BV Brambauer holt in Kirchderne torloses Remis / Partie von Wethmar wurde abgebrochen

Fußball: Bezirksliga

Es war kein sonderlich ergiebiges Auswärtsspiel, das der BV Brambauer am Sonntag ablieferte. Mit 0:0 trennte sich der BVB von Viktoria Kirchderne. Das Spiel in Wethmar wurde abgebrochen.

Brambauer

, 10.03.2019 / Lesedauer: 3 min
BV Brambauer holt in Kirchderne torloses Remis / Partie von Wethmar wurde abgebrochen

Brambauers Stürmer Dennis Stolzenhoff (r.) leistete viel disziplinierte Laufarbeit an vorderster Front. © Timo Janisch

Bezirksliga 8
Kirchderne – BV Brambauer 0:0

„Bei den Wetterbedingungen war es natürlich schwierig, Fußball zu spielen“, sagte Kirchdernes Trainer Tim Preuß nach Abpfiff – und fasste die 90 Minuten an der Derner Straße treffend zusammen. Es war wahrlich keine begeisternde Partie, die sich beide Teams boten. Selbst vorsichtige Torannährungen waren Mangelware an diesem kargen Sonntag.

Brambauer musste personell deutlich geschwächt antreten, hatte vor allem in der Offensive kaum Optionen. So musste BVB-Routinier Dennis Stolzenhoff über die volle Spieldauer das Sturmzentrum bekleiden – das tut er eigentlich nur noch für die Reserve in der Kreisliga B. „Dafür haben wir das Maximum erreicht“, sagte ein zufriedener BVB-Coach Jascha Keller.

Entsprechend konzentrierten sich die Brambaueraner aufs Verteidigen, um die starke Kirchderner Offensivreihe, die im Schnitt fast zweieinhalb Tore pro Spiel schießt, in Schacht zu halten. „Der Gegner stand mit zehn Mann hinten drin, hat kaum mal Aktionen nach vorne gemacht. Dann ist es sehr, sehr schwierig, zu Torchancen zu kommen“, sagte Preuß. Die wenigen Chancen – die beste davon unmittelbar vor Abpfiff – müsse man dann eben machen. Das gelang der Viktoria nicht. Doch der BVB machte es nicht besser.

Die beste Gelegenheit hatte Christoph Krziwanek – der den möglicherweise schwer am Knöchel verletzten Marcel Bieber ersetzte – nachdem Stolzenhoff ihn perfekt bedient hatte. Doch auch er scheiterte. „Mit dem Punkt können wir sehr gut leben. Ich finde, wir haben kämpferisch eine hervorragende Leistung gezeigt.“

Letztlich beeinflusste der starke Wind die Partie in Kirchderne klar erkennbar. Ruhende Bälle rollten regelmäßig davon, beinahe sämtliche Anspiele hatten durch die plötzlichen Böen einen Überraschungseffekt parat.

Ein Spielabbruch stand allerdings nie ernsthaft zur Debatte. Der Unparteiische kommunizierte mit den Trainern offen, dass ein Abbruch bei einer Gefährdung durch den Sturm möglich sei. „Die habe ich so nicht gesehen. Für mich war es okay, dass wir zu Ende gespielt haben“, sagte Keller. Ähnlich sah es Kirchdernes Preuß: „Ich fand das nicht dramatisch. Schlimmer wäre es gewesen, wenn es noch gewittert hätte.“ Das war noch im April beim letzten BVB-Gastspiel in Kirchderne der Fall, als die Partie sogar zwischenzeitlich unterbrochen wurde.

Viktoria Kirchderne: Kube – Fröse, Türkoglu, Fall (67. Ndubueze), Kasper, Schulz, Pietryga, Keskin (77.Yigit ), Piatkowski, Milde, Olesch

BV Brambauer: Haarseim – Diekmann, Köse, Kollakowski, Klemt – Rimkus, Ehrentraut – Bieber (36. Krziwanek), Razanica, Wantoch von Rekowski – D. Stolzenhoff

Tore: Fehlanzeige

Gut eine halbe Stunde ließ der Schiedsrichter die Partie laufen. Dann schloss er sich mit Westfalia Wethmars Trainer Andreas Przybilla und dem Trainer des FC Roj Manuel Lorenz kurz. Als ein kleines Fußballtor am Spielfeldrand durch den starken Wind umkippte, machte Lorenz dem Schiedsrichter per Handzeichen klar, dass er die Partie abbrechen sollte. Der Unparteiische brach die Partie ab, weil er die Sicherheit der Akteure sowie der Zuschauer aufgrund der ständigen Orkanböen nicht mehr als gewährleistet ansah. Somit muss das Spiel wiederholt werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
Lesen Sie jetzt