Blickpunkt Fitness: Laufen hält Hans-Peter Schwarz jung

LÜNEN Knapp 15 Jahre als Leichtathlet aktiv, Teilnahme an internationalen Marathons und deutscher Vize-Meister in seiner Altersklasse: Hans-Peter Schwarz ist mit seinen 69 Jahren immer noch einer der fittesten Sportler in Lünen.

von Von Carina Püntmann

, 11.07.2008, 16:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hans-Peter Schwarz ist immer noch topfit.

Hans-Peter Schwarz ist immer noch topfit.

Als 38-Jähriger begann er seine Laufbahn als Leichtathlet. „Ich hatte einfach Spaß am Laufen. So kam ich dazu“, erklärt der 69-Jährige – kurz und knapp.

Bei seinem ersten Verein LAZ Hamm feierte der Lüner zehn Jahre lang viele Erfolge. Er nahm an mehreren Marathonläufen teil – in Moskau, Rotterdam und Wien. Er ging sogar beim Marathon in New York an den Start. Als einer von 39 000 Läufern. Beachtlich, dass er als 3085 die Ziellinie passierte – fast 36 000 Starter ließ er hinter sich. „Da war ich sehr stolz“, erinnert sich Schwarz gerne.

Doch aus beruflichen Gründen, er arbeitete als Bäcker, musste er nach zehn Jahren mit dem Laufen aufhören. „Es tat mir schon ein wenig weh, nicht mehr meinem Hobby nachgehen zu können. Aber mein Job war mir wichtiger.“ Jahrelang – bis er älter wurde. „Als ich Rentner wurde“, sagt er, „hatte ich viel Zeit. Ich habe wieder angefangen. Weil es hier in Lünen keinen Leichtathletikverein gibt, bin ich zum SuS Oberaden gegangen“, erzählt Schwarz. Und genau dort feierte er einen Erfolg nach dem anderen.

Paris, New York, Castrop-Rauxel

2005 wurde er in Castrop-Rauxel in seiner Altersklasse Deutscher Vizemeister. Zudem startete der Routinier beim Marathon in Paris, Hamburg, Berlin und New-York. Beim Lauf am Big Apple feierte er auch in der zweiten Phase seiner Karriere einen Riesen-Erfolg – er wurde in seiner Altersklasse Vierter.

Über seinen Verein redet er nur positiv: „Ich hab schon eine gute Truppe in Oberaden. Alle Sportler sagen immer: ‚Guck mal da, der Graue.‘ Das motiviert einen immer wieder aus Neue“, sagt Schwarz und schmunzelt. Seit drei Wochen hat er aber nicht so viel zu lachen. Wegen einer Fersen-Verstauchung kann er seine Strecke nicht mehr laufen.

Laufen, Rad fahren, Briefmarken sammeln

Doch diese Zeit geht auch vorbei – dann trainiert Schwarz wieder fünfmal pro Woche. Zudem trifft er sich montags mit dem Triathleten Werner Strauch. Gemeinsam laufen sie durch den Cappenberger Wald. Und aufs Rad steigt er auch. Neben seiner Tätigkeit als Sportler sammelt der Lüner mit Begeisterung Telefonkarten. Seine Ehefrau Hannelore (63) unterstützt ihn in bei allen seinen Aktionen.

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