Auseinandersetzung bei der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft: „Ja, der Satz wurde gesagt“

dzFußball

Mehr als ein halbes Jahr ist die letzte Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund her. Nach der Auseinandersetzung mit dem Lüner SV darf Türkspor Dortmund kommende Saison nicht teilnehmen.

Lünen, Dortmund

, 06.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die hitzigste Partie der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft fand bei der vergangenen Version des prestigeträchtigen Turniers nicht in der Endrunde statt.

Bereits in der Zwischenrunde gab es eine Partie, die noch Wochen und Monate danach für Redebedarf sorgte. Mit von der Partie: Westfalenligist Lüner SV.

Jetzt lesen

Dieser musste im Duell um den Einzug in die Endrunde am zweiten Turnierwochenende gegen den aufstrebenden Klub Türkspor Dortmund antreten. Eine Partie, die am Tag zuvor noch deutlich mit 4:1 für Türkspor ausging.

Zwei Aktionen sorgen für Aufruhr

Am Ende des Spiels um den Endrunden-Einzug, was Türkspor mit 4:3 gewann, ging es vor allem um zwei Aktionen.

Zur Erinnerung: Beim Stand von 2:0 für die Lüner rannte ein Zuschauer aus dem Türkspor-Block auf das Hallenparkett und schubste LSV-Keeper Daniel Dreesen. Dreesen sah im Anschluss die Rote Karte, Lünen verlor. Die Partie gewann immer mehr an Hitzigkeit. Wegen des Zuschauers wird Türkspor die kommende Hallenfußball-Stadtmeisterschaft verpassen.

„In der Halbzeit gab es dann diese Situation mit unserem Torwart Daniel Dreesen, der eine Geste zu den Fans gemacht hat“, erinnerte sich Dominik Deppe in der vergangenen Woche im Podcast „Die 7er-Kette“. „Das ist schon komisch, wenn 200 Leute gegen dich sind und in der Halbzeit einer von denen auf dich zuläuft.“

Zudem soll ein Satz gefallen sein über den danach zwischen Dortmund und Lünen heiß diskutiert wurde. Kevin Großkreutz, Co-Trainer von Türkspor Dortmund, soll laut mehreren Lünern seine Spieler dazu aufgefordert haben Dominik Deppe wegzutreten.

„Eigentlich kann ich mit Kevin ganz gut. Es kann aber nicht sein, dass er seine Spieler dazu auffordert, unsere 22 kaputtzutreten. Das habe ich selber gehört. Das ist unter aller Sau. Dann kann sich niemand beschweren, dass alle durchdrehen“, sagte damals Lünens Übungsleiter Christian Hampel.

Deppe sieht den Turnier-Ausschluss kritisch

Großkreutz Trainerkollege Reza Hassani dementierte dies: „Ich weiß nicht, warum er diese Geschichte erfindet. Kevin hat gar nichts über Lünens 22 gesagt. Das schwöre ich. Vielleicht war es ja Hampel etwas zu heiß in der Halle und er schüttelt deshalb so eine unglaubliche Geschichte aus den Ärmeln. Das ist richtig armselig“

Jetzt lesen

Dominik Deppe bestätigte nun erneut die Aussage im Podcast: „Ja, der Satz wurde gesagt. Das war definitiv so. Jeder hat es gehört von uns.“

Zwischen den Vereinen steht seitdem Aussage gegen Aussage. Dennoch sieht Deppe, der nun für den FC Brünninghausen aufläuft, den Turnier-Ausschluss von Türkspor negativ: „Ich finde das nicht gut. (...) Im Nachhinein wurde ja aufgeklärt, dass die Person gar nicht zum Verein gehörte (Die Person, die in der Zwischenrunde auf den Platz rannte und LSV-Torwart Daniel Dreesen schubste; Anm. d. Red.). Dann ist das für Türkspor natürlich jetzt doppelt bitter nächstes Jahr nicht dabei zu sein.“

Nach der hitzigen Partie stand die vermeintliche Aussage um Lünens Nummer 22, Dominik Deppe, im Blickpunkt.

Nach der hitzigen Partie stand die vermeintliche Aussage um Lünens Nummer 22, Dominik Deppe, im Blickpunkt. © Dortmunder Sportfotografie / Schulze

Mit dabei sein wird aber Deppe, wenn das Turnier denn stattfinden kann. „Da habe ich mich schon jahrelang drauf gefreut, als ich in Iserlohn gespielt habe. Ich war froh, dass ich als Lüner in Dortmund mitspielen durfte. Jetzt spiele ich dann endgültig im Dortmunder Raum und da bin ich froh drüber.“

Lesen Sie jetzt