. Wir sind mit unseren schnellen Außenspieler Pascal Beck und Patrick Neumann über außen gut durchgebrochen und konnten unsere Konter gut ausspielen. Mit Robin Hagenmeyer hatten wir im Sturm auch einiges an Tempo und haben das sehr gut genutzt“, analysierte Koch.

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Spiel ein wenig. Hagenmeyer machte 22 Minuten vor dem Ende alles klar und stellte das Ergebnis auf 3:1. In einer Woche kommt BW Alstedde zum Topspiel nach Horstmar.

SV Preußen: Möller – Beck, Schulz, Fluder, Kleine-Bernink, Mark, Hagenmeyer, Neumann, D. Serges, S. Serges, Siegerink

Tore: 1:0 (13.), 1:1 Hagenmeyer (28.), 1:2 Beck (45.), 1:3 Hagenmeyer (68.)

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