Andre Schwedler: „Wir tragen einen Rucksack mit Niederlagen“

dzHandball-Verbandsliga

Einen einzigen Sieg haben die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer nach neun Spieltagen gesammelt. Die Konsequenz: der letzte Platz. Für den Trainer zählt nur das kommende Spiel.

Lünen, Brambauer

, 10.12.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wie sagt man so schön: Die Wahrheit liegt auf der Platte“, sagt Andre Schwedler, Mannschaftschef beim Handball-Verbandsligisten VfL Brambauer. „Sport ist 50 bis 70 Prozent Kopfsache: Wir tragen einen Rucksack mit Niederlagen, der immer größer und schwerer wird.“

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Und sich von eben dieser Last zu befreien, würde von Niederlage zu Niederlage schwerer fallen. In der Summe sind es nun acht punktelose Spiele aus neun Begegnungen, die der VfL in seinem „Rucksack“ trägt. Schwedler: „Da sind mehrere Dinge zusammengekommen.“ Zuletzt entführte sogar der bis dahin punktlose Tabellenletzte HSC Haltern-Sythen zwei Punkte aus Brambauer. „Letzte Woche haben wir komfortabel geführt und dann verlierst du das Vier-Punkte-Abstiegsspiel in den letzten fünf Minuten“, sagt Schwedler. Für Haltern war es der erste Sieg der Saison – mit 23:24 (10:10) unterlagen die Brambaueraner Damen den eigentlich schwächer aufgestellten Halternern.

Andre Schwedler „Beschissene Hinrunde abschließen“

Ein Spiel bleibt Schwedlers Mannschaft in diesem Jahr noch, um moralisch ein Zeichen zu setzen und mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen. Wieder ein Heimspiel. Die Erwartungshaltung unter Zuschauern und Fans ist entsprechend groß. Schwedler und seine Handballerinnen müssen und wollen beweisen, dass sie in die Verbandsliga gehören. „Wir konzentrieren uns jetzt voll auf das Heimspiel am Samstag und wollen mit einem Sieg die beschissene Hinrunde abschließen“, sagt Schwedler.

Nach Brambauer kommt am Samstag (19 Uhr, Diesterwegstraße, Lünen) der Tabellenachte HSG Hohenlimburg, der aktuell vier Siege und ein Unentschieden auf dem Konto stehen hat. „Die sind super in die Saison gestartet, legen aber – warum auch immer – aktuell eine Niederlagenserie hin“, sagt Schwedler. Ihre vergangenen drei Saisonspiele verlor die HSG, gegen BV Borussia Dortmund III (29:18) und SV Teutonia Riemke (21:32) deutlich. „Aber wir müssen auf uns gucken“, so Schwedler.

VfL Brambauer und Hohenlimburg sind maximal motiviert

Schwedler kennt seinen kommenden Gegner gut und erwartet eine robuste, „physisch starke Mannschaft mit Wurfgewalt im Rückraum“. Gern würden die Hohenlimburgerinnen laut Schwedler auch mit dem Kreis zusammenspielen. Die Gastgeber sind jedenfalls maximal motiviert. „Wir werden 100 oder, wenn es geht, auch 120 Prozent geben“, sagt Schwedler. Mit Blick auf Samstag stünden allerdings drei angeschlagene Handballerinnen aktuell noch auf der Kippe. Laut Schwedler nur „kleine Wehwehchen“. Der Trainer gehe stark davon aus, dass am letzten Spieltag vor der Winterpause alle Akteurinnen „auf der Platte stehen“. Schwedler: „Alle wissen, worum es geht.“

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