Arne Neuhäuser: So motiviert man sich für eine Saison, die man zu einem Drittel verpasst

dzWestfalia Wethmar

Hochmotiviert startet Arne Neuhäuser in die Vorbereitung bei Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar. Doch egal, wie sehr er sich bemüht: Spielzeit erhält schon bald vorerst nicht mehr.

Wethmar

, 02.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Bewusst habe er sich dazu entschieden, bei Westfalia Wethmar zu bleiben, sagt Arne Neuhäuser. Der 18-jährige Fußballer mit den markanten goldenen Locken bleibt seinem Stammverein - seit den Minikickern trägt er grün-weiß - auch nach der Jugend treu.

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Enge Freunde wie Laurin Strauch, Norman Ast (beide SV Preußen) oder Steven Potthoff (Hammer SpVg), mit denen er in der Jugend zusammengespielt hat, entschieden sich nach ihrem letzten gemeinsamen A-Jugendjahr für andere Vereine. „Ich finde es schon schade, dass sie gegangen sind. Von der Qualität her wären einige für die Zukunft eine Verstärkung“, sagt Neuhäuser über seine Ex-Mitspieler.

Erfahrene Bezirksliga-Kicker als Konkurrenten

In der Bezirksliga-Mannschaft der Westfalia kämpft Neuhäuser seit dem Trainingsauftakt am Sonntag um Spielzeit. Keine leichte Aufgabe in einem 26-Mann starken Kader, zu dem einige gestandene Bezirksliga-Fußballer zählen.

Arne Neuhäuser: So motiviert man sich für eine Saison, die man zu einem Drittel verpasst

Arne Wilberg (v. l n. r.), Nicolas Jansen, Lennart Schumann, Jonas Allefeld und Arne Neuhäuser stoßen aus der A-Jugend zum Kader der ersten Mannschaft.

„Ich merke schon, dass die meisten Spieler tausend Mal robuster sind als wir A-Jugendlichen. Da müssen wir A-Jugendlichen deutlich zulegen. Aber nichtsdestotrotz versuche ich das durch meine Laufstärke auszugleichen“, sagt Neuhäuser über die Unterschiede zur A-Jugend, wo er immerhin auch Bezirksliga spielte. „Trotzdem noch ein sehr großer Unterschied, das habe ich schon gemerkt in den ersten Einheiten“, so Neuhäuser. Deutlich schneller sei das Spiel bei den Senioren und taktisch ebenfalls noch „einen Ticken höher“.

Ab September kein Training mehr

„Ich denke schon, dass eine Chance besteht - aber auch nur, wenn man regelmäßig trainiert“, sagt Offensivspieler Neuhäuser. Das Problem: Regelmäßiges Training wird es für ihn nur bis zum 21. September geben.

Dann zieht es ihn, der gerade sein Abitur am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium abgelegt hat, nach Australien. Bis zum Februar wird er dort bleiben, gemeinsam mit seinem Kumpel Max Schröder - der bei der Westfalia aus der A-Jugend in die U23 aufgerückt ist.

Von Sidney aus die Ostküste bereisen

Der Plan: In Sidney ein Auto besorgen, von dort aus die Ostküste Australiens bereisen. Wohin genau es gehen soll? „Weiß ich noch nicht, ich möchte spontan sein“, sagt Neuhäuser. Vorbild für das Unterfangen: sein Cousin Niklas Rogge. Völlig überraschend Spieler bei - Westfalia Wethmar.

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Wenn er im Februar wieder den Trainingsplatz an der Wehrenboldstraße betritt, hat er fast fünf Monate der Saison verpasst. In der vergangenen Saison wären das elf Meisterschaftsspiele gewesen - ein Drittel der Saison. Wie motiviert man sich da überhaupt für eine Saison, von der man einen beachtlichen Teil verpassen wird, gerade als Jugendspieler, der in der Hierarchie ohnehin eher unten steht?

Arne Neuhäuser: So motiviert man sich für eine Saison, die man zu einem Drittel verpasst

Schon seit Jahren schnürrt Arne Neuhäuser (l.) für den TWW die Schuhe. © Günther Goldstein

„Ich fand das Gespräch mit den Trainern gut. Die Trainer wissen, was meine Stärken sind. Für mich war es schon immer ein Traum, in der ersten Mannschaft von Wethmar zu spielen“, begründet Neuhäuser. Andreas Przybilla und Volker Bolte haben also ihren Anteil daran, wenn Neuhäuser schon jetzt an die Laufeinheiten denkt, die er in Australien bestreiten will.

Arne Neuhäuser: „Ein Übergangsjahr“

Und wenn er die Laufschuhe wieder gegen die „Pöhler“ eintauscht, soll sich das Trainergespann daran „zurückerinnern, was ich kann“, sagt Neuhäuser. Bei den A-Junioren habe er jedes Spiel durchgespielt, bei den Senioren rechne er natürlich „mit wenig Spielpraxis“. „Ein Übergangsjahr für mich“, sagt Neuhäuser.

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