Bei einem Lüner Fußballer: Prellung stellt sich als Mittelfußbruch heraus

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Ein Lüner Fußballer hat ganz schlimmes Verletzungspech. Eigentlich genesen, verletzte er sich gleich wieder. Der Verein ging von einer Prellung aus, jetzt ist es ein Mittelfußbruch.

Lünen

, 03.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Fußball-Westfalenligist Lüner SV könnte die Gemütslage aktuell deutlich besser sein. Die letzten beiden Spiele verloren, zahlreiche Spieler verletzt, zwei sind rotgesperrt.

Doch LSV-Übungsleiter Christian Hampel bleibt Optimist und möchte die Köpfe bei seinen Jungs nicht unten sehen.

„Wir wollen nicht rumjammern, es geht weiter“, sagt er vor dem Spiel beim SuS Neuenkirchen am Sonntag (15 Uhr, Haarweg 40, Neuenkirchen).

Zwei Spieler fehlen wegen Roter Karten

Fehlen werden ihm definitiv: Mohammad Alokla, der für seine Rote Karte im Spiel gegen den SC Westfalia Kinderhaus eine Sperre von zwei Spielen bekommen hat. Auch Marius Kröner wird fehlen, für den ein Verfahren vor dem Sportgericht für die Rote Karte in der Partie gegen den VfL Theesen ansteht.

Positiv sieht es hingegen bei Stürmer David Loheider aus, der nach Erkrankung zurück in den Kader kommen wird. Fragezeichen stehen aber noch bei Sascha Ernst und Daniel Mikuljanac. Mikuljanac hat am Donnerstag das erste Mal wieder am Mannschaftstraining teilgenommen, ob er eine Option für Hampel sein wird, ließ der Cheftrainer noch offen.

Wer Hampel definitiv fehlen wird: Phil Rosenkranz. Dieser hatte sich nach langer Verletzungspause wieder zurückgekämpft, spielte auch vor wenigen Wochen gegen den SC Westfalia Kinderhaus. Dort verletzte er sich aber, zog sich eine Prellung zu - wie der Verein damals mitteilte.

Doch aus der Prellung wurde nun ein Bruch. „Bei Phil Rosenkranz haben sie jetzt festgestellt bei der Untersuchung, dass der Mittelfuß gebrochen ist“, erklärt Hampel. „Das ist natürlich eine Vollkatastrophe.“

Phil Rosenkranz hat sich einen Mittelfußbruch zugezogen.

Phil Rosenkranz hat sich einen Mittelfußbruch zugezogen. © Patrick Schröer

Rosenkranz wird dem Lüner SV dadurch einige Zeit fehlen, nachdem erst vor Kurzem wieder zurückgekommen war. Eine weitere Option, die Hampel dadurch wegfällt.

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„Es ist alles ein bisschen schwierig, aber da müssen wir durch. Es ist eine doofe Zeit, eine schwierige Phase, weil relativ viel zusammengekommen ist“, sagt Hampel, der seiner Mannschaft bei der 1:3-Niederlage am vergangenen Sonntag überhaupt keinen Vorwurf machte.

Trainer war Profi in den Niederlanden

Nun hat der Lüner SV aus den ersten vier Partien in der Westfalenliga-Staffel eins vier Punkte geholt, hätte sich einen besseren Start gewünscht, so beschrieb es auch Kapitän Matthias Drees unter der Woche, der ebenfalls die vergangenen Wochen fehlte.

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Dennoch waren einige positive spielerische Ansätze zu erkennen - trotz der zahlreichen Ausfälle. Nichtsdestotrotz: Der Lüner SV ist gefordert gegen den Tabellenelften aus dem nördlichen Münsterland, der einen namhaften Trainer an der Seitenlinie stehen hat: Nelson de Costa trainiert Neuenkirchen. De Costa ist Portugiese und hat Profi-Erfahrungen in den Niederlanden gemacht, dort unter anderem für Twente Enschede gespielt.

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