BV Brambauer: Grau statt Schwarz-Weiß-Rot

dzHinrundencheck

Nicht die, aber eine graue Maus ist der BV Brambauer in der Bezirksliga. Spielt der BVB, fallen kaum Tore. In Brambauer ist man damit jedoch gar nicht unzufrieden. Der Hinrundencheck.

Brambauer

, 19.11.2019, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Lüner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Zuerst an der Reihe: Der eigentlich schwarz-weiß-rot tragende Bezirksligist BV Brambauer.

Aktuelle Lage:
Durchschnittlicher als der BV Brambauer kann man kaum sein. 15 Spiele - und je fünf Siege, Unentschieden und Niederlagen. Das bedeutet 20 Punkte und Rang neun in der Bezirksliga 8. Und mit 16:18 Toren sind die Spiele mit Beteiligung des BVB die torärmsten der ganzen Liga.

Stärken: Alles, was passiert, wenn der BV Brambauer nicht den Ball hat. Die Defensive gehört zu den stärksten und zuverlässigsten in der ganzen Liga. Nur zwei Mannschaften kassierten weniger Gegentore als der BVB. Vor dem 1:5 in Kemminghausen waren es sogar nur 13 Gegentreffer in 14 Spielen.

Baustellen: Wer kaum Tore kassiert, aber trotzdem eine negative Tordifferenz (-2) hat, bei dem hakt es im Angriff. Zu wenig Tempo, zu wenig Torgefahr: Die Brambaueraner haben in ihrer Offensivreihe zu wenig individuelle Qualität und keinen Spieler, der immer für ein Tor gut ist. Daran wird kurzfristig kaum etwas zu ändern sein. Woran zu arbeiten ist: Fehler des Gegners konsequenter auszunutzen.

Beste Partie der Hinrunde: Am 13. Oktober platzte beim BVB auf einmal der Knoten. Beim VfR Sölde gewann der BVB mit 5:1, plötzlich ging nach vorne zumindest für 90 Minuten fast alles. „Es war sicherlich die beste Saisonleistung“, sagte Trainer Jascha Keller nach der Partie. Diese Aussage hat auch nach der Hinrunde noch Gültigkeit.

Schlechteste Partie der Hinrunde: Lange müssen sich die Brambaueraner nicht zurückerinnern, wenn sie sich die schlechteste Saisonleistung ins Gedächtnis rufen wollen. Erst am Sonntag unterlagen sie mit 1:5 beim bis dato lange sieglosen VfL Kemminghausen. Besonders nach der Pause ging nichts mehr beim BVB, noch während des Spiels wurde die Partie abgehakt. So eine Leistung habe man nun einmal pro Runde, war der Tenor nach Abpfiff.

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Bester Torjäger: Dass der BVB keinen konstant gefährlichen Torjäger hat, schlägt sich auch in der Torschützenliste nieder. Am gefährlichsten zeigte sich Kevin Coerdt, der immerhin fünf Mal traf. Kein weiterer Brambaueraner hat mehr als drei Tore geschossen.

BV Brambauer: Grau statt Schwarz-Weiß-Rot

Joel Razanica (r.) ist der Leitwolf beim BV Brambauer. © Timo Janisch

Spieler der Hinrunde: Die große Stärke des BV Brambauer ist nun mal die Defensive - und hier überzeugt der BVB kollektiv, arbeitet als ganze Mannschaft diszipliniert gegen den Ball. Hervorzuheben sind: Kapitän Joel Razanica - lautstark und motivierend geht er vorneweg - und seitdem er von der Sechs in die Innenverteidigung zurückgezogen wurde, kombiniert sich Brambauer besser hinten raus und fährt bessere Ergebnisse ein. Zudem ist der flexibel einsetzbare Bastian Ehrentraut extrem zuverlässig und auch in offensiverer Position einer der Leistungsträger beim BVB. Keeper Jörg Lemke hielt bis zu einer schweren Verletzung ebenfalls gewohnt stark.

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Ausblick und Prognose: Für die Elf aus der Glückauf-Arena geht es nur um den Klassenerhalt. Ein anderes Ziel hat sich die Mannschaft nicht gesetzt - eine durchaus realistische Selbsteinschätzung. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze aktuell. Es wäre schon eine größere Überraschung, sollte der BVB nochmal akut in Abstiegsnot geraten. Mehr als das graue Mittelfeld ist aber nicht drin in dieser Saison.

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